Adopt a Revolution: Syrien – Überleben und Zukunft im alltäglichen Grauen

Die Zahl der Toten hat in Syrien die Hunderttausend längst überschritten und der Westen schaut tatenlos zu, wie die demokratischen Kräfte vom Assad-Regime und den Fundamentalisten gleichermaßen abgeschlachtet werden. Über den Bürgerkrieg in Syrien berichten am Donnerstag Elias Perabo von der Kampagne „Adopt a Revolution“ und Yamen Abou Oun von der Syrien-AG des Flüchtlingsrats NRW im Bahnhof Langendreer.

Syrien – Überleben und Zukunft im alltäglichen Grauen, Donnerstag, 24. April, 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Bochum

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5 Kommentare

  1. #1 | Chaos sagt am 23. April 2014 um 18:33 Uhr

    Gerade überlegt das Finanzamt adopt a revolution die Gemeinützigkeit zu entziehen, weil ihre Arbeit „politisch“ sei… z.B. Schulprojekte, die Unterstützung von lokalen Kommites und Studierenden Netzwerken…

  2. #2 | der, der auszog sagt am 23. April 2014 um 21:13 Uhr

    Die Deutsch Arabische Gesellschaft sammelt derzeit Unterschriften für eine Petition, in der sie den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auffordert, für die hilfesuchenden Menschen in Syrien eine internationale Luftbrücke einzurichten und Hilfsgüter an die türkisch-syrische Grenze, in den Libanon und nach Jordanien zu transportieren.

    Nähere Infos sowie die Möglichkeit diese Petition zu unterschreiben findet ihr unter folgendem Link:

    https://www.change.org/de/Petitionen/sicherheitsrat-der-vereinten-nationen-sos-syrien-stirbt-internationale-humanit%C3%A4re-luftbr%C3%BCcken-f%C3%BCr-syrien-2

  3. #3 | keineEigenverantwortung sagt am 23. April 2014 um 22:42 Uhr

    Es ist gut, dass der Bürgerkrieg immer wieder angesprochen wird, da er in den Medien überwiegend ignoriert wird. Die Weltpolitik zeigt ihre Unfähigkeit. Gewalt setzt sich auch im Jahr 2014 durch. Die Presse verzichtet überwiegend darauf, die Unfähigkeit der Politik friedliche Lösung herbeizuführen anzusprechen.

    Dass auch junge Bürger aus der EU in dem Krieg mitmischen, scheint die Behörden auch nicht ernsthaft zu interessieren (z.B. Medienberichte über 2 Schülerinnen aus Wien). Es ist eine Verdrängung in allen Bereichen.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso ausgerechnet eine Luftbrücke gefordert wird (Kommentar 2). Hilfmaterialien sollten doch über die Nachbarländer deutlich einfacher mit dem Schiff in Kombination mit LKW geliefert werden können. Gibt es hierzu Details?

  4. #4 | der, der auszog sagt am 23. April 2014 um 23:36 Uhr

    @keineEigenverantwortung #3

    so wie ich die Petition verstehe, geht es um die Versorgung notleidender Bürgerkriegsflüchtlinge. Alleine für das türkisch-syrische Grenzgebiet wird in dem Text der DAG von 38 unorganiserten Flüchtlingslagern geredet. Ich vermute diese Lager in derselben entlegenen kurdische Region um Al-Hassakeh im Norden und Nordosten Syriens, die bereits im Februar mit einer Luftbrücke versorgt werden musste. Damals war der Landweg für Hilfstransporte zu gefährlich und daran wird sich vermutlich bis heute nichts geändert haben.

    Weitere Infos zu der im Februar vom UN World Food Programme organsierten Luftbrücke findest Du auf deren Internetseite:
    https://de.wfp.org/neuigkeiten/pressemitteilungen/wfp-luftbr%C3%BCcke-erreicht-hungernde-im-nord-osten-syriens

  5. #5 | Alreech sagt am 24. April 2014 um 03:55 Uhr

    Ein Schiff ? Syrien ist nicht Gaza ! Ein Schiff oder gar eine ganze Hilfsflotte ist deswegen absolut unnötig, auch wenn die Hisbollah im Libanon und die russische Marine in ihrem Syrischen Stützpunkt ganz sicherlich beim Entladen der Schiffe helfen würden.

    Im übrigen ist Syrien auch ein gutes Beispiel für friedliche Problemlösungsstrategien.

    Bislang hat der UN-Sicherheitsrat keine Anwendung von Gewalt gegen Syrien legitimiert, und anders als 1999 im Kosovo scheint auch die NATO nicht gewollt zu sein einen illegalen Krieg zu führen.
    Vermutlich weil es in Syrien – wie 1989 bis 99 auf dem Balkan – keine Ölquellen gibt.
    Die größte Gefahr für den Frieden in Syrien, ein NATO oder US Militäreinsatz unter dem immer nur Unschuldigen leiden und der doch nur zur Umsetzung von wirtschaftlichen Interessen dient, konnte bislang zum Glück durch die UNO verhindert werden.

    Auch eine Luftbrücke ist kritisch zu sehen. Eigentlich hat nur das Militär Personal und Flugzeuge die so eine Luftbrücke aufbauen können, und ihr Einsatz würde eine weitere Militarisierung der Aussenpolitk bedeuten und ist deswegen abzulehnen.

    Besser wäre es, wenn die Zivilgesellschaft vermehrt Anstrengungen zur friedlichen Beilegung des Konfliktes unternehmen würden.
    Leider wurde noch nicht alles unternommen.
    Maßnahmen könnten z.B. ein Solidaritätskonzert für das Syrische Volk sein. Präsident Assad und die Baath Partei würden sicherlich dabei behilflich sein so etwas in Damaskus zu organisieren.
    Auch eine Lichterkette oder das öffentliche aufhängen von PACE Fahnen sollte zumindest versucht werden.

    Leider ist auch die Beteiligung an den Friedensdemos auch weit unter dem was 1990 üblich war, als es darum ging den US-Angriff auf das vom Irak befreite Kuwait zu verhindern.

    Da gibt es also noch eine ganze Menge an Maßnahmen die man machen könnte, um den Frieden in Syrien zu retten.

    Allerdings gibt es auch wichtigere Themen, z.B. die NATO Aggression und der EU-Imperialismus in der Ukraine, über die auch so gut wie gar nicht berichtet wird.

    Dieses Posting kann Spuren von Zynismus enthalten.

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