Südkreta und Matala im Mai 2010

Blick auf die Bucht von Matala mit den berühmten HöhlenIch muss gestehen: Ich bin ein Freund des Südens von Kreta. Daher kann ich Matala als Vorposten des Massentourismus des Nordens nicht oft ertragen. Trotzdem besuche ich den Ort alle drei bis fünf Jahre. Dieses Jahr hat mich der Beitrag im Spiegel „Katerstimmung in Kreta“ aufgeschreckt und ich wollte mir vor Ort ein Bild machen.

Pauschalangebote findet man nur für Agia Galini, Matala und vereinzelt Plakias. Daher sind im touristisch eher individuell erschlossenen Süden primär Individualtouristen unterwegs. Im Frühsommer trifft man vor allem Alleinreisende, Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen, die durch die verkarsteten Landschaften wandern.
Es ist schon auffällig, dass in diesem Jahr weniger Menschen unterwegs sind. Anders formuliert; es sind die Stammgäste, die ihren Pensions- und Tavernen-Wirten die Stange halten.

Der Spiegelbeitrag, dessen Fakten korrekt recherchiert sind, erweckt aber ein wenig die Sichtweise Matala bzw. Südkreta wäre ein klassisches Urlaubsziel vergleichbar mit den Standards von Bettenburgen in der Türkei, Spanien, Tunesien und anderen Ländern. Der klassische Reisende nach Südkreta kommt jedoch genau nicht mit diesen Erwartungen.

Dabei habe ich gestern Matala so bevölkert wie nie zuvor gesehen.

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New York, Rio, Kabul

Das Bild des Tages (klack) kommt vom Hindukusch. Neben Opel-Opa Jürgen Rüttgers ist Freiherr zu Guttenberg längst das Phänomen der Politik, ein neuer Phänotyp des Politischen. Ob am Times Square in der Krise (klick) oder in der Bundeswehrmaschine über Afghanistan, überall macht Gutte "bella figura". New York, Rio, Kabul. Vom Krisen- zum Kriegsminister. Hauptsache die Frisur stimmt.

 illu: ruhrbarone

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Der Autopapst

Foto: idw-online.de

Wenn Opelaner sich informieren
und Rüsselsheimer sich blamieren,
sie vor dem Ford-Werk demonstrieren:
Wer weiß wieso warum?
Der Autopapst.

Wenn Börsenkurse explodieren
weil Porsches kräftig spekulieren,
die Daimlers Chrysler amputieren:
Wer weiß weshalb wohin?
Der Autopapst.

Dass Zulieferer nun frieren,
weil sie bei Audi keine Türen,
Dächer und Konsolen installieren.
Wer weiß es besser als –
der Autopapst.

Die Wirtschaft steht vorm Kollabieren,
die Autobosse sich massakrieren,
die Branche muss im Blut marschieren –
wer hats gesehen? 
Der Autopapst.

Ein Autopapst wird nicht gewählt,
er wird uns auch nicht vorgestellt.
F. Dudenhöffer heißt kein Held.
Dann doch lieber:
Autopapst. 

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