„Alles schlecht“? – Na, dann ziehen sie doch endlich die Konsequenzen, Herr Löw!

Bundestzrainer Joachim Löw im Einsatz. Quelle: Wikipedia, Foto: Danilo Borges/copa2014.gov.br, Lizenz: CC BY 3.0

Regelmäßigen Lesern dieses Blogs wird aufgefallen sein, dass wir uns hier in diesem Kalenderjahr noch gar nicht intensiver mit den Darbietungen der Fußball-Nationalmannschaft auseinandergesetzt haben. Also, zumindest bisher noch nicht.

Dafür gab es unterschiedliche Gründe. Zum einen ist die für den vergangenen Sommer vorgesehene Europameisterschaft bekanntlich der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Zum anderen lag dies aber auch an der Tatsache, dass wir in den vergangenen Monaten ohnehin deutlich weniger Texte über ‚Sport‘ eingestellt haben als noch in den Vorjahren. Es gab und gibt in diesem Jahr halt andere Dinge, mit denen man sich tagtäglich beschäftigt.

Dass wir jetzt, so kurz vor dem Jahresende, doch noch einmal auf die deutsche Nationalmannschaft zurückkommen, hat unerfreuliche Gründe. Nach dem 0:6 der DFB-Auswahl zum Jahresausklang in Spanien, wodurch der mögliche Gruppensieg in der sogenannten ‚Nations League‘ verspielt wurde, kommt man an dem Thema auch hier bei den Ruhrbaronen einfach nicht länger vorbei. Denn dieser historische Abend in Sevilla, er schreit geradezu nach Konsequenzen.

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Kein Mitleid mit Auslands-Urlaubern: Die Spanientouristen sind doch selber schuld!

Urlaub an der Ostsee kann auch Spaß machen. Archiv-Foto: privat

Es ist ein großer Aufreger der hinter uns liegenden Woche: Das Auswärtige Amt hat, nachdem darüber schon tagelang spekuliert wurde, eine offizielle Reisewarnung für das spanische Festland und Balearen-Inseln wie Mallorca und Ibiza herausgegeben. Ausgenommen sind die Kanarischen Inseln. Die sich deutlich verschlechternden Corona-zahlen sind der Grund.

Logisch, dass das jetzt zu vielen Problemen für Spanien-Urlaubern führt. Rückreise? Quarantäne? Stornomöglichkeiten? Konsequenzen auf der Arbeit? Die sich nun stellenden Fragen sind vielfältig und komplex.

In den einschlägigen Nachrichtensender geben sich seit Bekanntwerden der Entscheidung die zu Rate gefragten Experten und Fachleute die virtuelle Klinke in die Hand. Offenbar ist die Verunsicherung bei den betroffenen Urlaubern riesig. Viele von ihnen sind verärgert. Das ist zweifelsohne eine missliche Lage in die man nicht kommen möchte.

Daher ist es umso unverständlicher, dass sich die Betroffenen ja völlig freiwillig in diese Schwierigkeiten gebracht haben.

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Pornhub: Zugriffshöhepunkte auf instinktorientierte Angebote wegen Corona-Shutdown

PornHhub veröffentliche jüngst die Insights; Foto: Pornhub
PornHhub veröffentliche jüngst die Insights; Foto: Pornhub

Traffic-Statistiken fand ich immer schon spannend. Besonders wenn es früher um meine Webprojekte ging. Seit dem letzten Jahr verfolge ich, immer am Monatsanfang, gespannt den Trafficreport der Ruhrbarone.

Ein Highlight in Sachen Zugriffsstatistiken liefert regelmäßig das instinktorientierte Videoportal Pornhub der Firma MindGeek.

Die PR-Abteilung von MindGeek veröffentlicht regelmäßig die Pornhub-Insights:

Statistiken aus denen man Trends, Krisen und Events herauslesen kann:

Wenn Deutschland bei einer Fußball-WM spielt, geht der Traffic aus Deutschland spürbar nach unten.

Klar: Was gesucht wird, ist auch spannend – und teilweise belustigend.

Ich bin vermutlich einer der größten Fans dieser Statistiken.

Pornhub veröffentliche jetzt die aktuellen Insights, aus denen man das weltweite Nutzungsverhalten während des Covid-19-Shutdowns herauslesen kann.

Diese Daten sind nicht uninteressant. Spoiler: Suchbegriffe wie „Corona“ und „Covid-19“ sind bei deutschen Nutzern nicht sonderlich beliebt (Im Gegensatz zu Nutzern aus anderen Ländern!) und die Zugriffszahlen sind nur leicht – trotz Shutdowns – angestiegen.

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DFB-Elf über weite Strecken von Spanien vorgeführt – und viele Medien feiern sie dafür?

Bundestrainer Joachim Löw im Einsatz. Quelle: Wikipedia, Foto: Danilo Borges/copa2014.gov.br, Lizenz: CC BY 3.0

Man mochte seinen Augen und Ohren gestern eigentlich gar nicht so recht trauen. Da wird die von Jogi Löw verantwortete Deutsche Fußballnationalmannschaft beim Testspiel in Düsseldorf über weite Phasen des Spiels von der Auswahl Spaniens vorgeführt, und die überwiegende Mehrheit der Mainstream-Medien feiert das am Ende glückliche 1:1 im Anschluss wie eine mit Bravour bestandene Meisterprüfung.

Wenige Wochen vor dem Beginn der viel kritisierten Fußballweltmeisterschaft in Russland lieferten sich beide Teams unzweifelhaft zwar einen über weite Phasen recht unterhaltsam anzuschauenden offenen Schlagabtausch, offenbarten jedoch zugleich noch immer etliche eklatante Mängel und Defizite. Die DFB-Auswahl, die an diesem Freitagabend bekanntlich nicht nur als Gastgeber sondern eben auch als Titelverteidiger auf das Feld in der Landeshauptstadt von NRW lief, profitierte im Rückblick ganz klar davon, dass ihre Gäste es versäumten die Begegnung vorzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Am Ende kam die Löw-Truppe durch einen wahren Glücksschuss von Thomas Müller vor 50.653 Zuschauern im ausverkauften Düsseldorfer Stadion so noch zu einem insgesamt schmeichelhaften 1:1-Ausgleich. Die überaus positiven und wohlwollenden Kommentare in vielen Medien im Nachgang erscheinen hierfür jedoch merkwürdig und gänzlich unangemessen.

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#EM2016: Und plötzlich läuft das Turnier – Besonders Deutschland, Island und Italien sei Dank!

Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Manchmal muss man offenbar nur mal kräftig meckern, und schon wird man auch erhört. Nein, mal ganz im Ernst, dass es bei der Fußball-Europameisterschaft nach zunächst äußerst zähem Beginn, selbst zu Beginn der ersten Achtelfinalspiele ja noch, nun zuletzt seit Sonntag vergleichsweise unterhaltsam zugegangen ist, das wurde doch auch wirklich allerhöchste Zeit!

Die Spiele Vier bis Acht der ersten KO-Runde konnten so doch zumindest teilweise noch für manch eine zähe Veranstaltung zu Turnierbeginn ein Stück weit entschädigen. Vorbei plötzlich das teils unwürdige Ballgeschiebe der Vorrundenspiele, endlich deutlich mehr Engagement und auch attraktive Offensivszenen.

Und zum Glück überzeugte dabei eben auch längst nur die DFB-Auswahl bei ihrem überraschend klaren 3:0-Erfolg gegen die Slowakei am Sonntag, auch die Spiele der Italiener, Belgier, und Isländer machten zuletzt richtig Lust auf die ab Donnerstag nun anstehenden Viertelfinalspiele der EM in Frankreich.

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Triple-Wahnsinn: Wenn einem selbst der erfolgsverwöhnte FC Bayern München leidtun kann

Trotz all der Erfolge ein 'Gescheiterter'?`Pep Guardiola. Quelle Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Trotz all der Erfolge ein ‚Gescheiterter‘?`Pep Guardiola. Quelle Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wenn der große FC Bayern München so spektakulär und unglücklich scheitert wie am gestrigen Abend im UEFA Champions League-Halbfinale gegen Atletico Madrid bekanntlich geschehen, als man zwar das Rückspiel in München knapp mit 2:1 gewann, aufgrund der Auswärtstorregel nach dem 0:1 im Hinspiel aber trotzdem aus dem Wettbewerb vorzeitig ausschied, dann kommt man selbst hier im Revier nicht darum herum, sich damit noch einmal einmal etwas näher zu beschäftigen.

Und gerade auch in Zeiten in denen ein Mats Hummels seinen Wechselwunsch vom BVB in Richtung Isar ja ganz klar artikuliert hat, da fragt man sich zudem: ‚Mats, willst Du Dir das so wirklich antun?‘

Das kommt also dabei heraus, wenn nur noch der Gewinn des Triples für einen Verein zählt, wenn der Gewinn der Meisterschaft und des Pokalwettbewerbs nicht mehr als wirklicher Erfolg gefeiert werden, als eine Art Selbstverständlichkeit quasi schon ‚erwartet‘ werden.

Nach dem dritten ‚Aus‘ im Halbfinale der Champions League in Folge, witziger Weise gegen den dritten spanischen Verein in Reihe, da muss man sich als Bayern-Trainer dafür offenbar schon kleinlaut entschuldigen. Ist das so wirklich erstrebenswert?

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‚La bestia negra‘ am Ende dann doch nur ein Schmusekätzchen

Das Stadion in Barcelona. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Das Stadion in Barcelona. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Verfolgt man das aktuelle Fußballgeschehen regelmäßig, dann kommt man natürlich auch am gestrigen Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern München (in Spanien als ‚Angstgegner‘ ehrfurchtsvoll ‚La bestia negra‘ („Die schwarze Bestie“) genannt) nicht vorbei. Eine Partie, welche bei jedem Fußballfreund weltweit schon von der reinen Papierform her große Vorfreude auf einen echten Klassiker des Weltfußballs weckt. Gestern jedoch waren die Vorzeichen eigentlich weniger günstig. Zu ersatzgeschwächt schien der deutsche Meister die Reise nach Spanien angetreten zu haben.
Und auch wenn Bayern Trainer, Pep Guardiola, für den persönlich das Spiel in Barcelona eine Reise in die eigene Vergangenheit bedeutete, sich offiziell nie über die vielen Ausfälle beklagt hat, waren die Aussagen vieler Bayern-Fans vor der Begegnung ungewohnt defensiv. Man wolle doch gerne möglichst ein Auswärtstor erzielen, möglichst nicht zu hoch verlieren, um dann im Rückspiel nächste Woche in der bayerischen Landeshauptstadt noch immer eine Chance auf ein Weiterkommen zu haben, den Weg zum Endspiel in Berlin, doch noch erfolgreich bestreiten zu können.
Doch das Spiel am Mittwoch verlief dann zunächst über weite Phasen widererwartend positiv für die Deutschen.

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WM: Vom Dominator zur Lachnummer – Spanien ist schon raus

Die Sieger 2010. Quelle: Wikipedia, Foto: Anthony Stanley, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Ein Bild aus glücklicheren Zeiten für die Spanier. Quelle: Wikipedia, Foto: Anthony Stanley, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Wer hätte das ernsthaft gedacht? Kaum eine Woche ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gespielt, und schon ist der Titelverteidiger aus Spanien chancenlos das Achtelfinale zu erreichen. Nach der Auftaktniederlage gegen die Niederlande setzte es gestern Abend eine weitere Niederlage. Das Turnier hat damit seine erste große Überraschung erlebt.

Beim 0:2 gegen Chile wirkte die prägende Mannschaft der letzten Jahre, welche nicht nur den Weltmeistertitel 2010 gewinnen konnte, sondern auch die Europameistertitel in den Jahren 2008 und 2012 gewinnen konnte, erschreckend ideenlos. Das vorzeitige  ‚Aus‘, mit bereits 7 Gegentoren nach nur zwei Spielen, war nun die irgendwie konsequente Folge.

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WM: Alle 32 Teams inzwischen im Turnier – Was haben wir bisher gesehen?

Rund um den 'Zuckerhut' messen sich aktuell die 32 besten Fußballnationen der Welt. Quelle: Wikipedia, Lizenz: Gemeinfrei
Rund um den ‚Zuckerhut‘ messen sich aktuell die 32 besten Fußballnationen der Welt. Quelle: Wikipedia, Lizenz: Gemeinfrei

Noch nicht einmal eine volle Woche hat es gedauert. Jetzt sind alle 32 teilnehmenden Teams in die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gestartet. Als Fernsehzuschauer droht manch einem Fußballfreund hierzulande sicherlich bereits leichter Leistungsabfall durch Reizüberflutung und leichten Schlafentzug.

Zeit also, auch hier bei den Ruhrbaronen, mal einen ersten Blick auf das große Ganze, auf das sportlich bisher Erlebte zu werfen. Was ist bisher hängegeblieben?

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#weareallmonkeys: Beeindruckende Welle der Solidarität mit Fußballprofi nach rassistischer Attacke



Am Wochenende sorgte ein gekonnter Konter auf eine dumpfe rassistische Aktion in Spanien für viel Furore. Der Brasilianer Dani Alves vom FC Barcelona wurde von einigen Unverbesserlichen mit einer Banane beworfen. Er reagierte ‚cool‘, aß die auf ihn geworfene Banane in Windeseile auf, bevor er das Spiel fortsetzte.

Im Anschluss daran solidarisierten sich Menschen auf aller Welt mit dem Kicker. Unter #weareallmonkeys posteten hunderte mehr oder weniger Prominente in den sozialen Netzwerken Bilder, die sie mit einer Banane zeigen, als Symbol der Solidarität.

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