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Traurige Corona-Bilanz: 81.158- Ein ganzes Westfalenstadion voller Toter

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Laut der offiziellen Zahlen des RKI betrug die Anzahl der an oder mit Corona verstorbenen Personen am gestrigen 23. April exakt 81.158. Seit vielen Wochen und Monaten wird darüber diskutiert, ob die Pandemie denn wirklich so harte Maßnahmen erforderlich macht, wie wir sie alle gemeinsam seit dem vergangenen Frühjahr in unterschiedlichen Intensitätsstufen durchlaufen müssen.

Gerade in diesen Stunden ärgern sich viele über die abermaligen Verschärfungen der Bundesregierung. Auch ich mag diese Einschränkungen nicht, selbst wenn ich in der glücklichen Lage bin als Single, ohne Kinder, mit Garten und seit jeher einem Homeoffice-Job davon nicht in dem Maße betroffen zu sein, wie manch ein anderer unserer Leser hier.

Und doch klingelte mir in Anbetracht der Zahl 81.158 das Ohr. Denn diese Zahl, sie bedeutet mir etwas.

Heute ist bekanntlich Samstag. Die Bundesliga spielt. Früher bin ich an solchen Tagen regelmäßig ins Dortmunder Westfalenstadion ‚gepilgert‘ um mir ein Spiel des BVB anzusehen. Und in das dortige Stadion passte eben ziemlich genau diese Menge an Zuschauern.

Diese früher dort versammelten gut 81.000 Menschen lagen mir immer schon sehr am Herzen. Seit meiner Kindheit war ein Besuch im Stadion in Dortmund für mich immer ein Highlight der Woche. Unzählige schöne Stunden und Tage verbrachte ich gemeinsam mit den anderen Menschen in meinem ‚Wohnzimmer‘.

Und auch wenn es einst etwas weniger wahren, die darin Platz fanden, sind es eben jene gut 81.000, die die Borussen weltweit in den vergangenen Jahren repräsentiert haben und den Klub bei den Heimspielen sprichwörtlich zum Leben erweckten. Aktuell fehlen sie. Schon viel zu lange. Fans dürfen die Auftritte der Dortmunder derzeit nicht mehr vor Ort verfolgen.

Wenn ich die Zahl der Corona-Toten in Deutschland jetzt kurz gedanklich in das Westfalenstadion übertrage, mir vorstelle, dass alle Zuschauer von einst jetzt tot wären, es ist eine grausame Vorstellung. Und auch wenn ihr jetzt vielleicht denkt ‚was konstruiert der sich da für einen Mist zusammen‘, ganz so abwegig finde ich diese Gedankenspiele nicht.

Denn auch die landesweit verstorbenen 81.158 fehlen ja ihren vielen Freunden und Angehörigen.   81.158 Schicksale, die nicht länger anonym bleiben, wenn man die Leute kennt, wenn sie einem etwas bedeuten, so wie mir eben auch meine altvertraute ‚BVB-Familie‘. Auch wenn der Vergleich der Stadionbesucher zu persönlichen Freunden und engen Familienangehörigen hinken mag, alleine diese Vorstellung reicht bei mir aus, um mich keinesfalls leichtfertig über die vielen, viel zu vielen Corona-Toten in Deutschland und aller Welt sprechen zu lassen, das durch die Pandemie ausgelöste Leid irgendwie kleinzureden.

Vielleicht sollte der eine oder andere Corona-Leugner oder –Kritiker sich auch einmal klarmachen, wie viele traurige Schicksale sich hinter der Zahl 81.158 verbergen….

Ein Blick in das riesige, leere Westfalenstadion kann dabei helfen!

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20 Kommentare zu “Traurige Corona-Bilanz: 81.158- Ein ganzes Westfalenstadion voller Toter

  • #1
    ccarlton

    Nur zur Information: Im Jahr 2020 hat es lediglich eine leicht erhöhte Übersterblichkeit gegeben. Es ist also nicht so, daß Corona massenhaft Menschen dahin gerafft hat, die sonst noch leben würden. Es sind fast ausschließlich Menschen verstorben, die entweder sehr alt waren oder schwere Vorerkrankungen hatten und die schon vor 2020 an und mit Atemwegserkrankungen verstorben sind. Damals allerdings von der Öffentlichkeit unbeachtet.

    https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html?seite=all

  • #2
    DAVBUB

    @ Autor: "Vielleicht sollte der eine oder andere Corona-Leugner oder –Kritiker sich auch einmal klarmachen, wie viele traurige Schicksale sich hinter der Zahl 81.158 verbergen…."

    Die Wortwahl sagt einiges aus: Corona-Leugner oder –Kritiker. Die paar zehntausensend Leugner mit den Kritikern an den Maßnahmen in einem Wort zusammenzufassen, entspricht genau der Haltung, die die Gesellschaft spaltet. Ich bin kein Coronaleugner, gleichwohl kritisiere ich die Verantwortlichen in Politik, Medien und Verwaltung:
    Den ersten fällt kein Mittel ein außer der Repression der Bevölkerung mit allen unschönen Begleiterscheinungen. So treten mittlerweile die Hilfspolizisten vom Ordnungsamt rein optisch auf wie die echte Polizisten inklusive Schlaghandschuhen, Handschellen u.-knebeln.
    Und sie verhalten sich auch so.
    Die große Masse der zweiten singen und sangen weitesgehend jeder Kritik abhold das Lied der Regierung. Von der Dauereinblendung von #wirbleibenzuhause über die wortgleiche Übernahme der verschiedenen Regierungsframes (Impfnationalisten, Coronakritiker, Wellenbrecher, Lockdown-light, Ausgangsbeschränkung statt -sperre etc.) bis zur journalistischen Selbstverstümmlung von Anne Will als Stichwortgeberin der Kanzlerin.
    Die Verwaltungen zuletzt tun das, was sie immer tun: Ihre eigene Existenz rechtfertigen durch möglichst komplizierte, arbeits- und beratungsintensive Umsetzung der politischen Vorgaben. Den Menschen, die nicht in gutdeutscher Nibelungentreue der Regierung folgen und andere Wege für möglich halten, indirekt Herz- oder Empathielosigkeit zu unterstellen, mag sich gut anfühlen. Sie werden auch viel Beifall von "der richtigen Seite" erhalten. Dennoch ist es im besten Fall schlicht falsch, im schlimmsten infam.

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @DAVBUB #2: Das Zitat war "Vielleicht sollte der eine oder andere Corona-Leugner oder –Kritiker sich auch einmal klarmachen…." Bitte bei der Abarbeitung daran auch entsprechend beachten! Danke!

  • #4
    WALTER STACH

    Robin,
    "gut so",
    daß Du im Getümmel der Corona-Leugner, der sog. Querdenker -welch blödsinniger Begriff, aber auch angesichts der schauspielenden "Nicht ganz dicht" Aktivisten und der auch bei den Ruhrbaronen unentwegt und unverzüglich gegen Alle in Gesellschaft und Staat zu Felde ziehen, die sicjh im Kampf gegen die weltweit wütenden Pandemie befinden.

    mit dem Hinweis auf die bisherigen Zahl der sog. Corona-Toten in Deutschland daran erinnerst, worum es hier und jetzt letztendlich geht, nämlich um Leben und Tod
    .
    In diesem Sinne ergänzen ich die von Dir genannten Zahl der sog. Corona-Toten in Deutschland mit dem Hinweis auf die bisher .3. o76.484 Corona-Toten weltweit.

    All diese Toten begegnet "man " zunehmend mit Hohn, Spott, Satire, und Relativierungen aller Art in einem Ausmaß an Respektlosigkeit den millionen Toten gegenüber und letztendlich auch gegenüber allen Lebenden weltweit, der sich tagtäglich mehr oder weniger vom Tod durch das sog. Corona-Virus bedroht fühlen, besser wohl bedroht fühlen müssen!
    Erbärmlich!

  • #5
    ingenhorst

    es geht um leben und tot. immer.
    herz/kreislauf tote in deutschland p,a.: circa 340.000 (4x westfalenstadion)
    krebs: 230.000 (2,8 x westfalenstadion
    folgen des tabakrauches 120.000 (1,5 x westfalenstadion)

  • #6
    Wolfram Obermanns

    Wenn ich als Skeptiker der vertretenen Coronaregelungen Coronakritiker bin, sind die Befürworter dann "Coronafans"?
    Ist man als Coronafan ein Mörder?
    Nach der Logik mit der Coronafans Coronaskeptiker beurteilen, könnte ich das – wie schon allein diese Bezeichnung suggeriert. Denn meiner Überzeugung nach hat eine verfehlte Coronapolitik unnötig viele direkt der Epidemie geschuldet Menschenleben gekostet und mittelbar noch viel mehr verlorene Lebensjahre (Years of Life Lost (YLL)) durch versenkten Wohlstand, verloren Bildung und untersagte soziale Bindung zu verantworten.
    Im Gegensatz zu Coronafans weiß ich aber, mit solchen Formulierungen und einer derartigen Diskussionskultur erreiche ich inhaltlich rein gar nichts. Erst recht, wenn ich weiß, eine epidemische Lage ist volatil, dynamisch und nichts auf längere Sicht sicher – ich brauche dringend die Gegenposition. Nur eine immer wieder stattfindende Überprüfung einmal getroffener Annahmen kann erlolgreich sein. So gesehen wären Coronafans wie Coronaleugner dann vor allem mal dies: faul, schlampig, nachlässig und unhygienisch.

    Was aber wirklich blöd ist, ist der Umstand, daß Coronafans wie Coronaleugner auch sonst Fans und Leugner von allem möglichen, also praktisch nie argumentativ erreichbar sind. Dies prägt den Zustand öffentlicher "Debatte" oder realistischer des öffentlichen Geschreis des Pöbels – des Onlinepöbels, des Medienpöbels, des Politpöbels, des Ökopöbels, des Wirtschaftspöbels…, der im Shitstorm vereint ziemlich braun daher kommt.

    Aktuell kann ich Liefers Position also insofern teilen, als daß zu jedem Argument gegen die verfolgte Strategie nie mehr als ein "aber die Toten" und "Nazi" folgt. Man tut so, als habe das Gegenüber inhaltlich nichts beigetragen.
    De facto ist die Debatte, weil das herrschende Vorgehen als alternativlos hingestellt wird, verweigert.
    Dabei sarkastisch oder ironisch zu werden, hilft erstmal nix, kann aber vielleicht den intelektuell dünnen Panzer der Coronafans und -Leugner durchbrechen.
    Ausgerechnet aus der WDR-Redaktion kam inzwischen ein tatsächlich kritische Stimme:
    https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-854307.html?fbclid=IwAR3EE5VjMHCXEyulOBMpfV3YD5E7IXzJmAPdiuYjEmTwW32z3onrEuGreo8
    (Danke Arnold für den Hinweis an anderer Stelle.)
    Es besteht immer noch Grund zur Hoffnung, zunächst mal bei den "Coronafans" als leichteren Fällen.

  • #7
    Helmut Junge

    Erstens, Impfstoff ist im letzten Sommer NICHT(!) bestellt worden. Darum gibt es jetzt und in nächster Zukunft immer noch Tote. Hätten wir in den letzten Monaten ausreichend Impfstoff gehabt, gäbe es diese Toten nicht.
    Zweitens, diese Bundesregierung Regierung ist keine linke Regierung, auch wenn viele "Linke" das zu glauben scheinen.
    Nein, links ist sie nicht. Ich verstehe nicht, wieso so viele angebliche Linke das nicht kapieren.
    Weil diese Regierung nicht links ist, darum kommt Kritik an dieser Regierung auch nicht zwangsläufig von rechts, sondern auch von links.
    In der jetzigen Siuation, ohne ausreichendem Impfstoff, sind wir der Seuche komplett ausgeliefert. In dieser Phase wüßte ich auch keine bessere Maßnahme als einen Lockdown. Ich halte mich daran. Aber Leute, die diese Regierung kritisieren, als rechts zu bezeichnen, oder auch nur mit dem blöden Wort "Coronagegner, bzw. kritiker" trifft gar nichts. Politisch betrachtet ist das nur die Rechtfertigungsantwort der Regierung. Wenn Regierungen in der Kritik stehen, reagieren sie oder ihre Vertreter oft so polemisch. So geht halt Politik weltweit, in Deutschland nur etws feiner als in USA.

  • #8
    DAVBUB

    @ Autor: Wenn Sie von …dem einen oder anderen Coronaleugner oder -Kritiker… schreiben, stellen Sie beide auf eine Stufe. Das sind jedoch zwei komplett unterschiedliche Gruppen mit eigenen Denkansätzen.

  • #9
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @DAVBUB: Natürlich sind das unterschiedliche Gruppen. Aber beide eint, dass Teile von ihnen einmal darüber nachdenkeken sollten, dass über 81.000 Tote doch eine gewaltige Anzahl sind. Und genau das habe ich geschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • #10
    ingenhorst

    Natürlich geht es in dem Artikel um mehr. Es geht darum, eine Zahl zu emotionalisieren. Herr Söder hat damit angefangen, als er durch Covid jeden Tag ein Flugzeug abstürzen sah.

  • #11
    DAVBUB

    @ Autor: Glauben Sie denn wirklich, daß den Menschen, die Sie als Coronakritiker, ich als Kritiker des Regierungshandelns und Medienverhaltens bezeichne, das nicht tun? Daß dies bei den Leugnern so ist, da sind wir uns wohl einig. Bei den Kritikern ist das ist nur eine Behauptung Ihrerseits. Ich für meinen Teil sehe aber nicht nur die Menschen, die wegen Corona gestorben sind. Ich sehe auch die, denen wegen Corona Therapien gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die in den Altenheimen im Wortsinne an Vereinsamung sterben. Die sich umbringen, weil der Staat eine Situation geschaffen hat, in der Behandlung und Begleitung von psychisch Kranken oder Gefährdeten aus Angst vor dem Tod nicht mehr oder nur äußerst ungenügend möglich ist. Oder weil ihre ohnedies schwierige Lebenssituation wg. der staatlichen Maßnahmen einfach aussichtslos erscheinen. Die, denen die Existenzgrundlage vom Staat entzogen wurde, und die irgendwann keine Kraft mehr haben. Den Süchtigen, die, eigentlich clean, nach dem 1. Lockdown, dem Wellenbrecherlockwown, Lockdown-light, Sylvesterlockdown , Osterruhe und dem jetzigen aber wirklich -in Echt- tatsächlich letzten, harten Lockdown rückfällig werden, weil man diesen Irrsinn nüchtern nur schwer ertragen kann.
    Irgendwann in der Zukunft werden dazu Zahlen vorliegen, mal schauen, wie oft mit den ungenannten und vergessenen Opfern der Coronapolitik das Westfalenstadion zu füllen wäre.

  • #12
    ke

    Die Tragik wird erst richtig deutlich, wenn man die Statistiken genauer analysiert.
    https://ukw.fm haben es in der aktuellen Folge gemacht.
    Es ist jeder 50. Ü80 an Corona gestorben. Es gibt dabei erhebliche Unterschiede in den einzelnen Kreisen/Ländern.

    Ich kann immer noch nicht erkennen, dass bspw. die Hotspots konkret und großräumig in den Fokus geraten. Dann ist die Impfung extrem bürokratisch. Können Ärzte nicht sinnvoller eingesetzt werden? Die Beratungsgespräche haben viel Optimierungspotenzial. Kollegen aus dem Ausland berichten zum Teil von wesentlich schlankeren Prozessen, die sogar durchdigitalisiert sind. Es war fast 1 Jahr Zeit, das Impfen vorzubereiten. Ebenso hatten wir doch damit gerechnet, dass die Bevölkerungsschützer ein paar Notfallpläne haben.

    Ebenso zeigt sich, dass Deutschland in vielen Parametern einfach immer noch nicht internationale Standards erfüllt. Aktuell rettet Big Pharma und insbesondere Biontech/Pfizer uns den A. Natürlich hat auch die Politik inkl. der Genehmigungsbehörden etc. hier einen Anteil.

    Die Situation ist zum Verzweifeln. Politik zeigt sich weiterhin extrem langsam und ohne Ideen/Strategie.

  • #13
    ke

    @Robin Patzwaldt:
    Die eigentliche Katastrophe ist doch, dass bei uns das große Sterben erst in der 2. und 3. Welle begann, als nahezu alle Informationen über das Virus bekannt waren und viele Länder zeigten, was passiert, wenn man handelt wie unsere LandesfürstInnen.

    Wir haben einfach keinen Lerneffekt. Ich stelle mir da eher die Frage, wieso in vielen Fällen nicht auch Staatsanwälte ermitteln.
    Allein das Zögern in NRW ist mit riesigen volkswirtschaftlichen Verlusten und vielen Toten verbunden gewesen. Von totalen Ignoranten wie die Herren Hans und Kretschmer muss man dann noch absehen.

    Es hat doch auch Gründe, dass bspw. die CDU aktuell abschmiert. Da wurde auf breiter Front über das gesamte Führungspersonal versagt. Deshalb ist es auch so wichtig, die vielen Toten immer wieder zu visualisieren. Das gilt auch für die wirtschaftliche Entwicklung. Wir müssen gegen Asien und die USA bestehen. Da hilft es nicht, wenn man sich freut, dass man im internationalen Vergleich innerhalb der Top 50 in Sachen Impfungen ist.

  • #14
    thomas weigle

    Es werden auch weiterhin Menschen an Corona sterben, weil sie eine Impfung verweigern. Richtig ist natürlich, dass die Impfpolitik anfangs ein Desaster war und zumindest für die Südtribüne verantwortlich ist.

  • #15
    Arnold Voss

    Robin, der größte Killer auf dieser Welt ist die Armut. Auch in Deutschland. Warum habe ich hier noch nie von dir einen Artikel gelesen, der die diesbezüglichen Todeszahlen erruiert und in Stadien umrechnet? Weil diese Toten nicht zählen? Warum habe ich hier bei den letzten großen Grippewellen nie von dir ein Wort über Leben und Tod gelesen? Zählen die Toten bei dir erst ab mehr als 25000 pro Jahr? Oder zählen Grippetote weniger, weil Corona gefährlicher ist? Und warum nennst du nicht die Zahlen aller anderen an Krankheiten Verstorbenen? Zählen die nicht? Muss man ihnen nich gedenken? Trauert da Niemand drum?

  • #16
    ke

    @15 A Voss
    Wir sind seit Okt/November mit erheblichen Einschränkungen unterwegs. Dennoch hat sich in dieser Zeit Corona extrem verbreitet.
    Selbst die Grippe und Masern existieren als Nebeneffekt praktisch nicht mehr.

    Deshalb ist es wichtig, genau auf diese Opfer hinzuweisen, die insbesondere die alten Menschen treffen. Es ist jeder 50. Ü80 in kurzer Zeit an dieser Krankheit gestorben. In den Hotspots sind es mehr.

    Natürlich betrifft es hier auch eher die armen Menschen, die eben mit vielen Menschen in engen Häusern leben und oft auch Jobs haben, die Corona eher in die Familien treiben.

  • #17
    Arnold Voss

    @ KE
    Die Missachtung und Verhöhnung der Leidenden und Toten beginnt damit, dass nur eine Gruppe von ihnen zählt. Und seit über einem Jahr zählt fast täglich nur noch eine Gruppe. Finden sie nicht, dass das weit über eine notwendige Gefahrenwarnung hinausgeht?

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html

  • #18
    Walter Stach

    "Ihr habt eine Grenze überschritten -eine Schmerzgrenze all jener, die alles tun".

    Das sagen Ärztinnen und Pflegerinnen, die sich tagtäglich und rund um die Uhr bemühen, den "Corona-Kranken" zu helfen, namentlich den sterbenskranken Patienten auf den Intensivstationen -sh. dazu Bericht bei SPIEGEL-online.-

    Und mit "Ihr" sind für mich nicht nur die betr. SchauspielerInnen wegen ihrer unsäglichen Aktion angesprochen, sondern zudem alldiejenigen, die u.a. hier bei den Ruhrbaronen "einschlägig unterwegs sind"..

  • #19
    ke

    @17 A Voss:
    Wir haben keine kreative, pragmatische Politik und Verwaltung. Aktuell fehlen damit viele Optionen.

    Ja, Corona ist mit der Gefahr des exponentiellen Wachstum richtigerweise das zentrale Thema.

    Aktuell fehlt mir auch ein Plan B, falls es nicht mit dem Impfen klappt.

  • #20
    Arnold Voss

    @ Ke # 19

    Die Gefahr des exponentiellen Wachstums ist seit über einem Jahr allen bekannt. Sie muss nicht (mehr) täglich wiederholt werden. Sie wird auch nicht dadurch kleiner, dass man nur noch die Corona Toten zählt. Erst recht nicht, wenn man viele von ihnen hätte durch klügeres und schnelleres Handeln verhindern können.

    Auch den Pflegern und Ärzten auf den Inensivstationen geht es dadurch nicht besser. Wenn stattdessen dafür gesorgt worden wäre, dass sie selber mehr und ihre Arbeitsbedingungen erheblich besser wären, würde ihnen das mehr helfen.

    Der allergrößte Teil der Menschen in diesem Land braucht nicht länger Belehrungen und Gefahrenhinweise durch Todeszahlen die in Flugzeugabstürze und/oder Fußballstadien umgerechnet werden, sondern Impfungen rund um die Uhr. Das senkt auch die Todeszahlen am wirksamsten.

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