
Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf zeichnet Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille 2026 aus. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin soll die Ehrung am 29. Oktober 2026 erhalten. Die Laudatio hält Michel Friedman.
Einsatz gegen Antisemitismus
Mit der Auszeichnung würdigt die Gemeinde Neubaurs langjähriges Engagement für jüdisches Leben und ihren Einsatz gegen Antisemitismus. In ihrer Ankündigung auf Facebook hebt sie besonders die persönliche Präsenz der Grünen-Politikerin nach dem 7. Oktober 2023 hervor.
Neubaur habe regelmäßig an Gedenkveranstaltungen teilgenommen, sich für die Freilassung der Geiseln eingesetzt und deren Angehörige zu Gesprächen empfangen. Mit der gelben Schleife habe sie ihre Solidarität mit den Geiseln und mit Israel sichtbar gemacht.
„Gerade in den vergangenen Jahren hat Mona Neubaur immer wieder gezeigt, dass Solidarität nicht bei Worten enden darf“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Oded Horowitz. Er bezeichnet Neubaur als „eine wahre Freundin der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf“.
Solidarität in Düsseldorf
Ein Beispiel für dieses Engagement dokumentierten die Ruhrbarone bereits im Bericht über die Solidaritätskundgebung vom 28. April 2024 in Düsseldorf. Neubaur sprach dort über ihren Besuch in Israel, den Alltag unter der Bedrohung durch Raketenangriffe und die Verantwortung, sich für die Freilassung der Geiseln einzusetzen. Bei dieser Veranstaltung entstand auch das Foto zu dieser Meldung.
Die Josef-Neuberger-Medaille wird seit 1991 an Personen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit verliehen, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Namensgeber ist der frühere nordrhein-westfälische Justizminister Josef Neuberger. Preisträgerin im Jahre 2023 war Agnes-Marie Strack-Zimmermann und Armin Laschet im Jahre 2024.
Zur diesjährigen Ehrung wird der Publizist, Jurist und Philosoph Michel Friedman die Laudatio auf Neubaur halten.
Einloggen, um Themen zu beobachten. Einloggen