#1 | ke sagt am 26. März 2017 um 09:52 Uhr

Der Anstieg von 17 Prozent auf 18,4 Prozent Kinderarmut ist eher wenig entscheidend. Es geht hier, wenn ich die Werte im Netz suche, um den Anteil der Kinder, deren Familien Sozialleistungen beziehen.

Ist das richtig? Das sind Zahlen, bei denen diese kleinen Änderungen auch durch externe Effekte verursacht sei können und die eher indirekt auf Armut in D hindeuten.

Die eigentlich Katastrophe ist doch, dass es Städte wie Gelsenkirchen gibt, in denen fast 40 Prozent der Kinder Sozialleistungen beziehen. Fast 40 Prozent klingt dann auch dramatischer als gut ein Drittel für 38,5 Prozent, wobei beide Bezeichnungen richtig sind.

Wenn man dann noch berücksichtigt, wie wenig Aufstiegschancen das System in D im Durchschnitt bietet, zeigt sich, dass dringend etwas getan werden muss, damit das Ruhrgebiet nicht dauerhaft zurückbleibt. Aber wenn alle arm sind, fällt es nicht so auf.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/fast-jedes-fuenfte-kind-in-nrw-lebt-von-hartz-iv-aid-1.6253481

Die SPD Konzepte wie bspw. die Verlängerung des Arbeitslosengeldbezugs sind hier wenig produktiv. Ältere Menschen werden bis zur Rente versorgt, evtl. profitieren noch ein paar Weiterbildungswerke. Die strukturellen Probleme werden so nicht gelöst.
Es ist dann doch gut, dass dank sozialer Gerechtigkeit demnächst auch die Reichen Kindergartenplätze kostenlos erhalten. Der kleine Mann wird dies zusätzlich zum Solardach gerne finanzieren.