Sport

  17

Der FC Schalke 04 auf Platz 2 der Fußball-Bundesliga wäre ein Armutszeugnis!

Schalkes Coach Tedesco (rechts). Foto: Robin Patzwaldt

Heute kann es tatsächlich gelingen. Durch einen deutlichen Heimsieg (ein 2:0 würde schon reichen) gegen den Hamburger SV könnte sich der FC Schalke 04, aktuell noch auf Rang Sechs der Tabelle, in der Fußball Bundesliga nach dem zwölften Spieltag tatsächlich auf Rang Zwei schießen, damit auf dem Papier zum Bayern-Jäger Nummer Eins werden.

Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich dieses Szenario im Vorfeld des Spiels, wenn man sich die Voraussetzungen vor dem Spiel einmal etwas näher anschaut, war der HSV zuletzt doch nicht gerade ein Schreckgespenst für die Gegner, stand der dortige Trainer Markus Gisdol im Norden auch schon sehr heftig in der Kritik.

Der Jubel in Gelsenkirchen wäre natürlich groß, sollte dieses Kunststück am Abend in der Arena  gelingen. Und das auch grundsätzlich zu recht. Denn das internationale Geschäft diesmal am Ende wieder zu erreichen, das wäre für den im Vorjahr noch so sehr enttäuschenden Club aus dem Revier in diesem Jahr eigentlich eine Pflicht.

Und wenn man nach rund einem Drittel der Runde auf Rang Zwei rangieren würde, die Voraussetzungen das Saisonziel schlussendlich tatsächlich zu erreichen wären dann nicht nur auf dem Papier ausgezeichnet.

Es gilt aktuell jedoch auch etwas Essig in den Schalker Wein zu schütten. Denn erst einmal war die bisherige Runde auch für die Königsblauen bisher wahrlich auch kein durchgehendes Vergnügen, waren viele Spiele der Knappen recht zäh anzuschauen, zudem auch dort zahlreiche sportlichen Enttäuschungen und diverse Rückschläge in den ersten Monaten vorhanden.

Die bisherige Saison der Schalker ist eigentlich so keines Rang Zwei würdig, wenn wir hier mal ganz ehrlich sind. Und darin liegt im Kern eben auch eine sehr grundsätzliche  Kritik an der gesamten Liga, welche man daraus ableiten kann, fast schon muss. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  7

BVB-Krise ist hausgemacht – War es das schon für Peter Bosz in Dortmund?

Peter Bosz bei seiner Vorstellung in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Auf der Spieltags-Pressekonferenz vor der gestrigen Begegnung der Dortmunder Borussia beim VfB Stuttgart gab sich Coach Peter Bosz noch gewohnt sympathisch. Er erzählte entspannt von seiner Frau, seinem ersten Heimaturlaub in der Länderspielpause und gab sich auch in Hinblick auf seine zuletzt kriselnde Mannschaft weiterhin optimistisch.

Am Freitagabend sollte seine ambitionierte Truppe beim Bundesligaaufsteiger aus Stuttgart bestehen, die zuletzt schwachen Auftritte vergessen machen. Es kam jedoch ganz anders. Eine erschreckend schwache Mannschaft des BVB unterlag beim VfB mit 1:2, setzte damit ihre Erfolglos-Serie fort. Fortschritte durch die zweiwöchige Pause begünstigt zu erarbeiten, waren nicht zu erkennen. Erschreckend!

Wirft man einmal einen Blick auf die Situation in der Vorsaison, dann liegt die Bosz-Truppe in etwa auf dem Punktelevel, welches auch Thomas Tuchel im Vorjahr vorzuweisen hatte. Nur war man damals noch in der Champions League gut im Rennen und im DFB-Pokal nahm der Lauf in Richtung Berlin erst so richtig Fahrt auf.

In diesem Jahr sieht das grundlegend anders aus. Gegen die Tottenham Hotspurs geht es in der kommenden Woche auf internationalem Parket nur noch um Schadensbegrenzung, muss zumindest Platz Drei in der Gruppenphase irgendwie gerettet werden, um dann zumindest in der vergleichsweise unattraktiven Europa League noch etwas weiter an den Geldtöpfen Europas teilhaben zu dürfen. Im DFB-Pokal rechnet dem BVB aktuell in München wohl kaum eine Chance aus.

Die Bilanz des Niederländers ist aber vor allem auch deshalb so bitter, weil man, im Gegensatz zum Vorjahr, überaus brillant in die Liga startete, nun aber eine klare Negativtendenz zu erkennen ist. Eine Delle, wie man sie zuletzt im letzten Jahr von Jürgen Klopp miterleben musste, als man sich noch im Februar auf dem letzten Platz in der Bundesliga wiederfand. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  3

Dem BVB fehlt es an echten Führungsspielern!

BVB-Trainer Peter Bosz und BVB-Pressesprecher Sascha Fligge im Gespräch. Foto: Robin Patzwaldt

Nein, das war gar nichts gestern. Nur 1:1 gegen APOEL Nikosia in der UEFA Campions League. Damit verlängerte sich die Durststrecke des BVB um einen weiteren unrühmlichen Höhepunkt. Zu selten wusste die Truppe von Peter Bosz in letzter Zeit auf dem Platz zu überzeugen. Nach einem Top-Start in die Fußball-Bundesliga, mit fünf Siegen in Serie zum Auftakt, machen Club und Fans derzeit ein ungewohnt tiefes Tal durch. Lediglich das 5:0 im DFB-Pokal in Magdeburg vermochte die Fanseelen zuletzt zu erfreuen. Die gefühlten und tatsächlichen Niederlagen waren zuletzt eindeutig in der Überzahl.

Die Stimmung im Umfeld ist von himmelhochjauchzend somit plötzlich auch zu einer Art Panik gekippt. Beides erschien bzw. erscheint übertrieben. Der BVB ist schließlich noch im DFB-Pokal dabei, in der Liga in der Spitzengruppe und selbst in der Champions League sollte zumindest das Überwintern in der Europa League erreichbar sein.

Massive Kritik konzentriert sich in diesen Tagen vor allem auf Trainer Bosz. Der Niederländer wäre zu unflexibel und würde zu dickköpfig an seinem scheinbar inzwischen von den Gegnern komplett entschlüsseltem System festhalten. Das mag zum Teil ja auch stimmen.

Doch für mich offenbarte sich in den letzten Spielen in erster Linie vielmehr ein ganz anderes Problem als die Trainerfrage: Der Mannschaft der Schwarzgelben fehlt es vielmehr an echten Anführern auf dem Platz. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Die NFL in Europa: Auf nach Twickenham!

Große Show in Twickenham. Foto(s): Robin Patzwaldt

Zum inzwischen zehnten Mal in Folge gastierte in diesem Herbst die nordamerikanischen Profi-Footballliga NFL in London, gab dort, in diesem Jahr mit gleich vier Spielen, ihre beeindruckende Visitenkarte ab. Neben zwei Spielen im legendären Wembley-Stadion, wurden zuletzt auch zwei Begegnungen im Rugby-Stadion von Twickenham ausgespielt.

Die Anziehungskraft dieser Veranstaltungen erstreckt sich inzwischen auf halb Europa. Neben zahlreichen Amerikanern und Briten pilgern nämlich inzwischen auch längst immer mehr Mitteleuropäer zu den Spielen nach Großbritannien, kann man sich doch so das NFL-Erlebnis auch einmal ganz ohne vergleichsweise aufwändige Anreise in die USA gönnen. Da auch ich trotz einiger Nordamerika-Aufenthalte in der Vergangenheit bisher noch nie ein Footballspiel live im Stadion miterlebt habe, habe auch ich mich in diesem Jahr von der NFL in ihren Bann ziehen lassen.

Und so trafen am vergangenen Sonntag im Stadion zu Twickenham diesmal die Minnesota Vikings und die Cleveland Browns unter meinen Augen aufeinander. Sicherlich nicht unbedingt ein Leckerbissen der derzeitigen NFL, wie Fans der Liga wissen werden, doch attraktiv genug um immerhin 75.000 Fans und Neugierige in den Londoner Vorort zu ziehen. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  33

BVB Nazi-Fans: Anne Frank im Schalke-Trikot


Sticker von Anne Frank in einem Schalke-Trikot sind in Düsseldorf aufgetaucht. Außerdem hat ein rechter BVB-Hooligan nach Quellen, die diesem Blog vorliegen, ein Foto der Sticker auf Facebook gepostet.

Die Aktion haben sich die Ersteller der Sticker augenscheinlich bei den Neonazi-Ultras von Lazio Rom abgeschaut. Die hatten kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie am vergangen Wochenende mit Fotomontagen von Anne Frank im Trikot des Stadtrivalens AS Roma die Zuschauerränge der „Curva Sud“ beklebten. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Birgit Nössing im Interview: „Es ist total schwer, die Romantik im Sport auszublenden.“

Foto(s): Birgit Nössing

Ursprünglich im Jahre 1982 im italienischen Bozen geboren, ist die charmante Journalistin und Filmemacherin Birgit Nössing für Millionen von Sportfans in Deutschland inzwischen schon seit Jahren ein vertrautes Gesicht.

Nach ihrem Studium in München schrieb Nössing zunächst für die regionale Tageszeitung ‚Dolomiten‘ und auch für die ‚Welt am Sonntag‘. Ihre Karriere als Fernsehjournalistin begann im Jahre 2006 beim Nachrichtensender ‚N24‘ in Berlin. Ihren ersten Auftritt als Moderatorin hatte sie im August 2010 bei ‚ProSieben Newstime‘.

Von 2011 bis Anfang 2017 war sie regelmäßig als Nachrichtenmoderatorin bei ‚Sky Sport News HD‘ zu sehen. Seit gut einem halben Jahr arbeitet sie nun als Moderatorin u. a. für den Sender ‚Eurosport‘.

Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt hatte jetzt die Gelegenheit sich mit der 35-Jährigen über ihre bisherige Karriere, ihre beruflichen Pläne, aber auch über ihre persönlichen Einschätzungen zur grundsätzlichen Entwicklung in der Fußball-Bundesliga auszutauschen.

Ruhrbarone: Seit Anfang des Jahres bist Du nun bekanntlich eines der Aushängeschilder von ‚Eurosport‘. Was hat Dich an der neuen Aufgabe besonders gereizt? Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  13

BVB, Köln, Bayern: Es lebe der schnelle Stimmungsumschwung!

Die Dortmunder Verantwortlichen bei der Vorstellung von Peter Bosz. Foto: Robin Patzwaldt

Dass die Fußball-Bundesliga Tagesgeschäft ist, das ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Nichts ist von Dauer, ein paar Erfolge oder Misserfolge in Serie können für eine völlig veränderte Stimmung rund um ein Team, auch in der öffentlichen Berichterstattung bedeuten.

Bis vor rund zwei Wochen galt Borussia Dortmund noch als Paradebeispiel für einen gelungenen Saisonstart. Nach sieben Spielen war man nicht nur Tabellenführer, man hatte auch bereits fünf Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz. Der Himmel schien im östlichen Revier voller Geigen zu hängen. Trainer Peter Bosz war ein gefeierter Mann. Kaum jemand hätte ihm einen so reibungslosen und schnellen Übergang von Coach Thomas Tuchel zugetraut, der mit dem BVB ja noch Ende Mai DFB-Pokalsieger in Berlin wurde.

Doch Bosch gelang der Start, er ließ seinen Vorgänger schnell aus den Köpfen vieler Beobachter verschwinden. Nun, zwei Wochen später sieht die Situation plötzlich völlig anders aus. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen ist der BVB zwar noch Tabellenführer in der Liga, in der Champions League droht hingegen das Vorrundenaus. Kein Drama, doch die Stimmung ist gekippt.

Plötzlich kursieren öffentlich viele Zweifel an dem Niederländer. Sein Spielsystem sei zu simpel, er zu unflexibel und stur. Selbst Fragen über die Zukunft des Trainers musste sich Sportdirektor Michael Zorc vor dem Bundesligaspiel am vergangenen Spieltag in Frankfurt schon gefallen lassen. Und das als Tabellenführer. Schon irgendwie irrwitzig, wie schnell das aktuell geht.

Ähnlich spektakulär der Stimmungsumschwung in Köln. Im Mai wurden die Macher dort noch gefeiert, konnte man doch erstmals seit einem Vierteljahrhundert wieder eine Europapokalqualifikation klar machen. Jetzt, im Herbst dessselben Jahres, ist der FC am Tabellenende der Liga angekommen, die ursprünglich herbeigesehnte UEFA Europa League-Teilnahme zu einem sportlichen Albtraum geworden. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Dortmund: BVB verlängert Vertrag mit Roman Bürki bis 2021

Roman Bürki. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund hat den Vertrag mit seinem Torhüter Roman Bürki heute vorzeitig bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Der 26-Jährige spielt seit Sommer 2015 für den achtmaligen deutschen Fußballmeister.

„Roman passt sportlich und menschlich hervorragend zu Borussia Dortmund“, betont Sportdirektor Michael Zorc und fügt hinzu: „Wir mögen seinen Spielstil, sehen bei ihm ein großes Entwicklungspotenzial und gehen fest davon aus, dass er das, was in ihm steckt, schon bald wieder konstant abrufen wird.“

Bürki, der 2015 nach 34 Bundesliga-Einsätzen für den SC Freiburg an die Strobelallee gewechselt war und fester Bestandteil des Schweizer Nationalmannschafts-Kaders (7 A-Länderspiele) ist, bestritt für den BVB bislang 68 Erstliga- sowie 14 Europapokal-Partien. In diesem Sommer gewann er mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal.

„Ich bin sehr glücklich über das Vertrauen, das mir Borussia Dortmund in einer für mich durchaus schwierigen Phase entgegenbringt – und ich bin sehr froh und stolz, im Tor dieser tollen Mannschaft zu stehen, der ich alles unterordne“, sagt der Schweizer.

RuhrBarone-Logo
  0

„Choreo“ – Fan-Kunst im Fußballstadion

Copyright: imago/Norbert Schmidt

Über Fußballfans, speziell auch über die sogenannten ‚Ultras‘, haben wir hier im Blog im Laufe der Jahre schon häufiger emotional diskutiert. Bewunderungswürdige ‚Stimmungsmacher‘, oder aber üble ‚Krawallschläger‘? Immer wieder wurde leidenschaftlich über die ‚Extreme‘ auf den Tribünen im Sport debattiert. Einigkeit konnten wir in diesen Fragen nie erzielen.

Heute zu dem Thema aber dann endlich auch einmal etwas unzweifelhaft Positives. Schauen wir uns einfach einmal einen frisch erschienenen Bildband an. Dieser zeigt uns allen was wir am Profifußball so sehr lieben. Also, neben dem dabei gebotenen Sport, der Unterhaltung auf dem grünen Rasen, natürlich.

Menschen-Bilder, also sorgsam gruppierte, farblich unterschiedlich gekleidete Personen, die sich zu einer Botschaft formen; multimediale Inszenierungen, Großprojektionen, Elemente zeitgenössischer Performancekunst.

Klingt das nach Museum? Nein, nicht unbedingt. Häufig begegnet einem das nämlich genau so in einem heimischen Fußballstadion.

Mit dem frisch erschienenen Bildband ‚Choreo‘ (aus dem Delius Klasing Verlag) stellt der Journalist Hendrik Buchheister ausführlich eine Spielart der modernen Kunst vor, die sich in den Stadien der Republik längst fest etabliert hat, in den Debatten über Fans und Ultras aber häufig etwas zu kurz zu geraten droht: Die teilweise extrem aufwändigen Choreographien der Fans in den Kurven. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  18

Dortmund bekommt Besuch aus Leipzig: Empfangt sie kritisch, aber gewaltfrei!

Die Südtribüne beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Foto: Alexander Mühl

Heute ist es also soweit. Erstmals seit den leider völlig eskalierten Vorkommnissen rund um das erste Gastspiel der Leipziger in Dortmund kommt es heute Abend zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Bundesligisten BVB und RBL in der Ruhrgebietsmetropole.

Logisch, dass da alle Beteiligten mit erhöhter Aufmerksamkeit in den Samstag gehen. Diesmal werden aus Leipzig jedoch offenbar nur noch rund 3.000 Anhänger erwartet. Im Februar sollen es noch rund 8.000 Gästefans gewesen sein.

Doch nach unzähligen Übergriffen, verbaler und körperlicher Art, ist die reisefreudige Anhängerschaft des Brauseclubs diesmal um mehr als die Hälfte geschrumpft. Das mag einerseits mit dem nach einer Premiere automatisch etwas zurückgehenden Interesse zu tun haben, andererseits aber dürfte es eben auch ein gutes Stück weit Angst sein, welches viele Leipziger davon abhält heute in den Westen zu reisen um sich ein Fußballspiel anzuschauen.

Wer will sich schon in einer fremden Stadt den sprichwörtlichen Schädel einschlagen lassen? Und das steht aus Sicht der RB-Fans heute wohl mit einer relativen Wahrscheinlichkeit erneut zu befürchten. Verständlich, dass da manch ein Zuschauer die Reise gar nicht erst antritt. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo