Die Stadt Wien verteilt Gastro-Gutscheine

Ein gut gefülltes subrosa im Dortmunder Hafen – so schnell werden wir das nicht wieder erleben | Foto: Peter Hesse

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor einem Gastro-Sterben durch die Corona-Auswirkungen gewarnt. In ganz Nordrhein-Westfalen hat zwischen 2007 und 2017 jede neunte Gaststätte, Kneipe oder Eisdiele geschlossen. Aktuell sind viele Wirte ratlos, wie es nach der Corona-Pandemie weitergehen soll. Die Stadt Wien hat nun ein Gutschein-Programm für Kneipen und Restaurants entwickelt.

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig sprach sich dafür aus, dass die Stadt Wien der angeschlagenen Gastronomie mit einer Gutscheinaktion unter die Arme greift. Die zweimonatige Sperre habe den Betrieben stark zugesetzt, daher möchte man gemeinsam mit der Wiener Wirtschaftskammer die Einwohner ab Mitte Juni mit bis zu 50 Euro pro Haushalt in die Lokale locken. In Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Wien steht die Aktion ab Mitte Juni bis Ende September jedem Wiener Haushalt zur Verfügung. Personen, die alleine leben, erhalten 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte sogar 50 Euro für einen Restaurantbesuch. Eine tolle Idee, die auch im Ruhrgebiet Nachahmung finden sollte.

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Intendanzstart für Julia Wissert: Schauspiel Dortmund stellt Spielplan 2020/21 vor

Julia Wissert Foto: Hupfeld/Schauspiel Dortmund Lizenz: Copyright

Julia Wissert übernimmt ab der kommenden Spielzeit 20/21 die Intendanz des Schauspiel Dortmund. Der Spielplan wird am 13. Mai 2020 auf der Webseite des Theater Dortmund veröffentlicht.

Das neue Leitungsteam und 16 köpfige Ensemble laden dazu ein, Theater als einen offenen, vielschichtigen und lebendigen Resonanz-Raum zu begreifen, in dem  gemeinsam mit dem Publikum mögliche Zukünfte, Welten und Leben erproben – dazu laden zwölf Premieren und viele Begleitprogramme ein.

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DEPICTED – eine Mischung aus Fotobuch und Fanzine

Ein Mann mit vielen Talenten: Thomas Huntke aus Berlin

Thomas Huntke lebt in Berlin und er hat gleich mehrere Begabungen: er ist Freiland-Biologe, Fotograf und Autor. Mit seinen foto-journalistischen Arbeiten hat er gerade einen hochwertigen Fotoband hergestellt. DEPICTED heisst sein Baby – und umfasst 122 Seiten mit 87 ganzseitigen Fotos in Schwarzweiß und Farbe. Für das Magazin hat er Musiker wie Justin Sullivan von New Model Army, sowie viele Underground-Künstler wie die Bands (Dolch), Wolvennest, Indian Nightmare oder Necros Christos porträtiert.

Hallo Thomas, dein DEPICTED Magazin ist eine Mischung aus Journal und Fanzine. Siehst du das auch so?
Ich würde sagen DEPICTED ist eine Mischung aus einem Portrait-Fotobuch und einem Fanzine. Der Interview-Part ist ganz klar Fanzine, bei den Fotos war es mir wichtig, sie ganzseitig abzudrucken, wie in einem Fotografie-Bildband.

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Unter der Gürtellinie

Frank Jaspermöller legt mit „Boxerherz“ einen Roman vor, dessen Protagonist sich seiner traumatischen Familienvergangenheit stellen muss, um eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln. Ein Debüt voller klarer, schnörkelloser, bisweilen schonungsloser bis zärtlicher Sprachlichkeit.

Der Protagonist des Romans ist Stoffel. Im ersten Teil des chronologisch erzählten Romans erfahren wir die Geschichte seiner Eltern und Großeltern zur Zeit des 2. Weltkriegs bis zu seiner Geburt und den ersten Lebensjahren. Die erste brutale Zäsur ist der Suizid seiner Mutter, nach dem er zunächst bei seinen Großeltern aufwächst. Seine Großmutter nennt er Mama und niemand in der Familie redet offen mit ihm über den Grund des Selbstmords, das Thema wird kontinuierlich tabuisiert. Als Jugendlicher entdeckt Stoffel seine Zuneigung zu Jungs, aus Verliebtheit zu einem Kameraden zieht er zu seinem Vater, der inzwischen wieder verheiratet ist, ein schlichter Arbeiter, der nach der Devise lebt „Es geht nicht warum was wir wollen, sondern es geht im Leben darum, was wir müssen.“ Gerade er schweigt sich über die Gründe des mütterlichen Freitods vehement aus. Der zarte Stoffel ist so ganz anders gestrickt, als das väterliche Rauhbein, als Erwachsener zieht er nach

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377 Künstler und Wissenschaftler verzichten auf Steuergelder aus Deutschland, weil BDS-Unterstützer hier Probleme haben

Judith Butler Foto: University of California, Berkeley Lizenz: Public Domain

Auf der Internetseite Mondoweiss ist Erklärung veröffentlicht worden:

„Some 377 scholars and artists from more than 30 countries have signed a pledge opposing litmus tests and political interference by institutions, municipalities, and public officials in Germany aimed at silencing advocates for Palestinian rights under international law.

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Parkfest in Waltrop: „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr ein tolles Fest feiern werden!“

Auf dem Parkfest in Waltrop. Archiv-Foto: Dieter Wirdeier

Dass durch das Corona-Virus verursachte grundsätzliche Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August 2020 hat kürzlich für viele enttäuschte Gesichter in diesem Lande gesorgt. Nicht nur bei den Schaustellern und Künstlern schmerzt der ungewohnt veranstaltungsfreie Sommer 2020, auch bei den Organisatoren hinterlässt die aktuelle Situation viele sorgenvolle Gesichter.

Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) Foto: CDU-Waltrop

Neben den vielen überregional bekannten Events sind dabei auch etliche Großveranstaltungen betroffen, die seit Jahren fest mit zum Kulturprogramm einer kleineren Stadt oder einer Region gehören, diese teilweise sogar prägten.

Mit zuletzt rund 60.000 Besuchern am letzten August-Wochenende gehörte auch das Waltroper Parkfest stets mit zu diesen fixen Terminen, an denen sich seit gefühlten Ewigkeiten die Jahres-Planung ganzer Generationen von Bürgern im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus ausgerichtet hatte.

Seit den 1970er-Jahren gehörten Kunst, Musik und kulinarischer Genuss im örtlichen Stadtpark in Waltrop stets zu Highlights des Jahres. In diesem Jahr muss jetzt erstmals darauf verzichtet werden. Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, selber seit 1973 in Waltrop wohnend und mit dem Parkfest quasi aufgewachsen, fragte Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) einmal exklusiv nach den konkreten Auswirkungen dieser für eine Stadt wie Waltrop extrem bitteren Absage und den daraus resultierenden Zukunftsperspektiven der Veranstaltung.

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Cartoons ohne Bilder #97


Ein Bischof. Sprechblase: „Wir widersprechen der Aussage unserer Kollegen. Das Virus ist natürlich keine Schöpfung von kinderfressenden Reptilienmenschen. Es ist wie alles andere die Schöpfung eines allmächtigen Wesens, das als sein eigener Vater aus einer jungfräulichen Mutter kam, um als Brot … Moment, jetzt habe ich den Überblick verloren.“

Den Kampf gegen Klein führt ein Milieu, das vom Wegschauen profitierte

Stefanie Carp und Christoph Marthaler bei der Bekanntgabe der Intendanz für die Ruhrtriennale 2018 – 2020. Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016

In der Abendsonne ihrer Karriere wollte Stefanie Carp ihre dreijährige Intendanz dazu nutzen, mit der Ruhrtriennale ein Hochamt ökologischer und postmoderner Kapitalismuskritik zu feiern. Ihr Scheitern bescherte dem Land eine längst überfällige Antisemitismusdebatte und half, die Handlungsspielräume für die antisemitische BDS-Kampagne und ihre Unterstützer zu verengen.

Dass Felix Klein, „Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus“, unter Druck steht, wäre zu hoch gegriffen. Die Bundesregierung und die ihn tragenden Parteien SPD und CDU stehen hinter ihm, auch aus den Kreisen von Grünen und FDP gibt es an seiner Arbeit keine Kritik. Der Zentralrat der Juden schätzt seine Arbeit, ebenso ein großer Teil der seriösen Medien dieses Landes. Aber einige

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036 Filme und Serien – Tiger King, Dune und Community

Nachdem Sie die letzte Staffel von Game of Thrones endlich verdaut haben sind Robert Herr und Maximilian Schulz endlich zurück und besprechen im Podcast den Serienhit der Corona-Zeit schlechthin, die Netflix-Doku Tiger King und weitere Serientipps und Film-Neuigkeiten.

Florian Schneider ist gestorben: Ein Musikerleben als Roboter

Pioniere aus Düsseldorf: Kraftwerk // Bildcredit: EMI

Florian Schneider-Esleben, Mitgründer der legendären Gruppe Kraftwerk, ist gestorben. Das teilte seine Plattenfirma Sony am Mittwochabend in Berlin unter Berufung auf Kraftwerk-Gründer Ralf Hütter mit. Der Musiker sei nach einer Krebserkrankung gestorben, hieß es von Sony. Er wurde 73 Jahre alt. So viel ist sicher: Ohne die innovative und wegweisende Pionierarbeit von Kraftwerk wäre die Entwicklung von House- und Techno-Musik eine andere gewesen.

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