Disruptor Award für das Theater Oberhausen

Theater Oberhausen (August 2012) Foto: Roger Weil Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für seine innovativen Formate beim digitalen Spielbetrieb während der Corona-Pandemie hat das Theater Oberhausen den „Disruptor Award“ beim International Ticket Business Forum in Manchester gewonnen. Das Haus überzeugte die Jury mit seiner integrierten Strategie aus Streaming, Ticketing und Live-Performance. Für den Preis nominiert waren Unternehmen, die die

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NRW kündigt „regional gerechte Verteilung“ der Windenergie an


Das Land Nordrhein-Westfalen will einige Regionen beim Ausbau der Windenergie weniger stark fordern. NRW-Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) kündigt eine „regional gerechtere Verteilung“ an, wie sie der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Freitagausgabe) sagte. Die Landesregierung werde für die Regionen im Land einzelne Flächenbeitragswerte erstellen. Gegenden, die heute schon viel Windenergie lieferten, wie zum

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Landeskriminalamt NRW rollt Langzeitvermisstenfälle seit 1967 neu auf

Das Landeskriminalamt NRW überprüft im Moment zusammen mit den 47 Kreispolizeibehörden des Landes Langzeitvermisstenfälle aus der Zeit von 1967 bis 2021.

Eine Sprecherin des LKA bestätigte dem Westfalen-Blatt, dass in den Akten nach Hinweisen auf Tötungsdelikte und Unglücke gesucht werde. „Wenn sich solche Ansätze ergeben, können die Vermisstenfälle von unseren Cold-Case-Ermittlern übernommen werden“, sagte Maren Menke.

In Nordrhein-Westfalen seien aktuell mehr als 1000 Menschen als Langzeitvermisste erfasst. „In 160 Fällen besteht konkret der Verdacht, dass die Vermissten Opfer einer Straftat oder eines Unglücks geworden sind“, erklärte die Sprecherin. „Fälle, in denen ein Tötungsdelikt nicht auszuschließen ist, werden als potentielle Cold Cases behandelt und mit der gleichen Intensität bearbeitet wie die bisher festgestellten Cold Cases.“

Das Landeskriminalamt hatte 2019 damit begonnen, eine Ermittlungsgruppe für ungeklärte Mordfälle, die sogenannten Cold Cases, aufzubauen. Die Ermittlungsgruppe gehe im Moment von insgesamt 1143 vollendeten und versuchten Tötungsdelikten aus, die seit 1970 in NRW nicht geklärt worden seien, sagte Menke. „151 dieser Fälle wurden bereits vor Einrichtung der Cold-Cases-Ermittlungsgruppe durch das LKA und die Kreispolizeibehörden bearbeitet.“ In 653 weiteren Fällen sehe man derzeit die Erforderlichkeit, sie als Cold Cases zu behandeln. „In den übrigen Fällen ist die Verjährung eingetreten, oder es wurden Akten nicht gefunden. Oder aber sie sind bereits vernichtet.“

Von den 653 offenen Fällen seien schon 329 durch die Cold-Cases-Einheit bearbeitet worden. „Und in 236 dieser Fälle konnten neue Ermittlungsansätze identifiziert werden.“ Im April hatte die Arbeit der Ermittler so zur Festnahme eines Mannes in Detmold geführt, der 1987 einen Mord im Rheinland begangen haben soll. Maren Menke: „Weitere Tatklärungen sind zu erwarten.“

Uni Halle: Arbeitskreis Antifaschismus des Studierendenrat soll wegen kritischen Vorträgen zu Gendertheorie und Transaktivismus aufgelöst werden

Löwengebäude am Universitätsplatz in Halle Foto: paul muster Lizenz: CC BY 3.0

Erneut gibt es den Versuch, den Arbeitskreis Antifaschismus im Studierendenrat (Stura), an den meisten Hochschulen heißt das Gremium AStA, der Uni Halle aufzulösen. Nachdem schon im November letzten Jahres die Offene Linke Liste (OLLi), die Hochschulgruppe der Jusos und die Grüne Hochschulgruppe das Ende des Arbeitskreises einläuten wollten, gibt es wieder einen Auflösungsantrag, der am 11. Juli 2022 bei einer Sturasitzung zur Abstimmung kommen soll und aufgrund der absoluten Mehrheit der drei Hochschulgruppen gute Aussichten auf Erfolg hat.
Hintergrund der Anträge sind vorgeblich zwei Vortragsveranstaltungen des AK Antifa im Herbst des vergangenen Jahres, die sich kritisch mit der Gendertheorie und dem Transaktivismus auseinandergesetzt haben. Radikale Transaktivisten störten die Veranstaltungen massiv und warfen dem AK Antifa transfeindliche Äußerungen der Referenten vor. Belege hierfür blieben die Aktivisten bis heute schuldig. 

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Ausstellungsschiff MS Wissenschaft legt in Duisburg an

MS Wissenschaft: Foto: Ilja C. Hendel/Wissenschaft im Dialog Lizenz: CC BY-SA 4.0

Duisburg ist in diesem Jahr die einzige Ruhrgebiets-Station der MS Wissenschaft. Vom 8. bis zum 10. Juli geht das schwimmende Science Center am Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen vor Anker. In diesem Jahr nimmt die Mitmach-Schau unter dem Titel „Nachgefragt!“ die Wissenschaft selbst unter die Lupe. Wie erforscht man das Universum, die Tiefsee oder gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Methoden nutzen

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„Wir wollen Frau Ataman nicht aus dem Diskurs verbannen. Wir wollen nur verhindern, dass sie über den Diskurs herrscht“

Hamed Abdel-Samad auf der Frankfurter Buchmesse 2011 Foto: © JCS Lizenz: CC BY 3.0


Der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad gilt als einer der profiliertesten Kritiker des Islamismus und muss deshalb unter Polizeischutz leben. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert er die für Donnerstag vorgesehene Wahl  Ferda Atamans zur Antidiskriminierungsbeauftragten und schlägt vor, dass diese sich einem Dialog mit ihren Kritikern stellt.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Olaf Scholz,

vor fünf Jahren saßen wir bei einem Abendessen in der Schweiz zusammen und haben drei Stunden lang über Muslime in Deutschland gesprochen. Damals waren Sie noch Bürgermeister von Hamburg, und ich kritisierte die Zusammenarbeit Ihrer Stadt mit Islamisten und Anhängern des iranischen Regimes. Sie sagten, dass Sie mit allen reden müssen und dass Sie glauben, dass sich diese Verbände öffnen

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„Die Zeiten, in denen Kulturetats gewachsen sind, die sind vorbei“

Olaf Zimmermann Foto: Martin Kraft Lizenz: CC BY-SA 4.0


Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Kulturrates, sieht die Kultur in Deutschland unter Druck von verschiedenen Seiten.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, fordert, deutsche Kulturgüter für den Fall eines Krieges besser zu schützen. „Der Krieg in der Ukraine zeigt uns, dass wir uns auch mit der Frage beschäftigen müssen, wie die Kultur in Deutschland vor möglichen Kriegsschäden geschützt werden könnte, im Fall einer hoffentlich nicht eintretenden Katastrophe. Aber was passiert bei einer Ausweitung des Krieges?“, so Zimmermann im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Für diesen sehr unwahrscheinlichen Fall gebe es weder geeignete Depots noch Notfallpläne.

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