Anna Depenbusch, Montag, 5. Mai, 20.00 Uhr, Ebertbad, Oberhausen
Anna Depenbusch, Montag, 5. Mai, 20.00 Uhr, Ebertbad, Oberhausen

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum lädt zur Diskussion über die regionale Identifikation mit dem Ruhrgebiet ein. In einer öffentlichen Veranstaltungsreihe befassen sich Experten und Kulturschaffende an fünf Terminen mit Themen wie Erinnerungskultur, Bergehalden, Eigensinn, Kunst und Emscher.
Dark Tranquillity, Sonntag, 4. Mai, 19.00 Uhr, Turbinenhalle, Oberhausen

Am vergangenen Mittwoch ist der langjährige Metal Hammer– und eclipsed-Autor Michael Lorant im Alter von 64 Jahren verstorben. Er war ein regelmäßiger Leser der Ruhrbarone und kam am 23. April mit einer Gehirnblutung in die Notaufnahme. Dort ist er nicht mehr aufgewacht. Ein Nachruf.

Am Mittwoch die Nachricht, die in der Punk- und DIY-Szene für einen echten Dämpfer sorgt: Das traditionsreiche Back-To-Future-Festival in Glaubitz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Ein Gastbeitrag – der Autor schreibt anonym, aus Sorge vor Gewalt und Anfeindungen, wie sie inzwischen leider auch in der linken Szene keine Ausnahme mehr sind.
Die offizielle Begründung liest sich diplomatisch: gestiegene Kosten, mangelnder Vorverkauf, schwierige Rahmenbedingungen.
Mina Richman, Samstag, 3. Mai, 21.00 Uhr, Forum Freies Theater, Düsseldorf

Stirbt das Lesen aus? Gibt es Bildung ohne Lesen? Sind deutsche Verlage zu konformistisch? Wolfgang Ferchl blickt auf ein halbes Jahrhundert Verlegererfahrung zurück und weiß Antworten. Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch
Dir geht der Ruf voraus, eine Nase für Bestseller zu haben. Als Chef großer Publikumsverlage hast du Autorinnen und Autoren entdeckt oder betreut, die von Millionen Menschen gelesen werden. Walter Moers, Dörte Hansen, Hape Kerkeling, Gabor Steingart, um nur ein paar zu nennen. Welcher Erfolg hat dich am meisten überrascht?
Wolfgang Ferchl: Die ganz großen Bestseller waren alle eine Überraschung. Übrigens ist das mit dem „Entdecken“ so eine Sache. Verlagsarbeit ist Teamarbeit. Entsprechend hat der Erfolg viele Väter und Mütter.
Regisseurin Yasemin Şamdereli schreibt ein Drehbuch über den Führerschein ihrer Mutter, Städtebau-Professorin Renée Tribble erklärt, wie Partizipation zu einer lebenswerten Stadt führen kann. Barbara Koch hegt 7.000 Schmetterlinge, Ekkehard Freye macht Theater in einer Tagesstätte für psychisch Erkrankte. Das Straßenmagazin im Mai.
Wenn die Regisseurin und Drehbuchschreiberin Yasemin Şamdereli über ihr neues Filmprojekt spricht, spürt man: Das muss ein Hit werden wie damals „Almanya – Willkommen in Deutschland“. Wie immer schreibt sie daran mit ihrer Schwester Nesrin, mit der sie in Dortmund aufgewachsen ist.
7.000 Schmetterlinge: Mitten in der Dortmunder Nordstadt summt, brummt, grünt und blüht es. Aus einer vermüllten Brache ist ein Lebensraum für – unter anderem – viele Schmetterlinge geworden, der gleichzeitig ökologisches Projekt, künstlerische Intervention und soziale Initiative ist.
Der Moderne Man, Freitag, 2. Mai, 20.00 Uhr, Druckluft, Oberhausen

Pharisäer waren Juden, unter ihnen einer namens Jesus von Nazareth. Alle seien sie „Heuchler“ gewesen, schreibt Katrin Göring-Eckardt, alle außer Jesus. Die anderen Juden, „die Herrschenden“, hätten den „Dienst an der Gerechtigkeit“ verweigert. Vollkommener Stuss, den sie verzählt. Und dann politisch verzweckt: Um vom jüdischem Heuchel zu befreien, braucht es einen Erlöser, wer es wohl dieses Mal wird.
Judenhass der altbewährten Art von einer studierten Theologin: Was Katrin Göring-Eckardt (Grüne) jetzt in einem Gastbeitrag für Die Welt nachbetet, stellt sie in keine „biblische Tradition“, wie sie es sich denkt, sondern in die des nachbiblischen Judenhasses. Die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages und, in gewisser Weise gleichrangig, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) empört sich darüber, dass die amtierende Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU/CSU) den Kirchen habe „verbieten wollen“, politische Aussagen zu treffen – was bereits mehr Nonsens ist als genug, in einem Interview mit der BamS hatte Klöckner die Kirchen lediglich davor gewarnt, jeden politischen Wunsch, der einen anfällt, mit höheren Weihen zu versehen: „Klar kann sich Kirche auch zu Tempo 130 äußern“, so Klöckner, „aber dafür zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer“.