An der ehemaligen Grundschule unseres Autors wird es rund um den Schulbeginn immer wieder besonders ‚eng‘. So auch heute. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Der Wahnsinn hat uns also wieder. Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber auch das schützt einen offenbar nicht davor, pünktlich zum Schulbeginn wieder mitten im ganz normalen Wahnsinn der sogenannten Elterntaxis zu landen.
Bei meiner täglichen Fahrt vorbei an meiner ehemaligen Grundschule in Waltrop durfte ich heute jedenfalls direkt wieder erleben, was passiert, wenn besonders fürsorgliche Eltern ihre Sprösslinge möglichst sicher bis an die Eingangstür der Schule transportieren wollen. Das Ergebnis: Autos überall, unübersichtliche Situationen, blockierte Straßen – und mittendrin ich, als Anwohner, der sich fragt, warum er eigentlich gerade im Stau einer ansonsten ausgesprochen ruhigen Siedlung steht.
Diese Apotheke am Rande des Ruhrgebiets gibt es inzwischen schon nicht mehr. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Wer heute noch brav in die Apotheke um die Ecke stapft, bezahlt nicht nur zu viel – er hält auch an einem System fest, das längst überholt ist. Das habe ich seit August, als bei mir im örtlichen Krankenhaus eine kleine Operation mit anschließender medizinischer Nachbetreuung und Medikamentenversorgung notwendig wurde, am eigenen Leibe in den vergangenen Wochen immer wieder leidvoll erfahren müssen. Jetzt habe ich mich von den Apotheken vor Ort endgültig frustriert verabschiedet. Zu häufig habe ich mich nach meinen Besuchen dort in den vergangenen Wochen über diese geärgert.
Der Grund: Stationäre Apotheken wirken inzwischen vielfach wie museale Schaukästen: teuer eingerichtet, vollgestellt mit überflüssigen Kosmetikartikeln, aber wenn man etwas Konkretes braucht, heißt es erstaunlich oft: „Müssen wir erst bestellen.“ Ironischerweise also genau das, was Online-Apotheken sowieso besser können – nur ohne den Umweg über eine Ladentheke und den dazugehörigen Fahr- bzw. Zeitaufwand.
Am Phoenix See in Dortmund. Foto(s): Robin Patzwaldt
Als 2010 die Flutung des Phoenix Sees begann, wurde das Projekt als Jahrhundertchance für Dortmund gefeiert. Wo zuvor ein gigantisches Stahlwerksgelände lag, sollte ein Ort entstehen, der Arbeit, Natur und Lebensqualität verbindet – ein Vorzeigeprojekt für den Strukturwandel im Ruhrgebiet.
Heute, über ein Jahrzehnt später, bleibt von dieser Vision kaum etwas übrig. Der Phoenix See ist kein Symbol des Aufbruchs, sondern ein Denkmal für Fehlplanungen, falsche Prioritäten und einseitige Stadtpolitik.
Die Konzern-Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn. Quelle: Wikipedia, Foto: Qualle, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Als die Deutsche Telekom für die Siedlung in der ich in Waltrop lebe gratis Glasfaseranschlüsse für das Jahr 2022 ankündigte, da war ich natürlich begeistert. Der Auftrag war schnell erteilt, und die Bauarbeiten begannen tatsächlich pünktlich im Frühjahr 2022. Was sich seither entwickelte, bzw. besser gesagt eben nicht entwickelte, ist jedoch nur als ‚Trauerspiel‘ zu bezeichnen.
Es gibt immer mehr Leerstände in der Waltroper Innenstadt. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Viele Innenstädte im Ruhrgebiet machen, wie viele hier aus ihrem eigenen Alltag sicherlich wissen, gerade eine sehr schwere Zeit durch. Da bildet auch das 30.000-Einwohner Städtchen Waltrop im Kreis Recklinghausen, in dem ich lebe, keine Ausnahme. Immer mehr Leerstand ist auf Seiten der Ladenlokale in der Fußgängerzone zu verzeichnen. In den vergangenen Jahren haben wir uns damit hier im Blog der Ruhrbarone schonhäufiger beschäftigt.
Auch der Wochenmarkt, vor Jahren noch einer der attraktivsten im gesamten Ruhrgebiet, schlittert derzeit in eine deutlich erkennbare Krise. Viele Markthändler sind in den vergangenen Jahren ersatzlos verschwunden. Gründe dafür gibt es sicherlich viele. Das geht von der Konkurrenz der Lebensmittel-Discounter bis hin zu den vergleichsweise unattraktiven Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten der Marktbeschicker.
Wer kürzlich neu hinzukam, war (sowohl auf der Seite der Geschäfte als auch auf der der Markthändler) im Vergleich zum Angebot der Vorgänger, häufig nur von minderer Attraktivität bzw. Klasse (Stichwort 1-Euro-Shop).
Die generelle Abwärtsbewegung wurde im Laufe der vergangenen Jahre von immer mehr Zeitgenossen beobachtet, und soll nun offenbar auch (endlich) von der Lokalpolitik entschlossen bekämpft werden. Doch das scheint komplizierter als gedacht, denn erhebliche Widerstände tun sich dabei auch von unerwarteter Seit auf: den Händlern selber.
Die Erdarbeiten kündigten sich schon im Juni gut sichtbar an. Foto: Robin Patzwaldt
Wer sich in Sachen Telekommunikation für die Deutsche Telekom entscheidet, der tut dies häufig in der Erwartung, dass er für einen etwas besseren Service halt mehr bezahlen muss. Mir sagte mal ein Telekom-Mitarbeiter einer Hotline, als ich mich in einem Beratungsgespräch über den im Vergleich zur Konkurrenz höheren Preis erschrocken zeigte „keiner sagt, dass wir die günstigsten am Markt sind, aber wir sind halt die besten“.
Dass diese hohe Selbsteinschätzung der Telekom aber in vielen Bereichen nicht wirklich zutrifft, das musste ich in den vergangenen Wochen auf eine unschöne Art erfahren.
Emre Can bei seiner Vorstellung in Dortmund. Archiv-Foto: BVB
Auch wenn es aktuell natürlich deutlich wichtigere Entwicklungen auf der Welt gibt, dreht sich auch die Sport-Welt in diesen Tagen weiter. Es wird Zeit sich einmal wieder diesen Dingen zuzuwenden, auch wenn dies in Anbetracht der politischen Entwicklungen nicht leicht fällt.
Große Veränderungen deuten sich in diesen Tagen zum Beispiel bei Borussia Dortmund an. Nicht nur, dass sich Klubchef Aki Watzke, zur Überraschung mancher, kürzlich für eine aktive Unterstützung des ungeliebten Nachbarn FC Schalke 04 stark gemacht hat, wenn dieser durch die Trennung von seinem Hauptsponsor Gazprom in ernsthafte Existenznöte kommen sollte, auch Berichte, nach denen der BVB im Sommer gefühlt fast schon vor einer Art Selbstauflösung stehen soll, bestimmen derzeit die Diskussionen bei den Fußballfans hier bei uns in der Region.
3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions Bild: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM – This media comes from the Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL), with identification number #23312 Lizenz: Gemeinfrei
In Bayern wurden hunderte von Corona-Infizierten über Tage hinweg offenbar nicht über ihren Status informiert. Eine von außen nur schwer nachzuvollziehende Tatsache. Ausgerechnet im von Ministerpräsident Markus Söder bisher in den Augen vieler so vorbildlich agierenden Freistaat Bayern so eine gravierende Panne.
Was lehrt uns das? Nun ja, zum einen zeigt es, dass auch Bayern seine Probleme mit dem Virus hat, wenn es um die Organisation des Kampfes gegen Corona geht. Zum anderen mach es aber auch deutlich, welche Probleme in den kommenden Tagen noch auf uns alle zukommen dürften, wenn die die Masse der Urlauber wieder daheim ist, der Alltag uns endgültig wieder hat.
Ein Hermes-Fahrzeug. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Ein ekelhaft schwüler Samstag in den Sommerferien, und ihr schaut hier bei uns rein? Schön! Dann nutze ich mal eben die ungewohnte Ruhe und erzähle euch einmal von meinen unerfreulichen Erlebnissen mit dem Hermes-Paketdienst in der jetzt hinter uns liegenden Woche.
Aktuell verkaufe ich einige Exemplare aus meiner Trikotsammlung bei Ebay. Das mache ich alle paar Jahre mal, wenn die Sammlung mal wieder zu viel Platz einnimmt, sich Doppelte in der Sammlung tummeln etc.. In der Regel läuft das auch angenehm problemlos ab. Wenn man sich etwas mit den Tücken von Ebay auskennt, weiß worauf man zu achten hat, wo eventuelle Probleme lauern, dann ist das kein Problem. Nun gut, das kurz zum Hintergrund.
Für den Versand der Waren beauftrage ich seit einigen Jahren im Regelfall bevorzugt ‚Hermes‘. Das ist finanziell schlicht günstiger als es zur klassischen Post (DHL) zu bringen. Zudem
Iris Tögemann ist bereits seit 28 Jahren im Bereich der Physiotherapie tätig. Derzeit ist sie selbstständig in Selm. Harte Arbeit ist ihr dabei nicht fremd, wie sie betont. Seit langer Zeit kämpft sie in ihrem Bereich um eine Verbesserung der Zustände.
Die aktuelle Corona-Krise hat sie arg getroffen, wenn auch zum Glück bisher noch nicht existenzbedrohend. Trotzdem steigt auch in ihr in diesen Tagen die Wut über viele Entwicklungen und Zustände auf. Bei den Ruhrbaronen hat sie ihrem Unmut nun einmal kräftig Luft gemacht