
Dieser Artikel ist alt. Vor fast zehn Jahren habe ich ihn hier auf dem Blog veröffentlicht. Aber wegen der Debatte um den Verkauf des Heizungsherstellers Viessmann und den Versprechungen der Bundesregierung auf einen grünen Aufschwung kann er noch einmal aus dem Archiv geholt werden. Das Milieu, dass ich damals zum Gespräch im Gelsenkirchener Wissenschaftspark getroffen habe, ist heute an der Macht und bestimmt entscheidend die Politik. Entweder als Staatssekretär wie Patrick Graichen oder als mächtige Lobbyisten über die Mercator Stiftung oder die European Climate Foundation. Es sind Ideologen, die keinen Bezug zur wirtschaftlichen Wirklichkeit. Das war damals so und hat sich seitdem nicht verändert. Nur das heute die Wasserstofftechnologie der neue Hype im Ruhrgebiet ist, der die Subventionen sichern soll.
Sonnenuntergang in Gelsenkirchen
Gelsenkirchen wollte sich als Solarstadt neu erfinden. Die großen Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Nun verschwindet endgültig auch der Name Solarstadt.
Die blauen Solarzellen an der Fassade schimmern in der Frühlingssonne, doch den Parkplatz erobern langsam die Disteln und Brennnesseln. Ein Arbeiter von der benachbarten Glasfabrik kommt ab und an aufs Gelände um den Strom abzulesen. „Schade, dass das nichts wurde. Ich denk mal, dass das eigentlich unsere Zukunft ist.“ Doch die Zukunft ist hier schon lange Vergangenheit. Die Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen Rotthausen ist seit fast zehn Jahren geschlossen.




