Stillleben mit Wurst (Italien, 17. Jh.) Lizenz: Gemeinfrei
Deutschland ist ein Land, in dem man leben kann. Einige meinen, man kann hier sogar recht gut leben. Andere finden, dass man eigentlich nur in dem Deutschland leben kann, das sie sich erträumen. Das Ausmaß dieser Träume geht von Auflösungs- bis Großmachtsphantasien. Ich lebe gerne in der Realität. Und eigentlich auch ganz gerne in Deutschland. Doch sollten wir reden.
Die Facebook-Seite der Gruppierung „Deutsch-Türkische Akademiker“ hat am vergangenen Abend ein gepfeffertes Statement zur Islamkonferenz veröffentlicht. In diesem Posting und den Kommentaren sprengen die „Akademiker“ sämtliche Tabus der feinen Integrationsdebatte und hetzen unter anderem gegen Frauen, Schwule, liberale Muslime, Polizeibeamte und die Institutionen der Bundesrepublik Deutschland.
Margot Käßmann Foto: James Steakley Lizenz: CC BY 2.0
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Der verstorbene George Bush Senior im Jahre 1989. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Am gestrigen 30. November 2018 verstarb George Herbert Walker Bush. Er amtierte von 1989 bis 1993 als 41. Präsident der Vereinigten Staaten und war der Vater des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush.
Nachdem sich Bush Senior 1980 zunächst vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei, der Republikaner, bemüht hatte, amtierte er von 1981 bis 1989 unter Ronald Reagan als dessen Vizepräsident. Die Präsidentschaftswahl 1988 gewann er dann und wurde Reagans Nachfolger im Weißen Haus.
Vier Jahre später musste er sich bei der Präsidentschaftswahl 1992 dem Demokraten Bill Clinton geschlagen geben, womit er 1993 nach einer Amtsperiode abgelöst wurde. Er wurde 94 Jahre alt und war damit bei seinem Tode der älteste aller US-Präsidenten.
Autoren der Ruhrbarone erinnern sich heute an den verstorbenen Politiker, der auch für die Geschichte Deutschlands durch seine wohlwollende Rolle im Prozess der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten nicht unerheblich war
OB-Wahl 2015: Damals kandidierte Wolfgang Wendland parteiunabhängig
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Stillleben mit Wurst (Italien, 17. Jh.) Lizenz: Gemeinfrei
War es ein Buffet oder ist es schon ein Blutwurstgate? Gestern bei der Islamkonferenz gab es natürlich auch was zu essen. Und eine der Speisen, die angeboten wurden, war Blutwurst. Eine Blutwurst verstößt so ungefähr gegen alle islamischen Essensregeln: Blutig und Schwein, das lass ein. Lecker ist sie trotzdem.
Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh Foto: Arne List Lizenz: CC BY-SA 2.0
Sie wurde das „Wunder von Marxloh“ genannt und als die Ditib-Moschee mit dem 34 Meter hohen Minarett vor zehn Jahren eröffnete, war die Begeisterung groß. Der damalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers forderte nannte sie ein Beispiel für gelungen Integration und forderte „Wir brauchen mehr Moscheen in diesem Land, aber nicht in den Hinterhöfen, sondern sichtbar, erkennbar.“
Ditib, die deutsche Dependance der türkischen Religionsbehörde Diyanet, galt als seriöser Partner, die Türkei unter Erdogan damals als das Land eines reformfreudigen, weltoffenen Islams.
Das ist lange her: Seit September prüft das Bundesamt für Verfassungsschutz, ob die Ditib als Verdachtsfall unter Beobachtung genommen werden soll. Die Ditib könnte dann mit geheimdienstlichen Mitteln beobachtet werden. Für den Bundesverfassungsschutz könnte sich die Ditib als extremistische Organisation erweisen. Gründe für diese Annahme gibt es genug: Auf Ditib-Veranstaltungen marschierten Kinder in Uniformen mit Spielzeuggewehren auf. Die Ditib-Gemeinde im nordhessischen Melsungen veröffentlichte eine Sammlung antisemitischer
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Rajko Kravanja vor dem Real-Markt in Castrop-Rauxel Foto: Privat
Rajko Kravanja (SPD), Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel wollte, wollte heute an einer Personalversammlung des Supermarktes Real in seiner Stadt teilnehmen. Eingeladen hatte ihn der Betriebsrat. Kravanja unterstützt die Mitarbeiter des Supermarktes bei ihrem Kampf mit der Konzernspitze – sie wollen einen Tarifvertrag. Das Unternehmen erteilte heute dem Bürgermeister Hausverbot.
Frank Baranowski, Hendrik Bollman und Nils Heisterhagen in Herne
Der Sozialdemokrat Nils Heisterhagen ist der zurzeit der wichtigste Kritiker seiner Partei. In Herne stellte er gestern die Thesen seines Buchs „Die liberale Illusion“ vor und diskutierte mit dem Chef der Ruhrgebiets-SPD, Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski.
Nicht in Dortmund, nicht in Bochum und nicht in Essen fand die erste Diskussion mit Nils Heisterhagen über sein Buch „Die liberale Illusion“ im Ruhrgebiet statt, sondern im Volkshaus Röhlinghausen in Herne auf Einladung des dortigen SPD-Ortsvereins. Das ist nicht nur ein Beleg für die intellektuelle Trägheit der großen SPD Unterbezirke im Ruhrgebiet, sondern zeigt auch, dass dort, wo ehrenamtliche Sozialdemokraten und keine bezahlten Funktionäre das Sagen haben, die SPD noch immer eine lebendige und an Debatten interessierte Partei ist.