Aus der Not eine Tugend gemacht: In Waltrop feiern sie Armut und Rückständigkeit

Waltrop feiert die Armut. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer im nördlichen Ruhrgebiet beheimatet ist, der musste sich im Laufe der vergangenen Jahre mehr und mehr an den Gedanken gewöhnen, in einer rückständigen und verarmten Region des Landes zu leben. Insbesondere auch der Kreis Recklinghausen bietet da inzwischen vielerorts ein trauriges Bild.

In Waltrop machen sie aus der Not jetzt eine Tugend und feiern den prekären Zustand, in dem sich die Stadt inzwischen in vielerlei Hinsicht befindet, mit einem großen Fest im örtlichen Stadtpark.

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„Nie wieder BDS“: Claudia Roth kehrt um (nach all den Jahren)

Claudia Roth, Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Stephan Röhl , Heinrich-Böll-Stiftung cc 2.0 

Auf der Jewrovision, dem ESC der jüdischen Jugend, trat Claudia Roth (Grüne) noch aggressiv inhaltsfrei auf, jetzt hat sie „ein paar Prinzipien“ ihrer Kulturpolitik nachgereicht: „Ich lehne Boykotte gegen Menschen oder Menschengruppen ab“, sagte die Kulturstaatsministerin am Freitag in Berlin, „wer dafür werben will, mag das tun, aber nicht bei uns“. Konkret: „Wir fördern keine Veranstaltungen, auf denen für den BDS geworben wird oder Ziele des BDS vertreten werden.“ Klare Ansage. 

Anlass ihrer Grundsatzrede: die Wiedereröffnung des „Haus der Kulturen der Welt“ unter dessen neuen Intendanten Bonaventure Ndikung. Roths Rede (hier nachzulesen) merkt man vom ersten Satz ab an, das sich da jemand, anders als für ihre Rede an die jüdische Jugend der Republik, einige Mühe gegeben hat, sie liest sich wie ein dreifaches Nie wieder: nie wieder Judenhass als Kunst getarnt wie auf der Documenta, nie wieder ausgebuht werden wie zuletzt auf der Jewrovision, nie wieder BDS. Roths Gedankengang:

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Dortmunder Schauspiel soll nicht nahezu ausschließlich gesellschaftliche Nischen besetzen.

Julia Wissert Foto: Hupfeld/Schauspiel Dortmund Lizenz: Copyright


Julia Wissert, die Intendantin des Dortmunder Schauspielhauses, findet nur eine geringe Akzeptanz beim Publikum. Ein Anfang Mai in der WAZ erschienener Artikel belegte ihr Scheitern: Keine 116 Menschen besuchten im Schnitt zwischen  August 20022 und Februar 2023 das Theater. In einem Gastbeitrag formuliert nun die  CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund Anforderungen an das Schauspielhaus.

Leitgedanke für die Anforderungen an das Dortmunder Schauspiel ist für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund die Frage der Relevanz. Das Dortmunder Schauspiel ist dann ein erfolgreiches Schauspiel, wenn es relevant ist, wenn es als Sprechtheater als ein Ort der Kunst und Kultur in der Stadtgesellschaft fest etabliert ist. Die hierzu notwendige Relevanz kann auf unterschiedlichen Ebenen erreicht werden, die wie folgt lauten und innerhalb derer die Intendanz im Rahmen der Kunstfreiheit frei agieren kann:

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