Live Hörspiel in Concert mit Bela B, Peta Devlin und Stefan Kaminski

13227709_10153673887095885_7902880708313016697_oBela B Felsenheimer aka Bela B von den unverwüstlich-phantastischen „Die Ärzte“ hat aus drei seiner Leidenschaften Spaghetti Western, Musik und Comics eine Einzige gemacht und damit ein ganz mitreißendes Spektakel kreiert: Einen LIVE-HÖRCOMIC IN CONCERT. Zusammen mit Sängerin & Musikproduzentin Peta Devlin (Die Braut Haut Ins Auge, Oma Hans, Cow), und dem unvergleichlichen Stimmen-Morpher und Geräuschakrobaten Stefan Kaminski bringt Bela B den 1970 entstanden Kult-Film SARTANA – NOCH WARM UND SCHON SAND DRAUF nach dem Buch von Synchronlegende Rainer Brandt (Bud Spencer & Terence Hill, Die Zwei, Luis de Funès u.v.a.) mit handgemachten Geräuschen und opulenten Illustrationen von Hellboy Comiczeichner Robert Schlunze live und in Farbe auf die Bühne. Unterstützt werden sie dabei von der Band Smokestack Lightnin’, die sich mit ihrer genialen Mischung aus Rockabilly, Country, Soul, Folk und twangigen Gitarren dem Western-Genre nähern, den berühmten E-Gittaren-Klang aus unzähligen Ennio Morricone-Soundtracks verehren und liebevoll neu interpretieren. Ein neues, liebenswertes Western-Juwel mit hinreißender Musik und Spaß-Garantie!

DIE HANDLUNG:

Sartana – Noch warm und schon Sand drauf – Für diejenigen, die diese Perle aus der Bahnhofskino-Klasse unter den Spaghetti-Western – gerade nicht vollständig in ihrer Erinnerung päsent haben, noch mal kurz im Schnelldurchlauf:

Der mit charakteristischem schwarzen Duster ausgestattete Pistolero Sartana wird Zeuge derheimtückischen Ermordung des Goldsuchers Benson. Im nahegelegenen Indian Creek trifft er auf die Nichte des Ermordeten, Jasmine. Sowohl der zwielichtige Bankier Hooverman als auch der nicht minder skurrile chinesische Casinobetreiber Lee Tse Tung möchten um jeden Preis Besitzer des Landes werden, dass Jasmine von ihrem ermordeten Onkel gerade geerbt hat. Sie vermuten dort beträchtliche Goldfunde. Sartana und Jasmine machen sich auf, Rache für Benson zu üben. Dabei kriegen sie es mit heimtückischen Saloon-Wirtinnen, verschlagenen Sheriffs, betrügerischen Croupiers und jeder Menge Gun-Men zu tun – und am Ende freut sich immer der Bestatter…

DAS PROJEKT:

Der Abend erzählt den Film, wobei die Handlung immer wieder von launigen Kommentaren und Unterhaltungen der Akteure unterbrochen wird. In diesen Intermezzi erzählt die Gruppe allerlei Wissenswertes, Anekdoten und Insiderfacts aus dem Spaghetti-Western-Kosmos.

Gespielt wird vom Blatt und wie es sich für richtige Wort-Instrumentalisten gehört, sind alle Geräusche handgemacht. Gerahmt wird die Show durch die eigens komponierten Songs von Bela B, Peta Devlinund Band. Als optische Verdichtung der Sound-Geschichten zeigen wir auf großer Bühnenleinwand die charaktervollen Comics von Robert Schlunze, die die Zuschauer zusätzlich in die entsprechende Atmosphäre katapultieren.

Weitere Termine hier in der Nähe:

03.12. Capitol Theater Düsseldorf (Premiere)

06.12. Congress Zentrum Ruhrfestspielhaus Recklinghausen (17.11.2016 Termin wurde abgesagt )

07.12. Konzerthaus Dortmund

08.12. Theater am Marientor Duisburg

26.03.2017 Schauspielhause Bochum

Karten gibt es bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen !

CREDITS: Original-Dialog-Buch: Rainer Brandt // Script-Adaption: Leonhard Koppelmann / Christian Kessler / Roland Slawik // Erzähler: Rainer Brandt // Darsteller/Sprecher: Bela B., Peta Devlin, Stefan Kaminski, Band Smokestack Lightnin‘ (in der Hörspielfassung Oliver Rohrbeck und Rainer Brandt) // Regie: Leonhard Koppelmann // Musik: Bela B Felsenheimer, u. a. // Illustrationen: Robert Schlunze // Projektleitung/ Tournee-Veranstalter: HPR Live GmbH, Köln // Hörspielproduktion: WDR 2016

MSV Duisburg: Filme, Talks und ein Turnier

Das Stadion in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Das Stadion in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Die FARE Action Weeks sind liebgewonnene Tradition, und vor allem sind sie wichtiger Beitrag für ein Miteinander im Fußball. Auch in diesem Jahr haben verschiedene Duisburger Fangruppierungen und das Fanprojekt Duisburg e.V. wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm für die Tage vom 8. – 20. Oktober 2016 zusammen gestellt.

Los geht es am Samstag, 08.10.2016 (18:30 Uhr), mit dem Film „Blut muss fließen“ im AStA-Keller der Uni Duisburg, für den der Journalist Thomas Kuban mit versteckter Kamera auf Rechtsrockkonzerten gefilmt hatte und das Gewaltpotential der extremen Rechten dokumentiert. Nach dem Film folgt eine Diskussion über das Gesehene mit dem Regisseur Peter Ohlendorf.

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Wer ist dieser FC Bayern?

Spielende, die Rockets feiern ihren Triumph. (Foto: Simon Gerich)

Mit einem 4:8 gegen die Kassel Wizards im Finale des ISHD-Pokals holen sich die Skaterhockeycracks des SHC Rockets Essen den Titel im nationalen Pokalwettbewerb und gewinnen damit in Jahresfrist nach Deutschem Meistertitel in der vergangen Saison, den Siegen in den Europapokalen der Landesmeister und der Pokalsieger in diesem Jahr alle vier wichtigen nationalen und internationalen Wettbewerbe.

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Zwei Präsidentenbilder und (k)ein Putsch in der Türkei

Screenshot: CCN Türkei
Screenshot: CNN Türkei

In der Nacht vom Freitag auf den heutigen Samstag gab es in der Türkei einen Putschversuch von Militärs gegen die Regierung der AKP. In Deutschland -auch im Ruhrgebiet- gingen tausende türkische Erdogan-Fans gegen die Militärs auf die Straße. Eine Rekonstruktion der bisherigen Ereignisse und ein Kommentar.

Gegen 21:30 Uhr am Freitagabend mehrten sich in sozialen Medien die Meldungen, dass etwas „Seltsames“ in der Türkei vor sich ginge. Mit Panzern fuhr Militär an den Istanbuler Brücken auf. Kampjets kreisten im Tiefflug über Ankara. Soldaten besetzten wichtige Plätze der Stadt und umstellten Gebäude der AKP. Gerüchte über eine „Anti-Terror-Operation“ oder einen Putsch machten die Runde. Soldaten auf der Straße erklärten Passanten, sie hätten die Macht im Land übernommen.

Einen Putschversuch in der Türkei hat es zuletzt 1997 gegeben. Damals hatte man die Regierung des Milli-Görüs Vordenkers Necmettin Erbakan mit einem „sanften Putsch“  zur Aufgabe gezwungen.

Putschisten besetzen staatliches Fernsehen

Der türkische Ministerpräsident Yildirim erklärte, dass man es mit einer „unkoordinierten Militäraktion“ zu tun habe. Man sei zuversichtlich, die Lage in den Griff zu bekommen. Das wirkte erstmal nicht so. Putschistische Militärs besetzten das Staatsfernsehen TRT. Eine Nachrichtensprecherin las eine Erklärung der Putschisten vor. Sie kündigten an, einen „Friedensrat“ einsetzen, um die Demokratie in der Türkei wiederherzustellen.

Erdogan meldet sich per Skype

Später trat Staatspräsident Erdogan im Sender „CNNTürk“ auf. Erdogan meldete sich per Videoanruf und wurde von der Moderatorin mit einem Smartphone in die Kamera gehalten. Erdogan hatte zwei Botschaften:

  1. Die Putschisten seien eine kleine Gruppe von Militärs, die der Gülen Bewegung nahe ständen.
  2. Außerdem sollten Erdogans Anhänger auf die Straßen gehen und sich den Soldaten in den Weg stellen. In Istanbul solle man zum Atatürk Airport kommen. Dort würde er später landen.

Erdogans Privatjet auf dem Weg nach Deutschland?

Zeitgleich gab es zahlreiche Gerüchte um Erdogans Verbleib: Während des Skype-Interviews sei er längst auf dem Weg ins Exil geweseb. Deutschland habe ihm aber politisches Asyl versagt. Die Gerüchte erwiesen sich als unwahr.

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Auf gute Nachbarschaft

Diese Zettel verteilt der Betreiber einer Nachbarschaftsplattform zur Zeit großflächig im gesamten Ruhrgebiet. (Foto: Simon Ilger)

Es gibt Unternehmen, welche davon leben Daten zu sammeln und diese zu verwerten, aber wie bekommt man heutzutage im Jahr 2016 die Leute dazu, einem bereitwillig ihre Daten kostenlos, schnell und unkompliziert zu geben? Man muss Vertrauen aufbauen und einen sinnvollen Zweck suggerieren.

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Keine Sommerpause ohne Sommertheater

Christoph Schubert. Hier noch in der NHL, bald in der drittklassigen Oberliga. (Foto: Robin Patzwaldt)
Christoph Schubert. Hier noch in der NHL, bald in der drittklassigen Oberliga. (Foto: Robin Patzwaldt)

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Anfang Juli, die Teams der deutschen Eishockeyligen stellen ihre Kader zusammen, vereinbaren Vorbereitungsspiele und möchte mit dem Verkauf der Dauerkarten beginnen, jedoch ist es wie in jedem Jahr. Gut zwei Monate vor dem Saisonbeginn stehen weder Modus noch Gegner endgültig fest. Was für die unteren Ligen normal ist, hat in diesem Sommer durch den überraschenden Rückzug der Hamburg Freezers auch die Deutsche Eishockey Liga erwischt. In den letzten Tagen klärte sich dann, dass die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven den Platz der Hamburger in der kommenden Spielzeit einnehmen werden. Und auch für die drei Ruhrgebietsteams in der Oberliga Nord besteht weiterhin eine gewisse Unsicherheit ob der kommenden Gegner.

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Der Menschenfresser von Duisburg

Heute, am 1. Juli jährt sich der Jahrestag des Todes von Joachim Kroll.

Heutzutage ist der widerwärtigste Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte so gut wie vergessen. Der Duisburger Waschkauenwärter Joachim Kroll tötete mindestens acht Menschen im Ruhrgebiet. Und er aß von ihren Leichen. Eine Kriminalgeschichte.

Joachim Kroll
Joachim Kroll

Kein schöner Sommer war das damals anno ’76. Wer kann sich schon erinnern? Zwar freuten sich die Menschen über wochenlange Bullenhitze in ganz Deutschland und fieberten mit den Ihrigen während der olymischen Sommerspiele in Montreal. Doch seit Anfang Juli dieses Jahres begann Grauen, das Revier zu lähmen.

Zu dieser Zeit, am zweiten Juli, vermissten die Duisburger Eheleute Kettner ihre vierjährige Tochter Marion. Mit ihren Freundinnen war die Kleine am Nachmittag nur eben mal zum Spielen raus. Auf diesem Spielplatz nahe ihrem Elternhaus auf der Friesenstraße in Duisburg-Laar hat man sie auch noch beobachten können.

Doch wenig später suchten Eltern und Bekannte stundenlang vergeblich nach dem kleinen Kind. Auch die mit Hunden und Hubschraubern fahndende Polizei vermochte das blonde Mädchen nicht zu finden. In der Folge ergaben die polizeilichen Ermittlungen in Sachen des vermissten Kindes eine kleine Unregelmäßigkeit im Nachbarhaus der Kettners. Auf der

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Duisburg: Update: Der MSV-Familientag wurde kurzfristig abgesagt!

Foto: MSV Duisburg
Foto: MSV Duisburg

Autogrammstunde, der MSV-Fußball-Parcours für Kids, Spiel & Spaß für die ganze Familie, und natürlich das erste offizielle Training der Zebras 2016/17 – das wird der Schauinsland-Reisen-Familientag des MSV Duisburg am Samstag, 25. Juni 2016, in Meiderich!

„Anstoß“ an der Westender Straße ist um 9:30 Uhr, rund eine Stunde später wird dann das neue MSV-Team auf dem Rasen präsentiert und zeigt in einem Show-Training erste Eindrücke. Dazu gibt’s Interviews mit Sportdirektor Ivo Grlic, Trainer Ilia Gruev, Präsident Ingo Wald und Geschäftsführer Peter Mohnhaupt.

Aber auch auf das bunte Programm drum herum dürfen sich alle kleinen und großen MSV-Fans freuen – natürlich bei freiem Eintritt! Bei der Panini-Tauschbörse können letzte Lücken im MSV-Sammelalbum gefüllt werden, zum Mitmachen gibt es das „Soccer-Ei“, einen Rolli-Parcours, Hüpfburgen, die Torwand oder das Glücksrad.

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Update – Duisburger Integrationsrat leugnet Völkermord an den Armeniern und droht Bundestagsabgeordneten

Gestern Abend hat der Duisburger Integrationsrat, ein dem Stadtrat beigeordnetes Gremium von Immigrantenorganisationen, einstimmig eine Resolution beschlossen. Diese leugnet den Völkermord an den Armeniern. Zudem werden türkischstämmige Bundestagsabgeordnete, die im Bundestag vor Tagen den von der Türkei begangenen Genozid feststellten, als „Verräter an unserem gemeinsamen Heimatland“ bezeichnet.

Brandstifter im Integrationsrat: Rainer Grün - Bild Thomas Rodenbücher
Brandstifter im Integrationsrat: Rainer Grün – Bild Thomas Rodenbücher

Hier ist die Resolution im Wortlaut:

Eine Lüge ist eine Lüge und bleibt eine Lüge

Gegen die Verleumdung der Türkei

Wir die Vertreter vieler türkischstämmiger Bürger Duisburgs wenden uns hiermit gegen die Verleumdung unseres Herkunftslandes und unserer Vorfahren. Ein Völkermord oder eine beabsichtigte Vernichtung einer ganzen Volksgruppe hat es in der Türkei nie gegeben.

Die Unterstützer dieser Erklärung stammen aus unterschiedlichen politischen Lagern, aber wir wenden uns gemeinsam gegen die Verurteilung unseres Herkunftslandes, der Türkei.

Die Behauptung die Türkei hätte von 1915 bis 1917 Völkermord an den Armeniern begangen ist so schwer und ungeheuerlich, dass sie auch mit Fakten und eindeutigen Beweisen belegt werden müsste. Dies ist bis heute nicht geschehen. Dass es zu Vertreibungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kam ist unstrittig, ebenso dass dabei viele Menschen ihr Leben verloren. Unter welchen Umständen das geschah und wer dabei Schuld auf sich lud sollte durch unabhängige Historikerkommissionen geklärt werden. Leider verweigert sich Armenien und die ihm nahestehenden Organisationen bis heute einer offenen und ehrlichen Aufarbeitung der tragischen Ereignisse von 1915 bis 1917. Die Türkei hat dagegen ihre Bereitschaft dazu erklärt.

Warum der Deutsche Bundestag dies einfach ignoriert ist uns völlig unverständlich. Wir fühlen uns verletzt und durch den Beschluss, dass die Türkei einen Völkermord begangen haben soll herabgesetzt. Dem guten Miteinander und der Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Gesellschaft schadet dieser Beschluss des Bundestages nachhaltig. Auch in Duisburg!

Auch sind wir schwer von “unseren” Bundestagsabgeordneten enttäuscht, die nicht den Mut aufbrachten sich gegen die Verurteilung unseres gemeinsamen Herkunftslandes zu wehren oder sogar noch aktiv an der Verurteilung der Türkei mitwirkten. Mahmut Özdemir hatte leider nicht den Mut im Plenum des Bundestages Nein zu sagen obwohl er angeblich die Resolution ablehnte. Wir hätten mehr Mut und weniger Ausreden von ihm erwartet nachdem ihn soviel türkischstämmige Wähler in Duisburg ihre Stimme gegeben haben.

Cemile Giosouf hat uns mit ihren Aussagen für die Resolution und ihrer Zustimmung zum Völkermordvorwurf schwer enttäuscht. Über Cem Özdemir ist nur soviel zu sagen, dass sein Hass auf die türkische Regierung und seine Nähe zur terroristischen PKK offensichtlich sein ganzes Handeln bestimmen. Ebenso Sevim Dagdelen von der Linken.
Auch Azize Tank, Mutlu Özcan, Metin Hakverdi, Cansel Kiziltepe, Aydan Özoguz, Gülistan Yüksel und Ekin Deligöz vergessen wir ihren Verrat an unserem gemeinsamen Herkunftsland nicht.

SPD, CDU, Grüne und Linke haben im Deutschen Bundestag klar gezeigt, dass sie die Stimmen der türkischstämmigen Bürger gerne einsammeln aber keinerlei Rücksicht auf deren Interessen nehmen.
Dies werden wir nicht vergessen, und dies wird auch Folgen haben. Die nächste Wahl kommt bestimmt.

Die Resolution geht auf die Initiative des Duisburger Ratsherren Rainer Grün zurück – eines ehemaligen Bergmanns und Sozialdemokraten, der jetzt in der Sicherheitsbranche arbeitet und zum Islam konvertiert ist. Grün führt eine kleine türkeiaffine Wählergruppierung an.

Der Geschäftsführer der grünen Ratsfraktion, Gerd Schwemm, hält den Beschluss für rechtswidrig: „Denn der Integrationsrat hat kein allgemeinpolitisches Mandat.“ Die Kommunalverwaltung prüfe schon die Relevanz der Resolution. „Ausserdem werden wir dagegen angehen, dass unser MdB Cem Özdemir in die Nähe der PKK gerückt wird.“

Vetreter der SPD, der Linkspartei und der Grünen haben wegen rechtlicher Bedenken an der gestrigen Abstimmung nicht teilgenommen, auch alevitische Verbandsvertreter beteiligten sich nicht.

Der Duisburger Integrationsrat gilt als dominiert von rechten und islamgläubigen türkischen Organisationen.

Update, 16:10 Uhr. – Mittlerweile hat sich auch Sören Link, SPD, der Duisburger Oberbürgermeister und Chef der Stadtverwaltung zu Wort gemeldet.

Er erkärt:

„Die im Integrationsrat beschlossene Resolution zum Thema ‚Armenien‘ ist nicht akzeptabel und verletzt geltendes Recht. Die teilweise martialische Wortwahl, die Beschimpfung und Bedrohung einzelner Mandatsträger haben in einem Gremium der Stadt Duisburg nichts zu suchen. 

Gemeinden besitzen kein allgemeinpolitisches Mandat. Ein solches ergibt sich weder aus Art. 17 noch aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes. Auch folgt eine Kompetenz für ein allgemeinpolitisches Mandat nicht aus Art. 28 Abs. 2 GG. Voraussetzung für ein Tätigwerden der Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist ein besonderes individuelles Betroffensein. Das individuelle Betroffensein muss allerdings gegenwärtig und konkret sein.

Bei der Resolution des Integrationsrates handelt es sich ausschließlich um eine allgemeinpolitische Erklärung. Die Abgabe solcher Erklärungen steht der Gemeinde allerdings nicht zu. Es ist vielmehr stets ein direkter kommunaler Bezug nötig, der hier nicht erkennbar ist.“

Ich halte es vor diesem Hintergrund für unzulässig, dass der Integrationsrat entsprechende Beschlüsse fasst. Den Beschluss vom 7.6.2016 werde ich deshalb umgehend beanstanden.“