NRW-Wirtschaft fordert längeren AKW-Betrieb

Blick auf KKW Isar bei Nacht Foto: Uwekohlmaier Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die NRW-Wirtschaft äußert scharfe Kritik an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Atomkraftwerke nur als „Notreserve“ einzuplanen. „Es ist völlig klar, dass wir den Streckbetrieb der Atomkraftwerke brauchen“, sagte Kölns IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). Das sei notwendig, um die Strompreise nicht noch weiter steigen zu lassen. „Wer die A61 lang fährt und sieht wie die Braunkohlemeiler am Anschlag laufen weiß, dass wir keine andere Wahl haben, wenn wie die Menge an extrem teurem verstromtem Erdgas reduzieren wollen“, erklärte er.

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Bär: Rückforderung der Bundesmittel an documenta prüfen

Dorothee Bär (CSU) Foto: Christian Weber Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auf der documenta fifteen sind trotz Warnungen im Vorfeld über Monate hinweg mitten in Deutschland mehrere Objekte ausgestellt worden, die antisemitischen Inhalt erkennen lassen. Die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär, nahm mit Blick auf die schleppende Aufarbeitung der Vorfälle in Kassel nach einem persönlichen Austausch mit Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, wie folgt Stellung: „Es geht nicht nur um eines oder mehrere Werke mit antisemitischer Bildsprache, die auf der documenta gezeigt wurden, sondern um judenfeindliche Tendenzen im Kunstbetrieb im

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Fachtag „Antisemitismus im Wandel? Zwischen Israelhass und Verschwörungsmythen“ in Dortmund

Alex Feuerherdt Foto: Reclus Lizenz: CC0 1.0


Ein Fachtag in Dortmund setzt sich mit aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus auseinander und diskutiert Gegenstrategien.

Am 7. September 2022 findet im Dortmunder U der Fachtag „Antisemitismus im Wandel? Zwischen Israelhass und Verschwörungsmythen“ statt. Organisiert wird der Fachtag von der Stadt Dortmund, der Antidiskriminierungsberatungsstelle ADIRA der Jüdischen Gemeinde Dortmund, der Partnerschaft für Demokratie Dortmund, der Opferberatungsstelle Back Up, der Ausstiegs- und Distanzierungsberatungsstelle U-Turn und dem Projekt Quartiersdemokraten.

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Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ruhrgebiet ist in zehn Jahren um 16,1 Prozent gewachsen

Technische Universität Dortmund, Mathe Tower, ein von weitem sichtbares Gebäude mit rotierendem TU Logo Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0

Arbeitsmarkt im Wandel: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ruhrgebiet ist in zehn Jahren um 16,1 Prozent gewachsen. Das zeigt der Wirtschaftsbericht Ruhr 2021 der Business Metropole Ruhr GmbH, der in Essen vorgestellt wurde. Seit 2011 sind 250.540 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen worden. Insgesamt waren damit im letzten Jahr 1.809.054 Menschen im Ruhrgebiet sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

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Dokumentation: Ergebnis des Koalitionsausschusses vom 3. September 2022

Olaf Scholz (SPD), Foto: Roland W. Waniek

Die Bundesregierung hat heute folgende Maßnahmen bekanntgegeben, um die Auswirkungen von Energiekrise und Inflation abzumildern:

Deutschland steht zusammen.
Maßnahmenpaket des Bundes zur Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung und zur Stärkung der Einkommen.

Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine sorgt weltweit für steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise. Die damit verbundene Erhöhung der Lebenshaltungskosten wird für viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zunehmend zu einer großen Belastung. Niemand wird allein gelassen: Die bereits beschlossenen Entlastungsmaßnahmen in Höhe von 30 Milliarden Euro können einen Teil der steigenden Energiekosten abfedern. Die bisherigen Maßnahmen umfassen beispielsweise einen 100- Euro-Bonus pro Kind sowie den Sofortzuschlag in Höhe von 20 Euro monatlich für Kinder in der Grundsicherung, eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro, die Abschaffung der EEG-Umlage im Strombereich, einen höheren Arbeitnehmerpauschbetrag in der Steuer, eine höhere Fernpendlerpauschale, Heizkostenzuschüsse sowie das 9-Euro-Ticket und die niedrigere Energiesteuer auf Kraftstoffe.

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Nahverkehr in NRW soll in den nächsten Wochen stabilisiert werden

VRR – Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Foto: Roland W. Waniek)


Mit einem konkreten Maßnahmenpaket soll der Nahverkehr in NRW in den nächsten Wochen wieder stabilisiert werden. Darauf haben sich Nahverkehr Rheinland (NVR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit der Spitze von DB Regio verständigt.

Aufgrund von Krankheitsausfällen konnte DB Regio im Juli 2022 den Betrieb auf mehreren Linien nur noch eingeschränkt anbieten oder musste ihn gänzlich einstellen. Deswegen wurde den Verkehrsunternehmen nun ein Maßnahmenpaket vorgestellt, wie stufenweise die vertraglich vereinbarten Leistungen wieder in vollem Umfang erbracht werden können. Das Stufenkonzept sieht vor, nach und nach zum regulären

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Verlernen, leihen, produzieren – Bodo im September

Wir haben einiges produktiv zu verlernen, finden die Macherinnen des Favoriten-Festivals. Warum kaufen, wenn auch leihen geht?, fragt Dr. Najine Ameli von der Bibliothek der Dinge Bochum. Der Soziologe Aladin el-Mafaalani und der Polizeiforscher Thomas Feltes sprechen über das Vertrauen in die Polizei. Tafelforscher Stefan Selke sieht Utopiemüdigkeit in der Armutsbekämpfung. „GrünFrau“ produziert mitten in Hörde Gemüse für die regionale Versorgung.

Anne Mahlow, Margo Zālīte und Sina-Marie Schneller sind das neue Leitungsteam des Dortmunders Theaterfestivals Favoriten, das alle zwei Jahre die spannendsten Stücke der freien Szene in NRW bündelt und diesmal nach den Möglichkeiten eines produktiven Verlernens fragt.

Am 8. August stirbt der 16-jährige Mouhamed Lamine Dramé in der Dortmunder Nordstadt durch Polizeikugeln aus einer Maschinenpistole. Die Wut und Trauer in der Nachbarschaft zeigen die entkoppelten Erfahrungswelten: Wer weiß und nicht arm ist, erlebt Polizei als ansprechbar, hilfreich, oft als zugewandt. Besonders in migrantischen und nichtweißen Communities hingegen erodiert das Vertrauen.

Beamer, Einrad, Gartenschere: In der Bibliothek der Dinge Bochum stehen rund 2.000 Gegenstände zur Ausleihe bereit. Dr. Najine Ameli setzte hier ihre Forschung zur „Share Economy“, der Wirtschaft des Teilens jenseits von Schwimmbad, U-Bahn, Bücherei in die Praxis um.

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Wirtschaft warnt vor „Wohlstandsverlusten in unvorstellbarem Ausmaß“

Peter Adrian, DIHK-Präsident Foto: DIHK/PR

Die deutsche Wirtschaft hat ernüchtert und alarmiert auf die Ergebnisse der Klausur der Bundesregierung in Meseberg reagiert. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, vor „Wohlstandsverlusten in bislang unvorstellbarem Ausmaß“. Er fügte hinzu: „Die Krise ist da und verschärft sich mit enormem Tempo.“ So hätten sich die Strompreise am Terminmarkt verzwanzigfacht. „Das ist für viele Unternehmen geradezu dramatisch“, erklärte Adrian.

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Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet stieg im August stärker als jahreszeitlich üblich

Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im August 2022 sind im Ruhrgebiet insgesamt 257.904 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 4.738 weniger Menschen ohne Arbeit, was einer Abnahme von 1,8 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Juli 2022 stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 1.476 Menschen, was einem Anstieg um 0,6 Prozent entspricht. Hintergrund ist wie bereits im Vormonat die Erfassung ukrainischer Flüchtlinge. Zum Stichtag waren im August in NRW rund 38.500 aus der Ukraine geflüchtete Personen arbeitslos gemeldet.

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