Bellevue für eine Milliarde – und im Ruhrgebiet freuen sie sich über ein zugestopftes Schlagloch

Straßen voller Schlaglöcher gehören im Ruhrgebiet inzwischen längst zum Alltag. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt in diesen Tagen inzwischen tagtäglich Nachrichten, bei denen ich mich ernsthaft frage, ob ich eigentlich noch in derselben Republik lebe wie die Menschen, die solche Entscheidungen treffen. Die geplante Generalsanierung von Schloss Bellevue gehört für mich eindeutig dazu. Eine Milliarde Euro soll das Ganze kosten. Eine Zahl mit neun Nullen. Da schluckt selbst der Taschenrechner.

Natürlich kann man jetzt einwenden: Das Gebäude muss saniert werden. Es ist historisch, denkmalgeschützt, technisch veraltet und muss modernen Sicherheits- und Energiestandards entsprechen. Und natürlich entscheidet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht persönlich, ob irgendwo ein Bauauftrag vergeben wird. Die Bundesverwaltung plant, der Bundestag bewilligt die Mittel.

Alles richtig. Und trotzdem bleibt bei mir ein ziemlich ungutes Gefühl.

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Eine Fußballschule auf ‚Hoher See‘ – Verliert der BVB nun die Bodenhaftung?

Torwarttrikot des BVB, Saison 2011/2012
Torwarttrikot des BVB, Saison 2011/2012

Soeben landete eine Pressemeldung des BVB auf meinem Schreibtisch, welche ich zunächst gar nicht so recht glauben mochte. Aber da findet nun im kommenden Herbst wohl tatsächlich eine Fußballschule der Borussia auf dem Kreuzfahrtschiff AIDA statt. Lieber BVB, ist das echt Euer Ernst?

Die Borussia hat sich immer durch ihre Volksverbundenheit, ihre Wurzeln in der einfachen Ruhrgebietsbevölkerung und das dazugehörige ‚Malocherimage‘ ausgezeichnet. Dass das im Laufe der Zeit natürlich ebenfalls einem gewissen Wandel unterworfen ist, ist dabei auch mir klar.

Die Zeiten ändern sich eben. Auch die Fans der Borussia arbeiten heutzutage eben nicht mehr überwiegend im ‚Pütt‘, oder am Hochofen bei Hoesch. Schon klar. Zugegeben!

Aber eine BVB-Fußballschule auf der Aida? Geht es noch versnobter? Hört mir doch auf!

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