Böll geht weg aus dem Pott

Screenshot: Böll-NRW

Wie ich erfahren gerade habe, gibt die Heinrich-Böll- Stiftung NRW ihren Zentrale in Dortmund auf und wechselt in die Landeshauptstadt nach Düsseldorf. Die Entscheidung sei nach einer langen Diskussion gefallen, sagt der Chef der Böll-NRW-Stiftung Hermann Strahl. Das bedeutet vor allem, die Entscheidung steht fest. Die Kartons sollen zum 1. Januar 2010 irgendwo am Rhein ausgepackt werden.

Der Grund sei schlicht, dass in Düsseldorf die politischen Aktivitäten zusammenlaufen würden. Dort könne man sich schneller und leichter mit Kooperationspartnern und anderen Verbänden treffen und absprechen, sagt Strahl. Zudem versichert er, dass weiterhin Lehrgänge und Seminare im Ruhrgebiet veranstaltet würden. Man geht also nicht so ganz. Momentan sitzt die Böll-Stiftung im Dortmunder Union Gewerbehof, direkt im Problemviertel an der Rheinischen Straße. Da wo der Naziladen Donnerschlag war. Und veranstaltet die Stiftung veranstaltet auch Seminare in Hagen und Köln.

Strahl sagte, es sei drüber nachgedacht worden, die politische Bildungstätte in den U-Turm umzuziehen – wenn der irgendwann mal fertig ist. Doch schließlich habe sich die Stiftung entschieden nach Düsseldorf zu ziehen. Man werde aber trotzdem im U-Turm Veranstaltungen organisieren.

Ich finde es schade, dass Böll weggeht. Natürlich ist zu verstehen, dass eine Stiftung nah an der politischen Zentrale sitzen will. Klar, sprechen die kurzen Wege dafür. Und selbstverständlich ist der Standort im Dortmunder Problemviertel alles andere als schön. Es gibt viele gute Gründe für den Umzug.

Aber das war auch mal eine Aussage, das man da politisch aktiv werden wollte, wo die Schwierigkeiten am größten sind. Zudem ziehen Standort-Entscheidungen immer weitere Entscheidungen nach sich. Im Laufe der Zeit werden die Bande zum Pott dünner. Irgendwann werden auch kaum noch Seminare hier stattfinden. Die Bildung geht flöten.

Schade. Denn mit ihrem Bekenntnis zum Revier hatte sich die Böll-NRW Stiftung bislang abgesetzt von den anderen etablierten politischen Stiftungen, die nur dahin gegangen sind, wo die heile Welt lag. Die Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) sitzt in Sankt Augustin bei Bonn und in Berlin – unterhält aber eine kleine Außenstelle in Dortmund. Die SPD-nahe Ebert-Stiftung hockt in Bonn und Berlin und hat ein Bildungszentrum in Bad Münstereifel. Die Friedrich-Naumann-Stiftung unterhält eine NRW-Dependance in Gummersbach. Allein die NRW-Abteilung der Linkspartei-Stiftung Rosa-Luxemburg hockt noch im Pott. Nämlich in Duisburg.

Wie gesagt, ein Verlust für das Revier, der Wegzug der Böll-Stiftung NRW. Auch wenn es der Stiftung nutzt.

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13 Kommentare

  1. #1 | Arnold Voss sagt am 6. Februar 2009 um 12:12 Uhr

    Ich bin mir nicht sicher, ob es der Stiftung wirklich nutzt. Bildung lebt von neuen und interessanten Themen, d.h. von der Nähe zu den Problemen die sie behandelt. Egal wie man zu Ruhr sonst steht, aber hier ist diebszüglich eines der spannendsten Gegenden in Deutschland. Wie Kaminer es so schön hier im Blog formuliert hat: die Gegend die in Deutschland am nächsten an der Zukunft liegt.

    Falls man diese nicht mit dem Friede-Freude-Eierkuchenland von Horx und Co. verwechselt, natürlich. Und da ist dann Düsseldorf nun wirklich der falscheste Ort den man als Sitz für eine solche Einrichtung wählen kann. Köln ist doch gleich nebenan. Also auch weit näher am Regierungssitz als Dortmund. Wenn schon an den Rhein, dann doch wenigstens in eine spannende Stadt, oder?

  2. #2 | Elmar Kok sagt am 6. Februar 2009 um 13:11 Uhr

    Problemviertel würde ich als ehemaliger Anwohner (500m Umkreis) das nicht nennen. Wie man hier sehen kann

    https://tinyurl.com/bq5hz7

    haben sich noch andere in dem Problemviertel angesiedelt. Da hält die Böll-Stiftung nicht allein die Fahne hoch. Problematisch war somit nur dieser bekloppte Laden in der Nähe.

  3. #3 | Dirk E. Haas sagt am 8. Februar 2009 um 15:56 Uhr

    Die Entscheidung der Böll-Stiftung, sich nicht im Dortmunder U anzusiedeln, macht ein wenig neugierig darauf, wie die Stadt Dortmund ihr ?Kreativzentrum Dortmunder U? präsentiert:
    https://www.rheinischestrasse.dortmund.de/project/assets/template7.jsp?flv=dortmunder_u&iid=flashfilm&smi=3.1

    Hmm.

    Ich kann mich erinnern, dass in den 1990er Jahren ?hochwertige Büroimmobilien? so beworben wurden. Aber wie kommt die Stadt auf die Idee, ?das bundesweit erste Zentrum für Kreative Industrien mit dem Schwerpunkt Musik und Medien? (RUHR.2010) auf diese Art und Weise promoten zu können?

    Standortpropaganda geht auch so ?
    https://www.youtube.com/watch?v=SOdEdgDXYi0&feature=channel

    ? oder so:
    https://www.youtube.com/watch?v=muxJYJZtd54&feature=channel

    ? und das sind nur Wohnungsbauprojekte. In Bristol und in Bradford. Nichts mit ?Kreativwirtschaft?, nichts mit ?Metropole?.

    Höchste Zeit also, dass sich die Kreativindustriellen, denen dieses Quartier unter dem Dortmunder U zum Zentrum werden soll, endlich richtig einschalten. Identitätspolitik via T-Shirt (https://www.u-und-du.de/index_shirts.php) reicht nicht.

  4. #4 | Mit-Leser sagt am 8. Februar 2009 um 16:32 Uhr

    Ich halte es ohnehin für Unsinn, im Ruhrgebiet Kreativwirtschaft im großen Stil ansiedeln zu wollen. NRW hat mit Köln bereits einen der wichtigsten Medienstandorte Europas – und Düsseldorf ist erste Liga in der Werbewirtschaft. Diese Städte sind nicht nur urbaner, sie sind Dortmund auch in Sachen Ansiedlungspolitik um Lichtjahre voraus. Weshalb werden in Dortmund nicht einfach vorhandene Staerken ausgebaut – von IT bis Ingenieursleistung?Die Entscheider im Revier wirken auf mich oft unglaublich weltfremd. Demnächst wird in Herne wahrscheinlich noch ein internationaler Seehafen gebaut… 😉

    Den Umzug der Böll-Stiftung kann ich nachvollziehen. In Ddorf ist man näher am politischen Geschehen. Auch, wenn Böll eigentlich in Köln gelebt hat…

  5. #5 | Arnold Voß sagt am 8. Februar 2009 um 19:42 Uhr

    Ich stimme Mitleser zu. Die gleiche Nummer ist schon mal mit dem Designstandort Zollverein schief gelaufen. Wenn mann mit dem gleichen Geld Bürgschaften für kreative Jungunternehmer respektive Designer vergeben hätte, dann wäre das Geld wesentlich zukunftssicherer angelegt worden. Räume sind nämlich in Ruhr keine Problem. Aber versuchen sie mal ein Gründerdarlehn zu bekommen. Das hat jetzt auch das Land endlich begriffen und einen entsprechenden Fond eröffnet. Wieder mal viel zu spät, aber immerhin!

    Und nun wieder das gleiche Schema in Dortmund. Erst das Gebäude und dann mal zusehen wie man es mit hochsubventionierten Mieten unter einem aktuelle Thema (zur Zeit halt Kreativwirtschaft) gefüllt bekommt. Erinnert mich sehr an das Vorgehen der IBA Emscherpark beim Thema „Arbeiten im Park“. Da gibt es dann am Ende Zahnärzte und Sparkassenfilialen in Innovations- und Technologiezentren.

    Gott im Himmel, wann hört dieser Wahnsinn in Ruhr endlich auf! Kreative brauchen Urbanität, und zwar real, fussläufig,und vielfältig und öko-verkehrlich zentral gelegen, d.h mit ICE-Bahnhof um die Ecke. Und da gibt es in Ruhr bislang nur einen Ort: in und um das Bermudadreieck in Bochum. Neuerdings genannt „Viktoria-Quartier“. Ein zweiter Standort wäre eventuell noch an der und um die Rüttenscheiderstraße in Essen gelegen. Und das ist es dann auch schon.

    Zu v i e l Geld kann halt auch schädlich sein!!

  6. #6 | Dirk E. Haas sagt am 8. Februar 2009 um 21:18 Uhr

    Nein, es ist richtig, wenn eine Region mit 5 Mio. EW ihre Kreativwirtschaft entwickelt ? egal wie Köln und Düsseldorf in den nationalen Branchenrankings für Medien- und Werbewirtschaft da stehen (IT gilt im Übrigen auch als Segment der Kreativökonomie). Es wäre geradezu widersinnig, einen Sektor zu vernachlässigen, der bundesweit in punkto Bruttowertschöpfung schon vor Jahren knapp hinter der Automobil- und längst vor der Chemieindustrie lag.

    ?Weltfremd? (und im Arnoldschen Sinne ?Wahnsinn?) ist vielleicht die Art und Weise, wie hier place branding für ein Zentrum der Kreativwirtschaft zu betreiben versucht wird, und da liegt es im ureigenen Interesse der bereits in Dortmund ansässigen Kreativindustriellen, dass dies schnell anders wird. Denn im städtischen Video zum Kreativzentrum Dortmunder U heißt es ja schon bedrohlich vielsagend: ?Viele Nutzungen sind denkbar?.

  7. #7 | Mit-Leser sagt am 8. Februar 2009 um 22:20 Uhr

    Region mit 5 Millionen Einwohnern… Das klingt als laege Duesseldorf global betrachtet nicht direkt um die Ecke. Rhein/Ruhr als Wirtschaftsraum hat mit K und D zwei hervorragende Kreativstandorte. Ich weiss, dass IT auch zur Kreativitaetsoekonomie gezaehlt wird, doch fuer IT-Firmen betreibt man unter anderen Labels Immobilienmarketing – jedenfalls, wenn man etwas von seinem Handwerk versteht.

    Im Ruhrgebiet will man immer alles auf einmal. Aber wer alles ist, ist auch nichts. Dortmund sollte besser vorhandene Kompetenzen ausbauen, die Millionen von Euros nutzen, um sein Profil zu schaerfen. Anstatt sich selbst ein niX fuer ein U vorzumachen.

  8. #8 | ch_we sagt am 8. Februar 2009 um 23:10 Uhr

    Weiß eigentlich jemand, ob die Förderung aus EU-Mitteln, die in Zollverein und das U geflossen ist bzw. fließt, auch für Startup-Darlehen zur Verfügung gestanden hätte? Ich will diese Bauten nicht verteidigen, bzw. sehe die Chancen für das U nicht so schlecht wie die für Zollverein. Aber ich bin mir nicht sicher, wie restriktiv nicht auch die Vergabekriterien von EU-Strukturförderprogrammen sind.

  9. #9 | Arnold Voss sagt am 9. Februar 2009 um 02:07 Uhr

    @ Dirk und Mit-Leser

    Wer mehr Kreativität will, muss vorrangig Menschen und ihre Ideen respektive ihre Ideenfähigkeit fördern und nicht Gebäude. Natürlich auch in Ruhr, denn hier gibt es diesbezüglich großen Nach- und Aufholbedarf.

    Aber die erfolgreichen Kreativen z.B. in und um Dortmund brauchen keine neuen Räume und die, die es (noch) nicht sind, können die im neuen U (sofern sie den realen Mietzins blechen müssen) nicht bezahlen. Wer also soll jetzt da einziehen respektive dahin umziehn? Die „Kreativen“ aus Berlin, Düsseldorf und Köln?

    Nicht weit vom U liegt zwar ein ICE-Bahnhof. Aber um das U ist bislang und auf weiteres tote Hose, und das tut sich niemand an, der in den genannten Städten erfolgreich ist. Ob mit oder ohne Kulturhauptstadt. Da müsste man denen schon Geld rausgeben, anstatt Miete zu verlangen. Und selbst dann hätte ich ernsthafte Zweifel.

  10. #10 | Mit-Leser sagt am 9. Februar 2009 um 09:05 Uhr

    @Voss: Das denke ich auch: Köpfe fördern statt Beton. Nach dem Trial and Error-Prinzip. Einer von zehn kommt durch – und schafft neue Arbeitsplätze. Gute Sache. Einfaches Prinzip. Wird in NRW nur leider fast nie praktiziert. Stattdessen werden immer wieder Gelder für Bullshit-Projekte verschwendet. So als seien Dortmund oder Essen Dubai. Sind sie aber nicht. Eher Wolfsburg. Wobei es Wolfsburg schlauer anstellt: die bauen ihre Kern-Kompetenzen aus – und fördern in Prio 2 auch die Ansiedlung anderer Branchen.

    Aber: Exzellenz-Cluster erreicht man nur durch Konzentration und Bündelung. Das Silicon Valley ist auch nicht für seine Automobilwirtschaft bekannt. Hollywood baut kein Logistik-Center. Doch klar: Durch Monokulturen entstehen Abhängigkeiten. Daher sollte Dortmund natürlich auch seine Kreativwirtschaft fördern – aber sinnvoll. Nicht direkt versuchen mit einem gigantomanischen Projekt die erste Liga anzugreifen. Das ist peinlich und weltfremd. Dafür fehlt es einfach an Substanz. Lieber in kleineren Maßstäben denken – und (wie Herr Voss schon sagte) lokale Gründer-Persönlichkeiten fördern. Denn das Problem von Städten wie Dortmund ist eher, dass die besten Kreativen (zurecht!) weg gehen. Diesen Trend muss man dort erst einmal stoppten, bevor man Leute aus Köln, München, Hamburg, Düsseldorf oder Berlin anlocken will.

  11. #11 | Dirk E. Haas sagt am 9. Februar 2009 um 10:27 Uhr

    @ch_we: https://www.ziel2-nrw.de/1_Ziel2-Programm/index.php
    Die Förderung von Existenzgründungen ist im EU-Programm also ausdrücklich vorgesehen. Ob einer solcher Projektantrag hier erfolgreich gewesen wäre, weiß ich nicht. Beim Dortmunder U geht es ja schließlich auch im infrastrukturelle (neue Institute) und städtebauliche Aspekte (Stadtumbau).

    @ Arnold, Mitleser: Mittlerweile wissen wir eine Menge über die Standortpräferenzen der Kultur- und der Kreativwirtschaft: https://www.schader-stiftung.de/docs/3_hess._kulturwirtschaftsbericht.pdf

    ? insofern ist die Idee, das Dortmunder U in diese Richtung zu entwickeln, völlig plausibel (denn ?tote Hose? in und um historische Industriearchitektur ist ein beliebter Standorttyp). Überhaupt nicht plausibel ist hingegen die jetzige Konzeption und ? ich schrieb es schon ? das place branding (da haben wir keinen Dissens).

    Und wenn hier an den realen Bedürfnissen der ansässigen Kreativindustriellen vorbei gearbeitet wird, wenn sie keine ?hochwertigen Büroimmobilien? (ein Euphemismus für langweilig und teuer) gebrauchen können, sondern z.B. eher so was: https://www.koelnarchitektur.de/pages/de/architekturfuehrer/4.wohn_und_atelierhaus_am_koelner_brett.htm

    ? dann sollen sich diese Kreativindustriellen endlich einmischen ? das ist das, was ich sage. Die Frage, ob Kreativarbeiter aus Berlin, Köln und Düsseldorf ?angelockt? werden, interessiert doch im jetzigen Stadium überhaupt nicht; zunächst einmal geht es um diejenigen, die schon da sind. Für die muss das Dortmunder U zum sticky place werden.

    Sonst kommen wirklich wieder nur die Zahnärzte.

  12. #12 | Arnold Voss sagt am 9. Februar 2009 um 17:04 Uhr

    Dirk, habe mir die Präsentation des Us gerade noch mal angeschaut. Ästhetisch von vorgestern, ohne jeden Witz, aber vor allem: Nicht ein einziges lebendiges Wesen (nicht mal als animierter Stellvertreter) im ganzen Video. Dabei ist Kreativität im Kern nichts anderes als intensive Lebendigkeit.Innere und äußere, individuelle und kollektive, materielle und ideelle. Nichts von alledem. Die Architekturanimation strahlt sogar eher das Gegenteil davon aus. Passend dazu die stolze Erwähnung von 1000 freien Autostellplätzen.

    War einer von den dafür Verantwortlichen schon mal (mehr als eine halbe Stunde) in einem der Viertel, die man heute kreativ nennt ? Hat er da vielleicht sogar mal gelebt? Ich kanns mir beim besten Willen nicht vorstellen.

  13. #13 | Mit-Leser sagt am 9. Februar 2009 um 21:27 Uhr

    @Haas: Städtebaulich haben Sie ja Recht. Natürlich muss Dortmund etwas auf dem Gelände machen – und ich glaube auch, dass das „U“ eine schicke Immobilie werden kann. Es geht mir nur um das Label und den Wirtschaftsföderungs-Aspekt dahinter.

    Die Stadtviertel, in denen ich lebe bzw. in den letzten Jahren gelebt habe, haben einen hohen Anteil an Kreativen und Kreativwirtschaft. Und sie sind komplett anders strukturiert als die Gegend rund um das Dortmunder U: Sie sind quirlig, lebendig. Haben einen hohen Anteil an Cafes, Parks, kleinen Kinos, tollen Geschäften, Wellnessclubs und interessanter Architektur. Man kann in ihnen sogar tolle Stadtwohnungen finden – und so seinen Arbeitsplatz fußläufig erreichen. Klasse!

    Ich persönlich, als jemand der in der Kreativwirtschaft Zuhause ist, würde niemals in so einen Klotz wie in Dortmund gehen wollen. Würden meine Leute auch nicht wollen. Ist viel zu uninspirierend. Viel zu Büropark-mäßig? Keine Atmosphäre.

    Aber Sie haben Recht: eigentlich müsste ich mich jetzt eimmischen – und eine Email nach Dortmund schreiben. Aber ich wohne nun einmal nicht in Dortmund. Außerdem hatte ich noch nie Probleme, spannende Räume zu finden (Denke, dies geht den Dortmunder Kreativen auch so). Ich habe in meinem Bereich der Kreativwirtschaft ganz andere Sorgen: Banken, die zu sehr zögern – zu wenig wirklich gut ausgebildete Leute etc.

    Würde Dortmund seinen Kreativen in diesem Bereich gute Bedingungen bieten, dann wäre das schon einmal ein wirklich großer Schritt. Aber das „U“ ist für mich nur wieder ein neues Zollverein. Ein Angeber-Projekt ohne Substanz.

    Habe übrigens gestern mit einem Bekannten (aus Berlin) über Zollverein gesprochen. Er hatte dort ein paar Wochen zu tun und erzählte mir, dass er dort immer das Gefühl hatte in einer Betonwüste zu arbeiten. Die vielen Millionen Euro haben also nichts bewirkt – noch nicht einmal Imageförderung. Ich als Steuerzahler möchte so einen Unsinn nicht mehr finanzieren.

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