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Der Ruhrpilot

ICE4 – Bald nach Anne Frank benannt? Foto: Rolf Heinrich, Köln Lizenz: CC BY 3.0


Debatte:
Totalausfall bei der Deutschen Bahn…Salonkolumnisten
NRW: „Polizei hat nicht früh genug eingegriffen“…RP Online
Debatte: 
Ein Hauch von Harmonie…FAZ
Debatte: Kiffen erlaubt?…FAZ
Debatte: Fällt endlich die Bäume an den Bahntrassen!…Welt
Debatte: »Genieße die Show, du Mistkerl«…Jungle World
Debatte: Union und SPD – Flucht aus der Mitte?…Post von Horn
Bochum: Karsten Riedels Liederabend frönt der Macht der Liebe…WAZ
Dortmund: Reisende strandeten am Hauptbahnhof…WAZ
Duisburg: Mit Kant Wissen wagen gegen die Verblödung…WAZ
Essen: Spielemesse Spiel’17 endet mit Besucherrekord…WAZ
Essen: Licht an! für die Essener Lichtwochen…WAZ

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BVB Nazi-Fans: Anne Frank im Schalke-Trikot


Sticker von Anne Frank in einem Schalke-Trikot sind in Düsseldorf aufgetaucht. Außerdem hat ein rechter BVB-Hooligan nach Quellen, die diesem Blog vorliegen, ein Foto der Sticker auf Facebook gepostet.

Die Aktion haben sich die Ersteller der Sticker augenscheinlich bei den Neonazi-Ultras von Lazio Rom abgeschaut. Die hatten kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie am vergangen Wochenende mit Fotomontagen von Anne Frank im Trikot des Stadtrivalens AS Roma die Zuschauerränge der „Curva Sud“ beklebten. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Martin Schulz in Bochum


Debatte: 
Eine Spur der Verheerung in der SPD…Welt
NRW: Land gibt Maut-Widerstand auf…RP Online
Debatte: Gar nicht so fremd…Jungle World
Debatte: Die CDU ist nicht schuld am Erfolg der AfD…Welt
Debatte: Schlafstadt…FAZ
Debatte: Die Barbaren, sie lauern überall…NZZ
Debatte: Linke Angst um die Deutungshoheit…Cicero
Debatte: Bis ganz zum Schluss…taz
Ruhrgebiet: Erster Blick in den Loveparade-Gerichtssaal…Bild
Bochum: Jüdisches Leben unterm Hakenkreuz…Bo Alternativ
Dortmund: Phoenixhalle – Noch viele Fragen vor dem Start…WAZ
Duisburg: Vom Wert des Arbeitsplatzes…WAZ
Essen: Ruhrbahn will Ausfälle im Linienverkehr verhindern…WAZ

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Wir und Heute – Besucher aus fernen Galaxien

Melanie Huber ist heute bei Martin und David zu Gast im Familienpodcast „Wir und Heute“. Eine Literatin, die als Poetin in Residence das Ruhrgebiet beschreibt – zumindest eine Zeit lang, als Gastarbeiterin. Die Saarländerin mit dem bayrischen Namen wohnt eigentlich in Schleswig-Holstein, am Meer, in Kiel. Sie liebt jetzt Dortmund (es gleicht ihrer seelischen Verfassung, sagt sie) und findet Duisburg: naja geht so (tätigkeitslos). Die Ansichten einer Besucherin aus einer fernen Galaxie. Wir freuen uns, dass Melanie da war: Wer ihre Geschichten aus Stadt Land Text nachlesen will, kann gerne hier klicken.

Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.

Die Hörversionen des Podcasts, sowie die Abos für iTunes und Spotify sind hier zu finden.

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Buch: Wie sich das Ruhrgebiet neu erfindet

Der ehemalige Spiegel-Redakteur Gerhard Spörl hat mit „Groß denken, groß handeln“ ein Buch über die Geschichte des Ruhrgebiets nach 1945 geschrieben. Spörl hat mit zahlreichen Protagonisten aus dem Revier gesprochen, sein von Neugier geprägter Blick von außen ist frei von Sentimentalität und Großmannssucht, Merkmalen, die viele Bücher über das Ruhrgebiet kennzeichnen, bei denen die Binnenperspektive im Zentrum steht.

Über Monate ist  Gerhard Spörl 2016 und 2017 durch das Ruhrgebiet gereist. Er hat mit Politikern, Künstlern, Journalisten (auch dem Autoren dieses Textes) und Unternehmern gesprochen, hat sich von Wissenschaftlern Entwicklungen erklären lassen und in Bibliotheken weiter recherchiert, war auf Baustellen, an Seen und in den Städten. Spörl hat sich das Ruhrgebiet durch intensive Recherche erarbeitet, hat sich ihm mit Neugier und Interesse angenähert und dabei doch nie den Blick des Fremden verloren, der von außen auf das Ruhrgebiet schaut. Sein Buch Groß denken, groß handeln“ beschreibt die großen Linien der Entwicklung des Ruhrgebiets nach 1945 und verliert sich durch die Distanz nicht im Klein-Klein. Getragen ist es von der Frage, warum sich das Ruhrgebiet so und nicht anders entwickelt hat, warum Chancen wie die Neuansiedlung von Unternehmen  in den 60er Jahren nicht ergriffen und andere, wie der Bau von Hochschulen, beherzt und mit Weitsicht angegangen wurden.

Oft, das wird deutlich, hing und hängt es an einzelnen Personen, die ihre Ideen durchsetzten. Waren sie stark genug, in der Lage Netzwerke zu knüpfen und bereit,   auch persönliche Risiken einzugehen, hatten sie Erfolg. Paul Mikat (CDU) war so einer. Ein konservativer Wissenschaftler, in dessen kurze Zeit als NRW-Kultusminister nicht nur eine Reform der Lehrerausbildung fiel, sondern auch die Gründung der Ruhr-Uni als Reformhochschule. In den vier Jahren seiner 1962 bis 1966 dauernden Amtszeit bewegte er mehr als viele seiner Nachfolger in mehreren Legislaturperioden.

Ein großer Teil des Buches, und eigentlich hätte das Thema für einen zweiten Band gereicht, beschäftigt sich dem Ausstieg aus der Kohle. Auch hier war es wieder eine Person, die ins Risiko ging: Werner Müller, heute Chef der RAG-Stiftung, entwickelte die Idee, aus der Kohleförderung auszusteigen und die RAG zu einem modernen Chemiekonzern umzubauen, der heutigen Evonik. Wie ihm das ab 2003 gelang, liest sich wie ein Wirtschaftskrimi und ist zugleich das Porträt eine Managers und Politikers, der in den vergangenen Jahrzehnten, sei es beim Atomausstieg, sei es bei der umstrittenen Übernahme von Ruhrgas durch  Eon, Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat. Dass Müller, obwohl Einzelgänger, fester Teil der Energie-Community war, der Filz ja nun wirklich nicht fremd ist, war dabei Stärke und Schwäche zugleich.

Fazit: Ein spannendes und hervorragend geschriebenes Buch über das Ruhrgebiet.

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Der Bahnhof in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt


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