157

Prominente BVB-Fans gegen Nazis und Gewalt im Stadion!

Westfalenstadion DortmundPünktlich zum emotionsgeladenen Derby am anstehenden Wochenende erreichte uns heute ein Aufruf, welchen wir unseren Lesern hier an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten möchten.Von unserem Gastautor Paul-Günther Baranowski

Als ARD Moderator Peter Großmann und Fritz Eckenga Ende des vergangenen Jahres einige Freunde und Kollegen zusammenriefen, um den satirischen Sportjahresrückblick „Klopp kommt nicht!“ im Dortmunder Fritz-Henßler Haus zu präsentieren, reifte der Plan ein deutliches Zeichen gegen Nazis im Westfalenstadion zu setzen. Mittlerweile haben sich viele BVB-Fans hinter dem Text versammelt, den Ruhrbarone.de hier exklusiv veröffentlichen:

Wir sind Fans!

Wir sind Fans des BVB 09! Wir sind es schon lange. Der BVB ist unser Verein. Er ist es unabhängig davon, ob er gerade Champions-League-Sieger, Deutscher Meister oder Tabellenzwölfter geworden ist.

Wir freuen uns riesig darüber, dass es in den letzten Jahren auf dem Platz so gut läuft. Wir mögen die Mannschaft und den Fußball, den sie spielt. Wir haben das Gefühl, dass Spieler, Trainer und Geschäftsführung des Vereins ziemlich genau wissen, welche Art von Fußball wir hier in Dortmund sehen möchten. Das macht uns großen Spaß.

Dieser Spaß wird uns allerdings immer öfter von einem Teil des Publikums versaut.

Wir wissen nicht genau, wie groß dieser Teil ist, aber wir wissen, dass Rechtsextremisten und Neonazis zur Fanszene gehören, bzw. den BVB und sein Umfeld als Aufmarschplattform missbrauchen. So wie zuletzt bei den gewalttätigen Angriffen auf BVB-Fanbeauftragte beim Spiel in Donezk. Dass es nach diesem unfassbaren Vorfall im Stadion deutlich sichtbaren Fanprotest gegen Nazis gab, hat uns sehr gefreut und ermuntert uns zu Wort zu melden.

Wir wünschen uns eine deutliche Positionierung des Vereins, der Spieler und aller Fans zu diesem Thema, denn wir wollen nicht zusammen mit Nazis den BVB unterstützen.

Wir wollen in keiner Straßenbahn mehr hören müssen, wie Leute in BVB-Trikots brüllen, dass sie eine U-Bahn nach Auschwitz bauen!

Wir wollen auch nicht mehr hören, wie Horden schwarz gelber Brüllaffen dem blau weißen Club aus Gelsenkirchen „Tod und Hass“ wünschen und es auch genau so meinen! Wir wollen auch nicht hören, dass sie den gegnerischen Torwart mit „Arschloch, Wichser, Hurensohn“, oder Spieler anderer Teams als „Scheißneger“, „Juden“ oder „Kanacken“ beschimpfen.

Wir sind keine Kinder von Traurigkeit, aber diesen ganzen Dreck wollen wir nicht! Und wir wissen, dass die große Mehrheit der Fans das auch nicht will.

Darum fordern wir alle Stadiongänger auf, Nazis und Hooligans deutlich zu zeigen, dass wir sie nicht im Stadion haben wollen!

Wir fordern den Verein auf, lauter und deutlicher gegen Nazis und deren Sympathisanten vorzugehen. Wir fordern, dass sich Präsidium, Geschäftsführung und sportliche Leitung unmissverständlich zu diesem Problem äußern. Wir wünschen uns, dass die Spieler der Mannschaft das auch tun. Wir fordern Norbert Dickel auf, deutlich zu machen, wer „die besten Fans der Liga“ sind und wer nicht. Es ist höchste Zeit, Klartext zu reden!

Wir sind nicht naiv. Wir wissen, dass das Nazi-Problem in Dortmund nicht dadurch gelöst wird, wenn auf dem Platz und auf den Tribünen dagegen Stellung bezogen wird. Das Stadion “unseres“ Vereins ist aber keine Bühne und kein Aufmarschplatz für Nazis. Mit denen haben wir nichts zu schaffen.

Wer de Aufruf unterstützen möchte, kann dies in den Kommentaren tun.

Wir sind Fans!

 

Initiatoren: Fritz Eckenga (Autor), Peter Grossmann (ARD-Moderator), Peter Freiberg (Autor/Musiker), Matthias Bongard (Journalist), Mathias Schubert (Künstler), Ulrich Schlitzer (Musiker), Peter Krettek (Musiker) und Thomas Koch (Autor/WDR-Moderator)

 

Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:

 

Joachim Król (Schauspieler) – Dietmar Bär (Schauspieler) – Olli Welke (ZDF-Heute Show) – Uwe Lyko (Herbert Knebel) – Jörg Thadeusz (Autor, Moderator) – Hans Leyendecker (Journalist) – Sabine Heinrich (Journalistin) – René Steinberg (Kabarettist) – Uwe Schulz (Journalist) – Michael Gantenberg (Autor) – Horst Hanke-Lindemann(Fletch Bizzel/Ruhrhochdeutsch) – Anna Planken (Journalistin/Moderatorin) – Jürgen Mayer (WDR2) – Lioba Albus (Kabarettistin) – Johannes Rotter (Regisseur, Autor u. Schauspieler) – Randi Crott (Journalistin) – Felix Meininghaus (Sportjournalist) – Sabine Brandi (Journalistin) – Günter Rückert (Geierabend)– Klaus Bittermann (Verleger) – Wiglaf Droste (Autor) – Fred Ape (Musiker) – Wim Wollner (Musiker) – Oliver Buschmann (Herr Walter) – Rainer Assion (Journalist) – Obel Obering (Der Obel) – Franz Altrogge (Journalist/WDR) – Stefan Laurin (Journalist) – Thomas Blachetzki (TV Produzent) – Frank Meier (WDR Redakteur) – Alexander Rettig (Autor) – Peter Pohl (WestCom) – Gabriella Wollenhaupt (Journalistin/Autorin) – Christoph Tiegel (Journalist), Susanne Nadolny (Autorin), Harald Köster (Musiker), Ellen Strauß, Werner Strauß, Wolfgang Schlitzer, Gabriele Grüning, Doris Reinelt, Ulrich Reinelt – Gregor Schnittker (Journalist/WDR) -Jens-Olaf Buhrdorf (WDR) – Bernd Huck (Seven Dead Cats) – Annette Kritzler (Borsigplatz VerFührungen) – Jürgen Schmiedeskamp (Jupp) – Hartmut Salmen (Borussia Commondale) – Claudia Luzar (Back UP Beratungsstelle für Opfer von rechter Gewalt) – Rudi Mika (Musiker) – Andrea Hitzke (Dortmunder Mitternachtsmission) – Christof Voigt (Journalist) – Klaus Wegener(Journalist) – Bert Baesgen – Martin Mausbach (Journalist) – Nick Wiggershaus – Ulrike Verhoeven – Ulrich Krampe – Heike Wulf – Thomas van de Kolk – Bernd Grothus – Paul G. van de Kolk – Dirk Jöhle – Wolfgang Ponwitz – Marlies Brinkmann – Paul Uebbert – Chris Böttcher -Walter Stephan – Hartmut Anders-Hoepgen – Sebastian Scharf – Madeleine Jupe – Christine Windfuhr-Koch – Dietmar Hastenrath – Ulrike Tripp – Peter Müller – Uwe Herdickerhoff – Ulla Illerhaus – Gerhard Schleiken – Gabriele Kraiczek – Klaus-Dieter Reese – Annette Buschmann – Martin Buschmann – Rainer Buschmann – Heike Himmel – Fred Buschmann – Angela Seemer – Sebastian Müller-Eckhard – Marco Schmidt – Klaus Kiesheyer – Kornelia Stiller – Uwe Giebeler – Dirk Petrol – Andreas Böhle – Rainer Timmermann – Reinhard Neuhaus ¬ – Sebastian Richter – Mario Krebs – Manfred Roden – Stefan Wiggershaus – Martin Steinmetz – Andreas Böhle – Ralph Kindel – Bodo Melenk – Julian Koch – Lothar Kraft – Michael Banos, Peter Schwering, Michael Wagener (Fa. Druckwerk) – Gabi Frommeyer – Jörg Beckmann – Reiner Grube – Annette Meininghaus – Sonia Brown – Ingo Müller – Wolfgang Goorkotte – Janosch Peltzer – Jochen Bösel – Jörg Broer – Thorsten Pfänder – Norbert Kranenburg – David Buchholz – Frauke Schumann (Fotografin) – Nicky Gebhard (Musiker) – Ulli Meier – Heike Mohr (Erzieherin) – Uli Möller (Weltbursche) – Peter Jureit – Cristian Schaefer – Peter Dudeck – Jana Wendland – Frank Bußmann (Journalist) – Patty Boine – Justus Moor – Martin Becker (Stadtplaner) – Gisbert Luig – Christiane Niemann (Journalistin) – Connie Wiemann – Birgit Blanck – Christian Tasche – Werner Reuter – Klaus Richter – Ulrike Freiherr-van Beek – A. Schröder – Silke Bojahr – Bernd Gieseking – Mario Januschewsku – Max Adelmann – Guido Friese – Oliver Volmerich (Journalist) – Thomas Lienenbröker – Barbara Müller (Regisseurin) – Carsten Kaluzny – Sandy Tibo – Jennifer Stränger – Jürgen Schulz – Eike Wagner – Erika Brinkmann – Gunnar Ramsfjell – Ulrike Märkel – Klaus Müller – André Janßen – Klaus van den Berg – Regina Hunke – Raimund Heubel – Astrid Cramer – Jörg Baran – Tom Mitra – Jens Wilper – Jenny Laura Bischoff – Frank Lindner – Wolfgang Gurowietz – Detlev Winkler – Carmen Rudolph – Sebastian Wagner – Herr/Frau Heimann – Wolfgang Matzel – Stefan Meissner – Michael Wienand – Wilhelm Holzhauer – Dirk Schulz – Sylvia und Rüdiger Hagenbucher – Benjamin Beckmann (Mitglied im Rat der Stadt Dortmund) – Elke Ströhmann – Martin Tönnes (Stellv. RVR-Regionaldirektor) – Petra Feldheim – Christiane Gruyters – Claus Heins – Lothar Büth – Sebastian Lasse – Mike Wendland – Manuel Unger – Andreas Beckmann – Jörg Darmochwal – Andreas Stiller – Philipp Becker – Wolfgang Büttner – Uli Rosenstock – Simone Tölle – Gerd Habermann – Friedrich Laker (Pfarrer) – Martina Plum – Sascha Kühlein – Karsten Haug (Dreifaltigkeitskirche – Ursprungsort des BVB) – Isabel Steinmann – (Herr/Frau?) Matta – Aki Hecking – Klaus Wemhöner – Voxe und Ulrike Schneider (Musiktheater Piano) – Pedda Seuß – Bernd Rummel – Sybille und Uwe Meyer – Richard Heinrich (Künstler) – Jessica Laffin –

 

RuhrBarone-Logo

157 Kommentare zu “Prominente BVB-Fans gegen Nazis und Gewalt im Stadion!

  • #151
    Uli Wahl

    Gewaltbereite sogenannte „Fans“ sind als Hohlschädel ein idealer Nährboden für faschistisches und nationalsozialistisches Gedankengut. Dinge die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben sollten werden immer präsenter und fordern die ganze Aufmerksamkeit um sie nachhaltig zu outen, zu isolieren und auf der Basis eines „demokratischen Rechtsstaates“ zu bekämpfen. Ich als bekennender Dortmunder mit jüdischen Wurzeln und natürlich BVB Fan ( auch zu 2-Liga-Zeiten) unterstütze diese Aktion von ganzem Herzen.

  • #152
    Anja Vogler

    Großartige Idee, dem ist nichts weiter hinzuzufügen. Danke für die Möglichkeit euch dabei zu unterstützen.

  • #153
  • #154
    Christoph Gehrmann

    Da bin ich dabei! – Das Leben ist bunt, kein Platz für braunes Gedankengut und für Gewalt!

  • #155
  • #156
    ben wilmes

    liebe mit-fans

    tolle aktion.auch ich alter sack bin seit frühester jugend bvb-fan, habe in dortmund meine ausbildung gemacht und insgesamt 5 jahre dort gelebt.
    im sauerland, wo ich geboren wurde, gab es eigentlich nur zwei vereine, denen man sein herz schenkte. die blau-weissen ( die ich gelegentlich um raul, huntelaar und draxler ein bisschen beneidet habe) und den grossen, wunderbaren, in den letzten 5 jahren himmelstürmenden bvb. da macht ein spieler im ersten spiel der neuen saison 3 (DREI) tore. zum verlieben. wie toll, dass es in afrika solche potentiale gibt und wir uns daran freuen können.
    und ein dortmunder türke zaubert in der nationalelf. toll.
    wie unfassbar dämlich und stumpf muss man sein um als nazi überhaupt ein stadion zu betreten ???
    als mitglied der „gesellschaft für christlich-jüdische zusammenarbeit“, als jemand, der zeit seines lebens ausländische freunde hatte und als fan eines grandiosen sports und einer grandiosen mannschaft finde ich es zum kotzen, dass man sich mit diesen spackos überhaupt beschäftigen muss.
    na ja, im stadion haben sie eben ein grosses publikum, da ist fussball interessanter als z.b. synchronschwimmen ( was diese sorte wahrscheinlich auch „voll schwul“ findet ).
    also zwingen sie uns, gegen sie aufzustehen.
    und das sollten so viele wie möglich tun.
    hoch lebe schwarz-gelb, bunt und von mir aus auch blau und weiss, aber nie und nimmer braun. igitt.

  • #157
    Elke Bannach

    Wir haben jetzt 2015, aber die Problematik ist nach wie vor aktuell. Wir möchten faire Spiele sehen und dabei darf das Stadion keine Plattform für Rechtsradikale und Rassisten sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *