Wolfram Weimer Foto: Sandro Halank. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Mit der Absage des Buchhandelspreises schießt sich Merzens Mann fürs Grobe endgültig ins Aus, nachdem er drei Buchhandlungen wegen angeblicher linker verfassungswidriger Umtriebe von der Preisvergabe ausgeschlossen und damit eine Revolte im Kulturbetrieb ausgelöste hatte. Sein Posten sollte eingespart werden.
Eigentlich hatte man gedacht, schlimmer als unter Wolfram Weimers Vorgängerin Claudia Roth als Staatsministerin für grün-linke Kulturprojekte und antisemitischen Agitprop aka documenta 15 könnte es nicht werden. Doch, kann. Weimer stellt es immer wieder unter Beweis. Nun hat er, nachdem die von ihm veranlasste Regelüberprüfung der Kandidaten für Buchhändlerpreis durch den Verfassungsschutz verständlicherweise in der Kulturszene auf Widerstand stieß, die Preisvergabe kurzerhand abgesagt. Steht jetzt die gesamte Branche unter Verdacht?
Macht Kunst Politik! beim Impulse Theater Festival (c) Robin Junicke
Macht, Kunst und Politik prallen beim Impulse Theater Festival im Rathaus von Düsseldorf aufeinander. In dem temporeichen Veranstaltungsformat, mit dem das Festival der freien Szene eine brisante Diskussion eröffnet, werden Kulturpolitiker aller Parteien auf besondere Weise herausgefordert. Statt langer Reden sollen sie ein knappes Jahr vor den NRW Landtagswahlen in 7-Minuten-Statements ihre kulturpolitischen Ziele formulieren. Ihnen gegenüber sitzen diejenigen, die Kultur schaffen und Kunst auf professionellem Niveau betreiben. Dass Kultur ohne die Förderung der öffentlichen Hand kaum möglich ist, ist an diesem Abend keine besonders neue Erkenntnis. Kulturpolitik wird an diesem Samstag Abend nicht neu verhandelt. Am Ende geht es wie immer vor allem um eines – Geld. Dennoch gelingt der israelischen Künstlergruppe Public Movement ein Veranstaltungsformat zu installieren, das eine innovative Dialogplattform zwischen Politik und Kultur schafft. Das ist weit mehr, als man von den üblichen Podiumsdiskussionen erwarten kann und könnte so manche Landtagsdebatte erfrischen.
Die Kulturschaffenden und Betroffenen der Sparpolitik dürfen in der Rolle des Publikums der Diskussion Kritik und Unmut, in Frageform verpackt auf handlichen Zetteln, beisteuern. Durch das Hochhalten von farbigen Karten können sie direkt intervenieren und den Redefluss der Politiker mit der Frage „Warum?“ und der Aufforderung „Sei konkret, gib ein Beispiel!“, stoppen. Begleitet werden die Unterbrechungen von getragen-melancholischer Musik (warum?) und einem fröhlichen Jingle (werde konkret!). Das führte selbst bei hartnäckigen Langrednern zur Unterbrechung des Vortrages – auch weil der Abend von der Reporterin und Autorin Ina Sonnenberg charmant und mit der notwendigen souveränen Autorität moderiert wird.
Moderatorin Ina Sonnenberg, Foto: (c) Robin Junicke
Die Kulturpolitiker der SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Piraten, der Linken und der FDP sind sich weitestgehend einig: Kunst braucht Förderung, damit sie der Aufgabe, intellektuelle Freiräume und künstlerische Diskurse jenseits von Wirtschaftlichkeit zu schaffen, nachkommen kann. So weit so gut. Dennoch wird der reale Druck auf die Kreativen und Kunstschaffenden angesichts leerer kommunaler Kassen und einem Minimalanteil am Landeshaushalt immer größer. An dieser Frage hakt Martin Maier-Bode (Die Linke) ein, der als Kabarettist nicht nur die Politbühne, sondern auch die harten Bretter kennt, die die Welt bedeuten.
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