Beatsteaks, Donnerstag, 2. November, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln
Der Ruhrpilot

Dortmund: Unbekannte beschädigen Andenken jüdischer Sportler…Bild
NRW: So mancher ist nur „Schein-Student“…WAZ
Debatte: New York trotzt der Angst…FAZ
Debatte: Manhattan Terror Attack Kills 8 and Injures 11…New York Times
Debatte: Wirtschaft rechnet mit 600.000 neuen Arbeitsplätzen…FAZ
Debatte: Ideen, über die ewig diskutiert wurde, einfach mal umsetzen…Welt
Debatte: Sie sollten helfen, Europa zu retten. Und verhungerten fast auf See…Welt
Bochum: In neuem Fantasy-Roman hausen die Horrorclown in Stiepel…WAZ
Dortmund: „Sind Sie ein raffgieriger Egoist, Herr Hanke-Lindemann?“…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Rund 2000 Besucher kommen zum Reformationsgottesdienst…WAZ
Essen: Neues Messehaus Ost kann bald Einweihung feiern…WAZ
Bedingungslos in den Rentier-Staat

Das Bedingunglose Grundeinkommen gilt vielen als die Lösung kommender sozialer Probleme. Es soll die sozialen Auswirkungen der angeblich bald in großer Zahl wegfallenden Arbeitsplätze auffangen und die Menschen glücklicher und kreativer machen. Kann es all diesen Ansprüchen wirklich genügen?
Ein Gespenst geht um: Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) gilt in ebenso weiten wie unterschiedlichen Kreisen als die Zukunft des Sozialstaates. Richard David Precht will es einführen, um künftige Klassenkämpfe zwischen denen zu verhindern, die in Zukunft noch Arbeit haben und jenen, die heute in den Jobs tätig sind, die seiner Ansicht nach in den nächsten 20 Jahren durch die Digitalisierung wegfallen werden. Marc Andreessen, Aufsichtsratsmitglied bei Facebook und Twitter-Investor, will es auch und bezieht sich dabei wie
Madness
Der Ruhrpilot

Debatte: Türkische Opposition stellt Parlamentsanfrage wegen Deniz Yücel…Welt
NRW: Laschet lobt Umgang mit dunkler Seite der Reformation…WN
NRW: Michael Groschek will Basis der SPD stärken…RP Online
NRW: An diesen Orten arbeiten die Minister…RP Online
NRW: Ein Kind, dem die Identität aus dem Leib geprügelt wurde…Welt
Debatte: Der Kampf der Hashtag-Demonstranten…NZZ
Debatte: Auf der Suche nach der verlorenen Gesprächskultur…FAZ
Debatte: Die im Dunkeln sieht man nicht…Jungle World
Dortmund: „Das Gebäude zu sprengen, kommt nicht infrage“…WAZ
Duisburg: Neubau soll Uni-Hochhaus ersetzen…RP Online
Duisburg: Thorsten Töpp ist ein kreativer Kopf mit Liebe zur Musik…WAZ
Gelsenkirchen: Bewohner der ärmsten Stadt Deutschlands erzählen von ihrem Kontostand…Vice
Casper
Casper, Dienstag, 31. Oktober, 19.00 Uhr, Halle Münsterland, Münster
Der Ruhrpilot

Debatte: Totalausfall bei der Deutschen Bahn…Salonkolumnisten
NRW: „Polizei hat nicht früh genug eingegriffen“…RP Online
Debatte: Ein Hauch von Harmonie…FAZ
Debatte: Kiffen erlaubt?…FAZ
Debatte: Fällt endlich die Bäume an den Bahntrassen!…Welt
Debatte: »Genieße die Show, du Mistkerl«…Jungle World
Debatte: Union und SPD – Flucht aus der Mitte?…Post von Horn
Bochum: Karsten Riedels Liederabend frönt der Macht der Liebe…WAZ
Dortmund: Reisende strandeten am Hauptbahnhof…WAZ
Duisburg: Mit Kant Wissen wagen gegen die Verblödung…WAZ
Essen: Spielemesse Spiel’17 endet mit Besucherrekord…WAZ
Essen: Licht an! für die Essener Lichtwochen…WAZ
Manchester Orchestra
Manchester Orchestra, Montag, 30. Oktober, 20.30 Uhr, Gebäude9, Köln
Der Ruhrpilot

Debatte: Eine Spur der Verheerung in der SPD…Welt
NRW: Land gibt Maut-Widerstand auf…RP Online
Debatte: Gar nicht so fremd…Jungle World
Debatte: Die CDU ist nicht schuld am Erfolg der AfD…Welt
Debatte: Schlafstadt…FAZ
Debatte: Die Barbaren, sie lauern überall…NZZ
Debatte: Linke Angst um die Deutungshoheit…Cicero
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Ruhrgebiet: Erster Blick in den Loveparade-Gerichtssaal…Bild
Bochum: Jüdisches Leben unterm Hakenkreuz…Bo Alternativ
Dortmund: Phoenixhalle – Noch viele Fragen vor dem Start…WAZ
Duisburg: Vom Wert des Arbeitsplatzes…WAZ
Essen: Ruhrbahn will Ausfälle im Linienverkehr verhindern…WAZ
Buch: Wie sich das Ruhrgebiet neu erfindet
Der ehemalige Spiegel-Redakteur Gerhard Spörl hat mit „Groß denken, groß handeln“ ein Buch über die Geschichte des Ruhrgebiets nach 1945 geschrieben. Spörl hat mit zahlreichen Protagonisten aus dem Revier gesprochen, sein von Neugier geprägter Blick von außen ist frei von Sentimentalität und Großmannssucht, Merkmalen, die viele Bücher über das Ruhrgebiet kennzeichnen, bei denen die Binnenperspektive im Zentrum steht.
Über Monate ist Gerhard Spörl 2016 und 2017 durch das Ruhrgebiet gereist. Er hat mit Politikern, Künstlern, Journalisten (auch dem Autoren dieses Textes) und Unternehmern gesprochen, hat sich von Wissenschaftlern Entwicklungen erklären lassen und in Bibliotheken weiter recherchiert, war auf Baustellen, an Seen und in den Städten. Spörl hat sich das Ruhrgebiet durch intensive Recherche erarbeitet, hat sich ihm mit Neugier und Interesse angenähert und dabei doch nie den Blick des Fremden verloren, der von außen auf das Ruhrgebiet schaut. Sein Buch „Groß denken, groß handeln“ beschreibt die großen Linien der Entwicklung des Ruhrgebiets nach 1945 und verliert sich durch die Distanz nicht im Klein-Klein. Getragen ist es von der Frage, warum sich das Ruhrgebiet so und nicht anders entwickelt hat, warum Chancen wie die Neuansiedlung von Unternehmen in den 60er Jahren nicht ergriffen und andere, wie der Bau von Hochschulen, beherzt und mit Weitsicht angegangen wurden.
Oft, das wird deutlich, hing und hängt es an einzelnen Personen, die ihre Ideen durchsetzten. Waren sie stark genug, in der Lage Netzwerke zu knüpfen und bereit, auch persönliche Risiken einzugehen, hatten sie Erfolg. Paul Mikat (CDU) war so einer. Ein konservativer Wissenschaftler, in dessen kurze Zeit als NRW-Kultusminister nicht nur eine Reform der Lehrerausbildung fiel, sondern auch die Gründung der Ruhr-Uni als Reformhochschule. In den vier Jahren seiner 1962 bis 1966 dauernden Amtszeit bewegte er mehr als viele seiner Nachfolger in mehreren Legislaturperioden.
Ein großer Teil des Buches, und eigentlich hätte das Thema für einen zweiten Band gereicht, beschäftigt sich dem Ausstieg aus der Kohle. Auch hier war es wieder eine Person, die ins Risiko ging: Werner Müller, heute Chef der RAG-Stiftung, entwickelte die Idee, aus der Kohleförderung auszusteigen und die RAG zu einem modernen Chemiekonzern umzubauen, der heutigen Evonik. Wie ihm das ab 2003 gelang, liest sich wie ein Wirtschaftskrimi und ist zugleich das Porträt eine Managers und Politikers, der in den vergangenen Jahrzehnten, sei es beim Atomausstieg, sei es bei der umstrittenen Übernahme von Ruhrgas durch Eon, Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat. Dass Müller, obwohl Einzelgänger, fester Teil der Energie-Community war, der Filz ja nun wirklich nicht fremd ist, war dabei Stärke und Schwäche zugleich.
Fazit: Ein spannendes und hervorragend geschriebenes Buch über das Ruhrgebiet.
