Günter Wallraff: Rushdie-Attentat soll Islamkritiker einschüchtern

Salman Rushdie auf dem Literaturfest München (2017) Foto (Ausschnitt): Amrei-Marie Lizenz: CC BY-SA 4.0


Publizist nennt iranische Reaktion auf den Anschlag „widerlich“ und zeigt sich erfreut über Verurteilung des Regimes in Teheran durch die Bundesregierung.

Der Kölner Publizist Günter Wallraff hat das Attentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie als Versuch verurteilt, Aufklärer und Islamkritiker einzuschüchtern. Es sei „widerlich“, dass die iranischen Staatsmedien den mutmaßlichen Attentäter frenetisch feierten, sagte Wallraff dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe). Er sei nach dem Anschlag immer noch schockiert. Erfreulich sei, dass Kanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser (beide SPD) den iranischen Staat für den Anschlag mitverantwortlich gemacht hätten.

Weiterlesen

Cranger Kirmes endet mit großem Feuerwerk

Feuerwerk auf der Cranger Kirmes Foto: Stadtmarketing Herne/Isabel Diekmann Lizenz: Copyright

Angesichts der vergleichsweise trockenen ersten Jahreshälfte hat der Veranstalter der Cranger Kirmes die Böden und den Zustand der Vegetation rund um die Abschussstelle der Feuerwerke beobachtet. Dazu befindet er sich in enger Abstimmung sowohl mit der Feuerwehr als auch mit den Feuerwerkern. Durch die Niederschläge in den Tagen vor und in der Nacht unmittelbar vor dem Tag der offiziellen Eröffnung der Cranger Kirmes (5. August) konnte das Eröffnungsfeuerwerk wie geplant und reibungslos steigen.

Weiterlesen
Werbung


Salman Rushdie: „Man muss sich in einen Kämpfer verwandeln“

Salman Rushdie auf dem Literaturfest München (2017) Foto (Ausschnitt): Amrei-Marie Lizenz: CC BY-SA 4.0

Fast genau zwei Wochen vor dem Attentat auf Salman Rushdie traf stern-Korrespondent Raphael Geiger den Schriftsteller in New York. In dem zweistündigen Gespräch ging es auch um Angst – doch Rushdie machte sich keine Sorgen mehr um seine eigene Sicherheit: „So eine Fatwa ist eine ernste Sache. Aber das ist lange her.“ Ja, sagte Rushdie, wenn er heute in seinen Tagebüchern lese, die er in den Anfangsjahren nach der Fatwa des iranischen Regimes vor über 30 Jahren geführt habe, „sehe ich auch, dass es mir oft schlecht ging“.

Weiterlesen

Museum Folkwang feiert 24 Stunden lang

Folkwang Museum in Essen

Zum 100. Geburtstag schenkt sich das Museum Folkwang einen Sommerfest-Marathon: Am Freitag, 19. August, lädt das Museum ab 18 Uhr zum großen 24-Stunden-Sommerfest. Auf dem Programm stehen Konzerte, Artist Talks, Filmaufführungen, Performances, Yoga zum Sonnenaufgang – und natürlich zum Auftakt die zweite Jubiläumsausstellung „Expressionisten am Folkwang“. Und getanzt werden darf auch: Auf der Wiese vor dem Museum gibt es Live-Musik und im „Salon Folkwang“ legen DJs bis spät in die Nacht auf.

Ruhrtriennale startet zeitgleich in Duisburg, Bochum und Essen

Jahrhunderthalle Bochum Foto: Stadt Bochum

Dreifacher Auftakt für die Ruhrtriennale. An gleich drei Spielorten in Duisburg, Bochum und Essen startet das Fest der Künste am Donnerstag, 11. August, in die zweite Spielzeit unter Intendantin Barbara Frey. Zeitgleich sind ab 19 Uhr die „Mysteriensonaten“ von Heinrich Ignaz Franz Biber in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum, im Landschaftspark Duisburg-Nord und auf Zollverein zu erleben. Die Sonaten für Violine und Generalbass vertonen die drei Stadien der Jesus- Geschichte: den „freudenreichen“, den „schmerzensreichen“ und den „glorreichen“ Rosenkranz.

Weiterlesen

NRW-Innenminister Reul lehnt unabhängige Polizeistudie ab

Herbert Reul, CDU (Foto: Roland W. Waniek)
Herbert Reul, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Obwohl die Polizei in Nordrhein-Westfalen derzeit wegen ihrer Einsätze in die Schlagzeilen gerät, lehnt Innenminister Herbert Reul (CDU) eine unabhängige Studie zu den Sicherheitsbehörden ab. In einem Gespräch mit nw.de, dem Online-Dienst der Neuen Westfälischen, sagte Reul, die NRW-Polizei beteilige sich aktuell „an einer Studie der Deutschen Hochschule der Polizei zur Motivation, Einstellung und Gewalt im Alltag von Polizeivollzugsbeamten“, die bundesweit angelegt sei. Reul sagte, die Ergebnisse dieser Studio sollten „zunächst abgewartet werden, bevor über eine landesspezifische Studie im entsprechenden Kontext entschieden wird“.

Weiterlesen
Werbung


Dortmund: Internationale Cartoon-Ausstellung am Comic-Schauraum


Um die komische Seite der Mathematik geht es in einer neuen Ausstellung, die ab sofort rund um die Uhr in der Fenstergalerie am schauraum: comic+cartoon zu sehen ist. Präsentiert werden Einreichungen für einen Cartoon-Wettbewerb, den die Deutsche Mathematiker Vereinigung (DMV) ausgelobt hat – insgesamt sind es 50 Cartoons von 35 Künstlern aus 20 Ländern. Die virtuelle Cartoon-Ausstellung im digitalen Schaufenster (am Max-von-der-Grün-Platz 7) ist kostenlos zu sehen bis zum 5. September 2022.

Für den DMV-Mathematik-Cartoon-Preis 2022 sucht die Deutsche Mathematiker-Vereinigung heitere, skurrile und intelligent-komische Cartoons zu allen Themenbereichen der Mathematik. Professionelle Künstlern, zeichnender Nachwuchs, aber auch Studierende der Mathematik oder anderer Fächer sind noch bis Ende August aufgerufen, sich am Zeichenwettbewerb zu beteiligen.

Weiterlesen

Durchschnittlich 23,5 Schülerinnen und Schüler je Klasse an Grundschulen in NRW

Durchschnittlich 23,5 Grundschülerinnen und Grundschüler lernten im Schuljahr 2021/22 gemeinsam in einer Klasse. Die sog. Klassenfrequenz lag damit auf dem Niveau des Schuljahres 2020/21. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Schulanfangs in NRW mitteilt, kamen an Grundschulen im Schnitt jeweils 15,7 Schülerinnen und Schüler auf eine Lehrkraft (Vollzeitlehrereinheit); im Schuljahr davor hatte dieser Wert bei 15,8 gelegen.

Die landesweit niedrigsten Klassengrößen an Grundschulen gab es im Schuljahr 2021/22 in Hallenberg (19,1) im Hochsauerlandkreis, in Kall (19,3) im Kreis Euskirchen und in Horstmar (19,4) im Kreis Steinfurt. Die höchsten Grundschulkassengrößen wurden für Datteln (26,1) im Kreis Recklinghausen, Monheim am Rhein (25,9) im Kreis Mettmann und Herne (25,9) errechnet.

NRW fordert Studie zu Antisemitismus bei der Polizei

Sabine Leutheusser-Schnarrenberge Foto: Benjamin Janecke (Rectifier99) Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die nordrhein-westfälische Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat eine Überprüfung judenfeindlicher Klischees bei der Polizei gefordert. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Dienstagausgabe) sagte Leutheusser-Schnarrenberger, sie halte es für „angemessen, dass die Länder mit Blick auf antisemitische Stereotype bei den Sicherheitsbehörden eine unabhängige Studie in Auftrag geben“. In diesem Punkt sehe die FDP-Politikerin „gesellschaftlich noch Nachholbedarf“.

Weiterlesen