Bernd Begemann, Samstag, 18. August, MammaMia-Festival, Ahaus
Aretha Franklin ist tot
Im Alter von 76 Jahren ist die amerikanische Soul-Sängerin Aretha Franklin heute an der Folgen einer im Jahre 2010 diagnostizierten Krebserkrankung gestorben.
R.I.P.
Slime
https://www.youtube.com/watch?v=FVNpX0ZG_H4
Slime, Freitag, 17. August, Turock-Open Air, Essen
Ruhrtriennale-Demonstration: „Wer den BDS unterstützt, schürt Judenhass“

Wenn am Samstag Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp zur Diskussion darüber lädt, wie differenziert man doch mit dem Thema Antisemitismus umgehen sollte, wird es erstmals in der Geschichte des Festivals eine Demonstration geben. Die Kölnerin Malca Goldstein-Wolf hat sie angemeldet und ist von der Resonanz positiv überrascht.
Ruhrbarone: Frau Goldstein-Wolf, warum haben Sie für den Samstag eine Demonstration angemeldet?
Malca Goldstein-Wolf: Der Gedanke, dass auf der Ruhrtriennale den Judenhassern vom antisemitischen BDS mit öffentlichen Geldern eine Bühne geboten werden soll, ist für mich unerträglich. Da die Politik bis dato nur verbal reagiert, aber keine personellen Konsequenzen zieht und Stefanie Carp immer noch im Amt ist, muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden. So nicht!
Damien Done
Damien Done, Donnerstag, 16. August, 20.00 Uhr, Druckluft, Oberhausen
Ruhrtriennale: Hezarfen Ensemble verklärt in Absage Türkei zum Schmelztiegel verschiedenster Kulturen

Das Istanbuler „Hezarfen Ensemble“ hat seinen für Mittwoch im Rahmen der Ruhrtriennale im Maschinenhaus Essen geplanten Auftritt kurzfristig abgesagt. Dort wollte das „Hezarfen Ensemble“ das Projekt „Music of Displacement“ aufführen. In einer auf der Homepage der Gruppe veröffentlichten Stellungnahme wird ein Artikel aus der „Welt am Sonntag“ genannt, ohne sich auf den Inhalt zu beziehen. In dem Artikel, in dem es um das Verhalten von Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp und ihren Umgang mit der antisemitischen BDS-Kampagne ging, wurde auch auf das „Hezarfen Ensemble“ eingegangen. Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli kritisierte die Gruppe. Im
The Mis-Made
The Mis-Made, Mittwoch, 15. August, 21.00 Uhr, Sonic Ballroom, Köln
Cartoons ohne Bilder #14

Ein Mann ist im Begriff eine völlig vollgepinkelte Toilette zu verlassen. Flecken auch an seiner Hose und den Schuhen. Sein Blick fällt auf ein Schild: Toilette bitte sauber hinterlassen
Gedankenblase: „Ach so! Verdammt …“
Ministry
Ministry, Dienstag, 14. August, 20.00 Uhr, Essigfabrik, Köln
Vom Nutzen der Ruhrtriennale

Im Jahr 2002 startete die erste Ruhrtriennale. Doch die Geschichte des Festivals beginnt deutlich früher.
Hätte Karl Ganser seinen Job richtig gemacht, es gäbe wahrscheinlich keine Ruhrtriennale. Ganser leitete von 1989 bis 1999 die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA), ein Mammutprojekt, das von dem damaligen NRW-Stadtentwicklungsminister Christoph Zöpel (SPD) ausging. Mit 1,5 Milliarden Euro öffentlicher Gelder und einer weiteren Milliarde an privaten Investitionen sollten die städtebaulichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Impulse für den wirtschaftlichen Wandel im nördlichen Ruhrgebiet gesetzt werden. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) wollte mit einem großen Wurf vor allem das nördliche Ruhrgebiet stabilisieren. In den 80er Jahren hatte sich die wirtschaftliche Situation im Ruhrgebiet massiv verschlechtert, im Norden des Reviers, der Emscherzone, drohte sogar der Verfall. Während es in den 60er und 70er Jahren in den Städten im Zentrum des Ruhrgebiets gelang, durch Universitätsneugründungen und Großansiedlungen wie Opel und Siemens neue Perspektiven für eine Zeit nach dem Ende des Bergbaus zu schaffen, war das nördliche Ruhrgebiet lange vernachlässigt worden. Zwar konnten auch hier einige Firmen wie Siemens und Rockwool angesiedelt werden, doch der Norden war vom immer schneller dahinsiechenden Bergbau abhängig geblieben. Die Arbeitslosigkeit stieg, die Städte wurden immer unattraktiver und schrumpften, die Umweltbelastungen waren hoch, der Nahverkehr miserabel ausgebaut – was sich bis heute übrigens nicht geändert hat.
