Vorkriegs-Notizen (3): Über Boualem Sansals „Das Dorf des Deutschen“

Boaulem Sansal in Gladbeck 2012

Ich hatte hier bereits geschrieben, dass unterm Strich die Kriege der Gegenwart und deutsche Soldaten als ihre Mitstreiter lange weitgehend verdrängt und nur sehr selten zu Stoff oder Figuren aktueller deutschsprachiger Literatur wurden.

Vom Dorf Deutschland in „Das Dorf des Deutschen“
Wer allerdings den deutsch-bornierten Denkraum verlässt und die sprachmächtigen, komplexen und fein gebauten Romane des algerischen Schriftstellers Boualem Sansal liest, kann und soll wohl dem Thema „Krieg & Gewalt“ nirgends ausweichen. Angesichts der Geschichte und Gegenwart Algeriens musste Sansals Thema immer auch der Alltag des Krieges sein, all die Revolten, Massaker, Staatsstreiche, Bürgerkriege und Diktaturen, die das Land ruinierten.
Dass auch dies so weit weg von uns nicht ist, eher ganz nah, das beweist Boualem Sansal etwa mit seinem Roman „Das Dorf des Deutschen“. Darin erzählt er so realistisch wie poetisch, erschließt beim Aufspüren von Familiengeheimnissen, beim Erforschen von Individualgeschichte auch immer die Geheimnisse und verdrängte Geschichte von Staaten, Gesellschaften, Opfern und Tätern.

Weiterlesen

bodo Veranstaltung: In der Hoffnung auf ein besseres Leben

Am Montag findet in Dortmund eine Diskussionsveranstaltung des Straßenmagazins bodo und des  Euromayday Ruhr statt. Titel: In der Hoffnung auf ein besseres Leben – Südosteuropäische Arbeitsmigration im Konflikt mit Bürokratie und Stammtisch.

Die Vertreibungskampagne gegen ArbeitsmigrantInnen aus Südosteuropa in der Dortmunder Nordstadt hält an. Polizei, Verwaltung und Medien zeichnen ein Bild der Bedrohung welches am Alltagsrassismus der Mehrheitsgesellschaft anschließt: „Horrorhäuser“, „Anstieg der Kriminalitätsrate“ und „Straßenstrich“ sind die Schlagworte.

Weiterlesen

Fußball: Schiedsrichter Wolfgang Stark hat wahre Größe gezeigt

FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark. Quelle: Wikipedia Foto: Amarhgil

Einer der Aufreger des Fußballwochenendes war einmal mehr Schiedsrichter Wolfgang Stark. Er trug mit seiner schwachen Leistung unmittelbar zur zweiten Heimpleite von Borussia Dortmund in dieser Bundesligasaison bei. Dortmund dominierte Spiel und Gegner bis zur 36. Spielminute, als Wolfgang Stark auf Platzverweis für Nationalspieler Marcel Schmelzer und auf Handelfmeter für den VfL Wolfsburg entschied.

Die Kräfteverhältnisse auf dem Platz änderten sich durch diese offensichtliche Fehlentscheidung dermaßen, dass am Ende der Gast aus Wolfsburg überraschend das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Ich muss zugeben, dass ich als BVB-Fan immer ein ungutes Gefühl habe, wenn der Schiedsrichter Stark für den BVB angesetzt wird.

Bereits in der Vergangenheit hatte dieser häufig mit umstrittenen Entscheidungen auf sich aufmerksam gemacht.

Zudem wurde ihm bereits des Öfteren Arroganz in Gestik und Mimik auf dem Platz vorgeworfen.

Ich persönlich kann mich an diverse gravierende Fehlentscheidungen des 43-jährigen Landshuters in den vergangenen Jahren erinnern.

Bisher hatte er nach den Begegnungen leider nur ganz selten die Größe sich zu Fehlern öffentlich zu bekennen. Ehrlich gesagt kann ich mich an gar keinen konkreten Fall erinnern, wo das geschah.

Aus für mich leicht nachvollziehbaren Gründen

Weiterlesen
Werbung


Der Ruhrpilot

NRW: Kulturkampf…Welt

NRW II: Forschen und Lehren auf Befehl?…Welt

Ruhrgebiet: So planen Bergbaufirmen ihre Zukunft…Bild

Bochum: Kerkemeier und Strehl übernehmen IG Metall-Führung…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Demo für Stadionkultur – BVB-Fan lädt Innenminister auf Südtribüne ein…Der Westen

Dortmund II: Große Sorgen bei Provinzial-Geschäftsstellen…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Verkauf des Klinikums Wedau ist vom Tisch…Der Westen

Online: 10 Jahre CC – Lizenzen werden bald auch für Laien besser verständlich sein…Netzpolitik

 

Wenn der Steinbrück zweimal klingelt…

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will im Wahlkampf die  Herzen der Bürger mit Hausbesuchen erobern. Wie bereitet man sich auf den Augenblick vor, an dem der Steinbrück zwei mal klingelt?

Montag Abend, im Fernsehen laufen die Simpsons und auf einmal schellt es: Der Herr Steinbrück von der SPD steht vor der Tür. Das kann im kommenden Jahr wirklich passieren, denn Peer Steinbrück setzt im Wahlkampf auf Hausbesuche. Ist es soweit, kommt es vor allem darauf an, sich nicht zu blamieren. Schnell etwas passenden anbieten, aber bitte daran denken: Steinbrück ist nicht Schröder, mit einer „Pulle Bier“ und einer Currywurst ist es nicht getan.

Gut also, wenn man einen Wein im Haus hat, aber bitte nicht irgendeinen Fusel. Unter fünf Euro, das hat Steinbrück zur Vorsicht schon einmal kundgetan, sollte die Flasche Pinot Grigio nicht kosten. Sicher ist sicher:   Mit einem Bolla Pinot Grigio delle

Weiterlesen

Heute: Party on – 5 Jahre Ruhrbarone

Die Ruhrbarone werden fünf Jahre alt. Und das möchten wir gerne mit Euch zusammen feiern.

Vor fünf Jahren starteten wir die Ruhrbarone. Schnell kamen weiter Autoren dazu. Heute schreiben gut 40 Autoren und Autorinnen für das Blog. Nicht alle regelmässig aber die meisten doch immer mal wieder. Klar, in den fünf Jahren herrschte ein Kommen und Gehen und wir hoffen mal, dass das so bleibt, denn das Blog lebt auch davon, das immer wieder neue Leute andocken und mitmachen.

Fünf Jahre sind eine ganz schön lange Zeit – und ein Grund zu feiern. Natürlich mit ein paar Texten über uns in den kommenden Wochen hier im Blog, aber auch im Real Life: Heute  ab 20.00 Uhr im Zacher in der Brüderstraße 6 im Bochumer Bermudadreieck. Wir freuen uns auf Euch. Es wird eine harte und lange Nacht 🙂

Werbung


Der Ruhrpilot

NRW: Angriff auf die Hochschulfreiheit…Welt

NRW II: Weihnachtsbaum-Zoff im Düsseldorfer Landtag…Ruhr Nachrichten

Ruhrgebiet: Weiter Unruhe und wilde Gerüchte bei Thyssen-Krupp…Der Westen

Ruhrgebiet II: Zollverein – „Kreativität liegt in der Provinz“…Welt

Ruhrgebiet III: Opel-Vorstände stellen sich der Belegschaft…Der Westen

Bochum: Ratssitzung mit Live-Berichterstattung…Pottblog

Bochum II: Nazis vor Gericht…Bo Alternativ

Bochum III: Promi-Vermittler will Honorar-Vorschuss zurückzahlen…Der Westen

Bochum IV: Hellen kassierte jede Menge Vorschussleistungen…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Bund streicht Mittel für Kampf gegen Rechts…Der Westen

Dortmund II: BVB-Fans ziehen durch die Stadt…Ruhr Nachrichten

Dortmund III: Flughafen-Verluste steigen wieder…Der Westen

Duisburg: Gebag fordert 27,5 Mio Euro vom Ex-Chef…Der Westen

Duisburg II: Desaster um NS-Dokumentationszentrum…Der Westen

Essen: Aus für soziales Boxprojekt?…Der Westen

Essen II: …noch austauschbar…Der Westen

Umland: Danke, NPD!…Publikative

Debatte: Enzensberger rät: “Nur keine Panik!”…Revierpassagen

Debatte II: Unterschriften-Querfront…Reflexion

 

Mehr Lötkolben wagen!

Lötpistole Foto: Piotrek91 Lizenz: CC

Es gibt Jugendmusik- und Jugendkunstschulen. Für Kinder, die Spaß an Technik haben, gibt es kaum vergleichbaren Einrichtungen. Schade.

Die Entwicklung musischer Fähigkeiten bei Kindern hat Tradition. In fast jeder Stadt gibt es eine Jugendmusikschule, in vielen Jugendkunstschulen. Kinder und Jugendlichen wird so ermöglicht Beispielsweise relativ preiswert ein Instrument zu erlernen – die Unterrichtskosten liegen deutlich unter dem privaten Unterricht. Dazu gibt es noch Angebote wie Jedem Kind ein Instrument, die dafür sorgen sollen, das alle Schulkinder die Chance bekommen, Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu machen. 

Weiterlesen