Falsch Verbunden – Fünf Thesen zum deutschen Datenstau

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Exportweltmeister und Wirtschaftsmacht, aber trotzdem Digitalverlierer. Dass Deutschland so schlecht verbunden ist, hat viele Gründe. Hier sind fünf davon, gesammelt von unserem Gastautor Fred Cyrus Roeder, Ökonom und Geschäftsführer des Consumer Choice Centers.

Deutschland, die digitale Wüste in der Datenverkehr nur im Schneckentempo vorankommt: Aktuell gehört dieses Bild zu jeder guten politischen Diskussion. Dafür, dass sämtliche Politiker die Digitalisierung zur Chefsache machen wollen, sieht es verdammt düster aus. Der phänomenal schlechte Netz- und Breitbandausbau in Deutschland kennzeichnet sich durch fünf wesentlichen Punkte.

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Uploadfilter: Schon wieder: Laute(r) Bots @ Königsallee!

Düsseldorf, 6. April 2019: Die Bots erhoben sich erneut! Foto: Peter Ansmann

Am 23.03.2019 gingen in Düsseldorf – ebenso wie in vielen anderen Städten Europas – die Bots auf die Straße um ihre Stimme gegen die europäische Urheberrechtsreform zu erheben. Eine eindrucksvolle Demonstration mit ca. 5000 Teilnehmer – wesentlich mehr als von den Veranstaltern im Vorfeld erwartet wurden.

Unbeeindruckt von diesen Protesten, verabschiedete das EU-Parlament drei Tage später die umstrittene Reform: Trolle der CDU verbreiten im Vorfeld der Abstimmung noch Fakenews über angeblich „von Google bezahlte Demonstranten“, was die Gemüter der Aktivisten, die gegen die Reform sind, nicht ohne Grund erhitzte.

Für den 06.04.2019 hatten die Aktivisten von SaveYourInternet zu einer weiteren Demonstration in der Landeshauptstadt Düsseldorf geladen – und ich habe mir das ganze mal ansehen…

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Der Ruhrpilot

Christian Lindner: © Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)


Duisburg:
FDP-Chef Lindner kritisiert Fridays for Future…Bild
NRW: 
Polizei schützt Autodieb vor wütenden Familienmitgliedern…Welt
Debatte: Ist die AfD reif für so ein hohes Amt?…Welt
Debatte: Sind Ostdeutsche wie muslimische Zuwanderer?…FAZ
Debatte: Türkische Hochzeiten sind speziell…Welt
Debatte: Die Speerspitze des Bildungsbürgertums…Jungle World
Debatte: So hätte es nicht enden sollen…FAZ
Debatte: Die Umweltrisiken der Bio-Landwirtschaft…Novo
Debatte: Im Zucchini-Funkloch…Zeit
Ruhrgebiet: Hunderte Gladbecker protestieren gegen rechte Patrioten…WP
Bochum: Links-Fraktion fordert mehr sozialen Wohnungsbau…WAZ
Duisburg: 80.000 Liter Wasser fluten Theater…WAZ
Essen: Neue Wohnhäuser in Essen-Rüttenscheid im Herbst bezugsfertig…WAZ
Essen: Vor 90 Jahren – Der Siegeszug von Coca-Cola beginnt…WAZ 

Boykott von ZDF und Prognos Studien: Aus dem Ruhrgebiet wird das Schmollgebiet

Milliardengrab Industriekultur: Zeche Zollverein FotoLizenz © Jochen Tack/Stiftung Zollverein


Nach einem Bericht der WAZ wollen die Städte und Landkreise des Ruhrgebiets zwei Studien des ZDF und des Wirtschaftsforschungsinstitutes Prognos boykottieren. Der Grund: Man würde sowieso auf den hinteren Plätzen landen.

Egal um was für ein Ranking es sich handelt, eines ist sicher: Das Ruhrgebiet landet auf den hinteren Plätzen. Das ist seit Jahren so und es gibt keinen Grund daran zu glauben, dass sich dies in der kommenden Zeit ändern wird. Die Oberbürgermeister und Landräte der elf Großstädte und vier Landkreise des Ruhrgebiets haben nun daraus die Konsequenzen gezogen. In einem Brief an das ZDF, welcher der WAZ vorliegt, teilen sie mit, dass sie an zwei Studien zu den Themen Senioren und Familien nicht teilnehmen werden. „Die teils heftigen Debatten der zurückliegenden Monate nach Veröffentlichung der ,Deutschland-Studie’ haben uns nicht nur

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Der Ruhrpilot


Ruhrgebiet: 
Das neue Armenhaus Deutschlands…Welt
NRW: Land büßt fünf Plätze im Ranking ein…General-Anzeiger
NRW: An der Wand​…taz
NRW: Gamescom nicht mehr in den Sommerferien…Playcentral
NRW: Streetscooter-Gründer kehrt der Post den Rücken…FAZ
Debatte: „Tendenziell paranoide Atmosphäre“…Welt
Debatte: Plötzlich ist der Sozialismus wieder ganz nah…FAZ
Debatte: Das doppelte Migrationsproblem…NZZ
Debatte: Warum Europa auch Krieg können muss…Cicero
Debatte: Wer einen Benziner fährt, kommt in die Hölle…Welt
Debatte: NATO – Ja genau, Wort halten…FAZ
Debatte: Das Ende des Kalifats und die Zukunft des Jihadismus…Jungle World
Debatte: Baut die EU zurück…NZZ
Ruhrgebiet: Auch das Ruhrgebiet fordert Hilfen für den Kohleausstieg…IKZ
Ruhrgebiet: Forscher finden riesige Höhle…Spiegel
Ruhrgebiet: Oberhausener IS-Kämpfer bei Luftangriff in Syrien getötet…WAZ
Bochum: Badalona-Chef setzt sich für Koch ein…WAZ
Bochum: Theatergeschichten begründeten den Mythos Schauspielhaus…WAZ
Dortmund:  Erinnerung an die NSU-Mordserie…Nordstadtblogger
Dortmund: Drohende Dieselfahrverbote…Nordstadtblogger
Dortmund: „Ente süß sauer“ eröffnet „Schauraum“ für Comics…WAZ
Duisburg: Wie die Verwaltung sich veränderte…RP Online
Duisburg: Scheitert Soziokultur an der Bürokratie?…WAZ
Duisburg: Massive Kritik an Räumungen in Marxloh…WAZ
Essen: Pumpgun-Bilal und die Angst vor dem schwachen Staat…Welt
Essen: 3500 Kinder haben noch keinen Kita-Platz…WAZ
Essen: Stadt muss geschassten Beteiligungschef zurückholen…WAZ

Wer Fortschritt will, muss für Wachstum sein

Visualisierung eines Fusionsexperimentes Foto: T. Sunn Pedersen, M. Otte, S. Lazerson, P. Helander, S. Bozhenkov, C. Biedermann, T. Klinger, R. C. Wolf, H. -S. Bosch & The Wendelstein 7-X Team Lizenz: CC-BY 4.0


Mit den Kategorien links und rechts sind weder die Umweltbewegung noch ihre Parteien klar zu erfassen. Eine linke, aufgeklärte Umweltpolitik müsste auf technischen Fortschritt und weltweite Wohlstandsvermehrung statt auf Esoterik und Verzichtsethik setzen.

Die Linke war nie gegen die Vermehrung des Wohlstandes, einzig und allein die Frage, wie er verteilt und erzeugt wird, wurde als Problem angesehen. Jeder soll seine Kinder zur Schule schicken können, eine schöne Wohnung haben, Kultureinrichtungen nutzen und ausreichend und gut essen können. Und natürlich haben Menschen im Senegal oder Vietnam das Recht

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So lala bis gut: Das Netzwerk der neuen Rechten

Das Netzwerk der neuen Rechten
Das Netzwerk der neuen Rechten

AfD, PEgIdA, Identitäre Bewegung: Die neue Rechte und deren Strategen – Götz Kubitscheck, Martin Sellner,  Jürgen Elsässer, Björn HoeckePhillip Stein u.a. – sind Thema eines Buches von Christian Fuchs und Paul Middelhoff.  Die beiden Autoren haben die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg absolviert und schreiben als Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit.

In ihrem im März erschienenem Buch Das Netzwerk der neuen Rechten schauen Christian Fuchs und Paul Middelhoff auf das – der Buchtitel lässt es vielleicht erahnen – Netzwerk der neuen Rechten. Auf ihre Motivation, dieses Buch zu schreiben und die dunklen Stellen des Rechtsextremismus in Deutschland zu beleuchten, gehen die Autoren am Anfang des Buches, mit einem Zitat vor George Orwell ein.

Journalismus ist, zu veröffentlichen, was andere nicht gedruckt sehen wollen: Alles andere ist Öffentlichkeitsarbeit.

Ein guter Ansatz, um sich mit der neuen Rechten auseinanderzusetzen.

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Der Ruhrpilot

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) Foto: © Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)


NRW: 
Herbert Reul muss um sein Amt kämpfen…RP Online
NRW: Polizei warnt vor weiteren „Hochzeits-Blockaden“…General-Anzeiger
NRW: Obama in Köln – Der Name seines Nachfolgers fällt kein Mal…Welt 
Debatte: 
Für Mehrheit der Mieter wird die Großstadt zum Problemfall…Welt
Debatte: Donnerstag for Diesel...FAZ
Debatte: Verhilft die deutsche Superbatterie dem E-Auto zum Durchbruch?…Welt
Debatte: Ein Land, zwei Welten…FAZ
Debatte: Ich, einfach diskriminiert…Spiegel
Debatte: Aushalten wäre besser gewesen…taz
Debatte: Die heikle Spende als Komplott…Jungle World
Debatte: „Tabuisierungen bringen mich auf die Palme“…Cicero
Bochum: SPD setzt im Europa-Wahlkampf auf junge Themen…WAZ
Bochum: Stadt entscheidet sich für einen Verhütungsmittelfonds…WAZ
Dortmund: Gymnasien müssen zusätzliche Klassen schaffen…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Pokémon-Go-Fest im Westfalenpark…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Stadt lässt Wohnhäuser in Marxloh räumen…RP Online
Duisburg: Milliardär soll an AfD gespendet haben…WAZ
Duisburg: Sparda-Bank zieht ins Mercator One am Bahnhof…WAZ
Essen: Unerträgliche Selbstermächtigung militanter Tierschützer…WAZ
Essen: Steeler Jungs – Großes Polizeiaufgebot begleitet Demos…WAZ

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Ex-Gabriel Berater: „Die SPD verabschiedet sich reflexhaft aus der Mitte“

Thomas Hüser und Sigmar Gabriel Foto: Privat


Der EssenerKommunikationsexperte Thomas Hüser war  Berater des einstigen SPD-Chefs Sigmar Gabriel. Bei der kommenden Europawahl hätte die SPD kaum Erfolgschancen.

Ruhrbarone: Seitdem Sigmar Gabriel den Vorsitz der SPD abgegeben hat, haben sich die Umfragen weiter verschlechtert. Auch im einstmals starken Ruhrgebiet sind die Sozialdemokraten nur noch bei rund 20 %, in ihren Hochburgen im Emscherraum ist die AfD auf Augenhöhe. Hätte Sigmar Gabriel die Partei über 20% stabilisieren können?

Thomas Hüser: Der Niedergang der Sozialdemokratie ist ein gesamteuropäisches Phänomen. In der Amtszeit von Sigmar Gabriel ist es gelungen, die SPD in Deutschland auf Schlagdistanz zur Union zu halten. Und ihren Status als Volkspartei zumindest in Nordwestdeutschland zu

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BDS : Mit „SS“ im Logo gegen Eurovision in Israel


Auch im Zuge ihrer Anti-Eurovision Kampagne liefert die israelfeindliche BDS Bewegung mal wieder ein von ihr bekanntes (niedriges) Niveau. Aber dennoch ist das Logo auf diversen Ebenen noch mal besonders bemerkenswert (und zwar nicht im positiven Sinne) und verdient eine genauere Medienanalyse:

Das Logo selbst zeigt eine abgewandelte Form des eigentlichen Eurovision-Logos mit Stacheldraht versehen, gebrochenem Herzen und „ARTWASHING APARTHEID“ Untertext.
Auf diese drei Elemente möchte ich nun einzeln und gesondert eingehen:

1. Stacheldraht

Zuerst einmal ist dieser eine ganz offensichtliche und bewusste Anspielung auf die

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