
Ein Live-Festival, das sich mit hybriden und digitalen Elementen an die dynamische Pandemiesituation anpasst – so wollen die Ruhrfestspiele in ihrem 75. Jahr ihr Publikum erreichen. Unter dem Titel „Utopie und Unruhe“ hat Intendant Olaf Kröck ein facettenreiches Programm mit 90 Produktionen und rund 210 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, das vom 1. Mai bis zum 20. Juni im Ruhrfestspielhaus und an unterschiedlichen Orten in der Stadt in Szene gesetzt wird. Unter anderem wird erstmals das Stadion Hohenhorst bespielt. Mit dem Titel wollen die Ruhrfestspiele der aktuellen Unsicherheit und der Dynamik, aber auch dem Aufbruch Rechnung tragen.







Es gibt für den sesshaften Menschen nur ein ernstes philosophisches Problem: die Heimat. Die Entscheidung, ob und wo das Leben in Sesshaftigkeit sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Moderne. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen oder der Geist neun oder zwölf Kategorien habe – kommt erst später. Das sind Spielereien; zunächst heißt es Antwort geben. Und wenn es wahr ist, dass – nach Nietzsche – ein Philosoph, der ernst genommen werden will, mit gutem Beispiel vorangehen müsse, dann begreift man die Wichtigkeit dieser Antwort, da ihr dann die endgültige Tat folgen muss.