SPD und Grüne planen nun auch in NRW ein radikales Rauchverbot.
Das Neospießertum kann sich freuen: Auch in NRW wird wohl bald das Rauchen ohne Ausnahme in Kneipen verboten. So steht es in einem Bericht der Rheinischen Post. Treibende Kraft: Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Die hat früher selbst einmal geraucht, aber der Satz, die schlimmsten Kritiker der Elche waren früher selber welche trifft wohl auch hier zu.
Mir ist zwar nicht klar, warum der Staat in die Rechte einzelner Unternehmer, der Wirte, eingreifen soll. Und ich verstehe den heiligen Zorn nicht, mit dem gegen die Raucher vorgegangen wird, aber so ist das wohl in einer Zeit des Neopuritanismus, in dem jede Abweichung von der Norm, jede Form von Exzess abgelehnt und zunehmend diskreditiert wird. Lustig: In Dortmund fordern die Grünen in Saufraum für Alkoholiker in der Nordstadt. Gleichzeitig sollen alle Raucher vor die Türen getrieben und diskreditiert werden.
Ich würde mir ja eine Landesregierung wünschen, die sich weniger darum kümmert, ob ich im Intershop eine Kippe am Tresen rauche, sondern darum, zum Beispiel die Landesfinanzen in Ordnung zu bringen. Die sich um die kommenden Pensionslasten sorgt. An einer vernünftigen Infrastruktur arbeitet. Die Bürger entlastet. Aber das ist wohl alles zu anstrengend. Da ist es leichter, ein paar Raucher vor die Tür zu treiben.
Bei den Grünen gibt es etliche, die diese Politik für Unsinn halten. Bis hinein in die Landtagsfraktion. Aber den Mut gegen den Rauchverbotsquatsch den Mund aufzumachen haben sie nicht. Und die SPD, die bislang eher für Ausnahmen war? Macht bei dem Versuch, die besseren Grünen zu werden, alles mit. Darf ich bitte Neuwahlen haben? Ich will eine Landesregierung, die mir nicht vorschreibt, wie ich zu leben habe.
Essen, Dortmund und nun Bochum: Der Einkaufscenterkonzern ECE stellt in der kommenden Woche seine Pläne für Bochum vor.
ECE will in Bochum ein innerstädtisches Einkaufszentrum bauen. Es ist nach Essen und Dortmund das dritte neue ECE-Center im Ruhrgebiet innerhalb weniger Jahre. Am Donnerstag kommender Woche will ECE bei einem Hintergrundgespräch seine Pläne vorstellen. In der Einladung ist von einer „integrierten Innenstadtgalerie“ die Rede, die für die Bochumer-Mitte maßgeschneidert worden sein soll.
Teile der Bochumer Kaufmannschaft sind gegen das Projekt und befürchtet ein Sterben der Innenstadt. Nicht ohne Grund: Einkaufszentren gehen häufig zu Lasten des etablierten Handels einer Stadt und tragen so zur Verödung der Innenstädte bei.
Die Stadt Bochum will das Einkaufszentrum – allerdings nicht um jeden Preis: ECE, so der Wunsch der Stadt, soll auf dem Gelände des heutigen Landgerichts ein Einkaufszentrum bauen, dass sich zur Stadt hin öffnet. Das Land, der Besitzer der Fläche, hat angekündigt, das Grundstück nur an ECE zu verkaufen, wenn das Unternehmen die Bedingungen der Stadt akzeptiert.
Die User des Umfrageportals „Deutschland stimmt ab“ haben Duisburgs OB Adolf Sauerland zur Unperson des Jahres gewählt.
Das ist eine Auszeichnung die man Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit ganzem Herzen gönnt: Er wurde von den Usern von Deutschland stimmt ab zur Unperson des Jahres gewählt.
Sauerland setzte sich gegen den Schluckspecht Menowin Fröhlich (DSDS) , den Sufffahrer Kevin Russel (Böhse Onkelz) und blauen Bischof Walter Mixa durch und schaffte es ganz nüchtern auf Platz eins. Bei aller Verachtung für Sauerland: Diktator und Modeikone Kim Jon Il hätte den Sieg auch verdient, landete aber nur auf Platz fünf.