Schuldneratlas 2008: Gelsenkirchener und Duisburger haben die meisten Probleme

Crediterform hat heute erste Zahlen zur Schuldnersituation in Deutschland und im Ruhrgebiet veröffentlicht. Besonderns mies sieht es im Zentrum des Ruhrgebiets aus.

Arbeitslosigkeit ist der Hauptgrund für Verschuldung.

 Gelsenkirchen kann aufatmen. In dem von Crediterform vorgelegten Schuldneratlas liegt keine Ruhrgebietsstadt an der Spitze – allerdings haben es mit Gelsenkirchen und Duisburg zwei Städte in die Top-Ten geschafft: Hinter Offenbach, Bremerhaven und Halle an der Saale kommen Gelsenkirchen (Platz 7) und Duisburg (Platz 9). Sind in Offenbach 19,05 Prozent. aller Haushalte überschuldet sind es in Gelsenkirchen und Duisburg immerhin noch 16,71 und 16,29 Prozent. Bundesweit sind 10,11 Prozent aller Haushalte betroffen.
Richtig übel sieht es auch in Herne mit 14,99 Prozent aus. Zahlen für das gesamte Ruhrgebiet wird Credireform erst im kommenden Monat vorlegen, aber  Thomas Gatzel, Geschäftführer der Creditreform in Bochum, machte klar, dass es die Verschuldung im Ballungskern deutlich höher sein wird als an den Rändern des Reviers – für Großstädte eine normale Verteilung. Beispiel: In Haltern sind nur 7,76 Prozent aller Haushalte überschuldet.
Nach Gatzel sind die Hauptgründe für Überschuldung Arbeitslosigkeit (in über 50 Prozent der Fälle) gefolgt von Trennungen und Krankheit.
Gatzel warnte vor der leichtfertigen Aufnahme von Krediten: "Man sollte wenn es geht immer einen Puffer haben und darauf achten, nur  bei seriösen Banken Kredite zu nehmen. Wenn die Hausbank Nein sagt, hat sie dafür gute Gründe." Kreditangebote ohne Schufa-Auskunft seien teuer, riskant und unseriös.
Für das begonnene Jahr rechnet Gatzel mit einem leichten Anstieg der Schuldnerquote. Sollten alle Bemühungen einer Konjunkturbelebung scheitern wird es allerdings 2010 zu dramatischen Steigerungen kommen.

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