„Was sich gestern vor dem WDR abspielte, hatte es seit Jahren in Köln nicht mehr gegeben“


Rund 100 Neonazis, Hooligans und extrem rechte „BürgerInnen“ demonstrierten vor dem WDR gegen das satirische Kinderlied. Angekündigt hatte die Kundgebung die Aktivistin „Myriam – die Stimme von Kandel“ „Omas und Opas“ die bei „Schnitzel und Eierlikör“ vor dem WDR auflaufen wollte. Von unserem Gastautor Karl Rosa.

Es kamen knapp 100 Teilnehmende zusammen, die vorgeblich den Ruf von „Oma und Opa“ verteidigen und das Liedgut bewahren wollten. Darunter reisten gewaltbereite und militante Hooligans von der „Bruderschaft Deutschland“ an, die Passant_innen und den Gegenprotest bedrohten und versuchten anzugreifen. Bis die Polizei vor Ort war, versuchten die Hooligans eine regelrechte Jagd durch die Innenstadt auf die anfangs recht kleine Gruppe des Gegenprotests. Teilweise per Livestream dokumentiert sind Rufe der Neonazis wie „Jagd sie!‘

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Mein Senf zu Weihnachten

 

Transport eines Weihnachtsbaums (1972) Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F038543-0006A / Mehmet, Sonal Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani

Geehrte Leser!

Auch auf die Gefahr hin, wieder mit dem Grinch oder den Taliban verglichen zu werden, so muss ich doch etwas loswerden: Ich feiere kein Weihnachten, ich feiere kein Weihnachten weil ich Jüdin bin. Klar gibt es auch Juden,  die Weihnachten feiern und gefeiert haben. Aber ich feiere kein Weihnachten, habe ich noch nie getan. Als ich in Tbilisi bei meiner Grossmutter gelebt habe, haben wir, wie damals im post-sowjetischen Raum üblich, «Novi God» (dt: Neujahr) mit Mandarinen, Kulebyaka und Salat Olivier gefeiert und später, als ich bei meinem

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Streit um J.K. Rowling: „Buntglitzernde Bullies schaffen ein Klima der Angst“

Von unserer Gastautorin Naida Pintul.

Twitteristan steht also Kopf, weil Rowling findet, dass eine Frau für ihre Haltung zu Gender ihren Job nicht verlieren sollte. At this point ist nicht einmal primär (!) relevant, ob man die Haltung dieser Frau teilt, also ob man denkt, dass das biologische Geschlecht änderbar ist oder nicht. Es wird von buntglitzernden Bullies ein Klima der Angst geschaffen, die eigene Existenzgrundlage entzogen zu kriegen, wenn man ihre Dogmen nicht wiederholt. Nun hat Rowling allerdings geschätzt schon eine Millarde Flocken mit ihren Büchern verdient, so dass diese Leute sie weder canceln noch ihr den Job abspenstig machen können, womit als letzte Maßnahme nur noch bleibt, sie misogyn zu beschimpfen, emotional zu erpressen und in

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  Kollegah und der schnöde Mammon

Kollegah Foto: Pistenwolf Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani

Geehrte Leser!

Für Sie ist es sicher kein Geheimnis, das Kollegah und ich nie Freunde werden, unteranderem weil ich finde, dass jemand wie Kollegah, der so oft austeilt, auch einmal lernen sollte einzustecken. Heute berichte ich Ihnen über einen Fall, bei dem Herr Felix Blume, so heisst Kollegah nämlich bürgerlich, etwas einstecken musste: Er hat einen Prozess gegen den

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Tribalismus in der Ummah

Emirates Foto: Андрей Бобровский Lizenz: CC BY 3.0

Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani.

Geehrte Leser!

Das Thema des heutigen Beitrags ist der Tribalismus innerhalb der Ummah. Gesellschaften wie die Arabische sind extrem tribalistisch und das habe ich nicht aus irgendeinem obskuren Blog, sondern die These wird von seriösen Wissenschaftlern wie Mordechai Kedar vertreten. Aber Tribalismus ist nicht nur ein Problem innerhalb der arabischen Welt, sondern ist einer der Gründe, warum Somalia und Afghanistan inzwischen zu „failed states“ geworden sind und die beiden genannten Staaten sind nicht arabisch. Tribalismus ist auch einer der Gründe, warum es bis heute kein unabhängiges Kurdistan gibt. Auch die Kurden sind keine Araber. Aber der Fakt,

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Was wird aus der Labour-Partei nach dem Brexit?

Wahlkampfstand der Labour Party Foto: Philafrenzy Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die britische Labour-Partei ist gespalten. Die Blue-Labour-Bewegung hofft, dass einer Niederlage bei den Unterhauswahlen eine Neuorientierung folgt. Von unserer Gastautorin Sabine Beppler-Spahl.

Wenn am frühen Freitagmorgen in Großbritannien die Wahlergebnisse bekannt gegeben werden, dann wird sich der Blick besonders auf die Hochburgen der Labour Partei richten. In zahlreichen dieser Regionen, zu denen z.B. auch das „Black Country“ gehört, stimmte die Mehrheit 2016 für den Brexit. (In dem Ballungsgebiet Black Country, nördlich von Birmingham, dessen Namen an die Kohleförderung erinnert,  waren es sogar 67 Prozent.) Doch gerade hier muss die Partei, die mit dem Versprechen, ein neues Referendum abzuhalten, in den Wahlkampf gezogen ist, um jede Stimme bangen. Viele, so die Prognosen, wollen entweder die Konservativen (Tories) oder die Brexit-Partei wählen. Auch mit einer hohen Wahlenthaltung wird gerechnet, was ebenfalls keine gute Nachricht für Labour ist.

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Kriegsbeginn 1939 in der ostwestfälischen Provinz

Foto: Haller Kreisblatt/Haller Zeiträume

Da wir wissen, dass die Medien in den 1000 Jahren gleichgeschaltet waren, werden auch die Zeitungen im Ruhrgebiet und anderswo in „Großdeutschland“ ähnlich über die Sicherung der Ernährung berichtet haben wie das HALLER KREISBLATT(HK). Die Ernährungslage von 14-18, insbesondere der schlimme Hungerwinter 16/17 standen den älteren Volksgenossen noch allzu deutlich vor Augen.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Ein ähnliches Fiasko wollten die Nazis unbedingt vermeiden. Deshalb vermeldete das HK immer an prominenter Stelle die Erfolge an der Erntefront. Und tatsächlich war die Ernährung bis zum Kriegsende halbwegs gesichert, auch wenn die Zuteilungen kleiner wurden. Allerdings auch nur, weil aus den besetzten Gebieten,v.a.im Osten, ein rabiater Ernte- und Viehraub betrieben wurde.

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Christian Steiffen macht Dortmund zum Schlager-Olymp

Im Rüschenhemd, im Scheinwerferlicht, im FZW: Christian Steiffen. Foto: Johannes Hülstrung

Die „Ferien vom Rock ’n’ Roll“ sind lange vorbei. Und der einstige „Arbeiter der Liebe“ ist inzwischen zum „Gott of Schlager“ geworden. Für ein ganzes Wochenende steigt Christian Steiffen alias Hardy Schwetter von seinem Olymp und landet in Dortmund. Die zwei Konzerte im ausverkauften FZW sind eine amüsante Rückkehr in ein 70er-Jahre-Paralleluniversum. Von unserem Gastautor Johannes Hülstrung.

Christian Steiffen ist Schlager für alle, die Schlager blöd finden. Und besonders für Christian Steiffen persönlich, den man auch deshalb so mag, weil er sich selbst so mag. „Jetzt bin ich hier

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Buchvorstellung: Die Eisenbahn in Dortmund

Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Verlages DGEG.

Der DGEG-Verlag in Hövelhof hat sich erneut in einem überaus umfangreichen Werk mit einem Teilaspekt der Entwicklung des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet zu Wort gemeldet.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Im Mai 1847  erreichte nun auch Dortmund der „Dampfwagen“. Nun war DO per Schiene mit Köln,Belgien und Paris, nach dem Lückenschluss nach Minden ab Oktober 1847  u.a. mit Berlin,via Breslau gar mit Wien verbunden. Auch Stettin und die Ostsee, waren via Berlin zu erreichen. 1853 war Königsberg, noch über den Umweg Stettin, erreicht, 1860 war Basel in Schienenweite und nun konnte im Osten auch das Zarenreich auf der Schiene erreicht werden, wo in der russischen Grenzstation Wirballen auf Breitspurzüge umgestiegen werden musste.

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Westfalenhalle schüttelt für Seeed ihren Speck

Seeed bei ihrem Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle. Foto: Johannes Hülstrung

Lauter Bass, schwingende Hüften und einmal Gänsehaut mit Ansage: Schon im zweiten Monat in Folge gastiert Seeed in der Dortmunder Westfalenhalle. Die erste Tour nach dem Tod von Demba Nabé ist besonders emotional, aber weiterhin so tanzbar, wie man es von den Berlinern gewohnt ist. Das mobile Reggae-Sondereinsatzkommando beweist, dass es auch gegen Ende der Tour zum Album „Bam Bam“ noch lange nicht müde ist. Von unserem Gastautor Johannes Hülstrung.

Das gilt offenbar auch für einen Edelfan, für den die Show in der Westfalenhalle zwar eine von vielen, aber dann doch das Konzert seines Lebens war. Frontmann Pierre Baigorry alias Peter Fox verlässt schon beim ersten Lied „Ticket“ die Bühne. In der ersten Reihe hat er den

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