VfL Bochum: Christian Hochstätter und Trainer Jens Rasiejewski von ihren Aufgaben entbunden

Der Aufsichtsrat des VfL Bochum 1848 hat Sportvorstand Christian Hochstätter mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden und freigestellt.
„Wir danken Christian Hochstätter für über vier Jahre intensiver, vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit.
Allerdings sind wir aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Wochen zu dem Entschluss gekommen, dass das gesamte Team einen neuen Impuls braucht“, sagt Hans-
Peter Villis, Aufsichtsratsvorsitzender des VfL.
„Diesen Entschluss haben wir uns nicht leicht gemacht. Wir sind uns aber bewusst, dass wir im Kampf um den Klassenerhalt vor einem bedeutenden Spiel gegen Darmstadt stehen, für das wir alle Kräfte bündeln müssen. Diese Partie hat für uns höchste Priorität. Es geht einzig und allein um den VfL Bochum 1848“, so Villis weiter. Die Aufgaben von Christian Hochstätter übernimmt mit sofortiger Wirkung Sebastian Schindzielorz.
Darüber hinaus sind weitere Entscheidungen getroffen worden. So wird Cheftrainer Jens Rasiejewski mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. „Auch bei Jens Rasiejewski bedanken wir uns seine geleistete Arbeit“, spricht Hans-Peter Villis im Namen der Vereinsführung. Für das Spiel gegen den SV Darmstadt 98 wird der bisherige Co-Trainer Heiko
Butscher die Mannschaft betreuen.

Assauer und Co.: „So kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen.“

Gastautor Thomas Weigle in ’seinem‘ Waldstadion in Frankfurt. Foto: privat

„Zwischen Blau und Weiß liegt Grau“ heißt ein Werk, auf das ich bei meinen  Streifzügen durchs Netz gestoßen bin. Verantwortlich für die Herausgabe dieses Buches ist letztlich der damalige Vorstand des FC Schalke 04 um die Herren Assauer und Müller.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Anfangs des Jahrtausends sollten einige Straßen um die „Bierschüssel“ nach Schalker Fußballgrößen benannt werden. Dies provozierte eine Diskussion um die Rolle Schalkes in den 1000 Jahren. Schalke war die Übermannschaft zwischen 1933 bis etwa 1943: 6x Meister, 3x Vize und 1 Pokalsieg auf Reichsebene von 33 bis 42, in der Gauliga Westfalen gab es nur den EINEN, der alle 11 Titel abgriff, der nur 6x in 11 Spielzeiten verlor. Erst im Herner Regen endete 1947 die Herrschaft in Westfalen. Der BVB beendete mit 3:2 die westfälische Knappenherrschaft.

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BVB-Boss Watzke lenkt mit starken Aussagen in Richtung Spieler von eigenen Versäumnissen ab

BVB-Boss ‚Aki‘ Watzke. Foto: Robin Patzwaldt

Wochenlang war es vergleichsweise still um die Dortmunder Vereinsführung. Klub-Boss Aki Watzke und Sportdirektor Michael Zorc, beide in diesen Tagen im Mittelpunkt von zahlreicher, teilweise heftiger Fankritik, machten sich zuletzt rar in der Öffentlichkeit. Jetzt hat Watzke das auffällige Schweigen mit einem großen Interview mit der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung durchbrochen. Und wie!

Nach dem Transfer-Hickhack um Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang machte der Vereinsboss der Dortmunder der Mannschaft demnach kürzlich auch eine sehr klare Ansage in der BVB-Kabine. Er verdeutlichte dabei: Einen neuerlichen Transferpoker a la Aubameyang und  Dembélé, wo Starspieler, trotz laufender Verträge beim Revierklub, mit aller Macht den BVB verlassen wollen, den will der Klub für die Zukunft offenbar mit aller Macht verhindern.

In dem Interview mit der FAZ kündigte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund zudem scheinbar selbstbewusst an: „Ich habe der Mannschaft klipp und klar gesagt: Der nächste Spieler, der so etwas macht, wird kläglich scheitern. Der bekommt ein riesengroßes Problem. Der nächste Spieler, der versucht, uns unter Druck zu setzen, indem er Leistung zurückhält oder gar streikt, wird damit nicht durchkommen und auf der Tribüne sitzen.“

Und Watzke legte gegenüber den Kollegen sogar noch weiter nach: „Das wissen jetzt alle. Das ist eine öffentliche Aussage, an der ich mich messen lasse! Es gibt jetzt nach Dembélé und Aubameyang ein übergeordnetes Interesse für den Klub: Wir müssen wieder eine bessere Struktur in den Kader bekommen.“

„Die Mannschaft, die 2011 und 2012 die Titel gewonnen hat, war fußballerisch definitiv nicht so gut wie die heutige Mannschaft. Aber sie hatte die beste Mentalität, die man sich vorstellen kann“, gab der Boss zu Protokoll. „Wir benötigen im Sommer eine Kader-Justierung, je nach Verlauf der Rückrunde auch eine deutlichere.“

Ein scheinbar wild entschlossener Chef also, der mal wieder kräftig mit der Faust auf den Tisch haut und zum Wohle des Vereins in Zukunft hart durchgreifen will. Das hören viele in Dortmund aktuell so sicherlich zunächst sehr gerne, streicheln diese Aussagen doch das aktuell angeschlagene Selbstbewusstsein aller Borussen.

Der Haken an der Sache: Es ist in erster Linie ein leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver!

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Schalke jetzt wieder hinter dem BVB – Will denn diesmal eigentlich keiner Vizemeister werden?

In der Arena auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Als ich an dieser Stelle im November etwas überspitzt davon sprach, dass ein FC Schalke 04 auf Platz zwei der Fußball-Bundesliga eigentlich ein Armutszeugnis für die Liga darstellen würde, da war das Entsetzen einiger Anhänger der Königsblauen in unserer Leserschaft recht groß. Die Emotionen übernahmen damals rasch die Debatte.

Tatsächlich ging der Verein aus Gelsenkirchen damals wenige Wochen später dann auf dem zweiten Tabellenplatz in die Winterpause. Stolz war man im Umfeld des Teams auf das Geleistete, auf den neuen Trainer Domenico Tedesco, der augenfällig einen guten Job machte. Zudem war S04 in der Tabelle zu diesem Zeitpunkt auch endlich einmal wieder einige Punkte vor dem Widersacher aus Dortmund angesiedelt, sorgte für ein spektakuläres 4:4 in Dortmund nach einem 0:4-Rückstand. Wer hätte das alles vor dem Saisonstart so erwartet? Auf Schalke waren Fans und Aktive mit sich und der Welt sehr zufrieden.

Inzwischen schreiben wir bekanntlich Anfang Februar und seit gestern sollte auch dem letzten klar sein, dass das Schneckenrennen hinter dem FC Bayern München, der seit gefühlten Ewigkeiten die Bundesliga scheinbar nach Belieben dominiert, gestern eines seiner schwächeren Saisonspiele beim FSV Mainz 05 ungefährdet mit 2:0 unspektakulär gewann, nicht für die Mannschaften auf den Rängen ab Platz zwei spricht. Womit wir dann auch wieder bei meiner Aussage vom November wären.

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Ist der BVB nach dem Ende der Transferperiode schwächer als zuvor, oder waren die Ereignisse eher von Vorteil?

Michy Batshuayi. Foto: BVB

Das wurde kurz vor 18 Uhr am Mittwoch dann auch noch bestätigt: Der Belgier Michy Batshuayi wechselt auf Leihbasis vom FC Chelsea aus London zu Borussia Dortmund.

Beim BVB wird er damit der Nachfolger von Pierre-Emerick Aubameyang, der sich am Mittwochvormittag offiziell dem FC Arsenal London anschloss und damit eine monatelänge Hängepartie endlich beendete, knapp 64 Mio. Euro in die Kassen des Revierklubs fließen ließ.

Batshuayi kommt offiziell wohl erst einmal nur bis zum Saisonende nach Dortmund. Eine anschließende Kaufoption soll nicht im Leihgeschäft beinhaltet sein, wird überwiegend berichtet. Allerdings will die ‚Bild‘ erfahren haben, dass sich die Schwarzgelben  eine Kaufoption gesichert haben. Der BVB hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Wie dem auch sei. Viel spannender erscheint in diesen Stunden ohnehin jetzt erst einmal die Frage, ob der BVB durch die jüngsten Zu- und Abgänge denn nach dem Ende des Wintertransferfensters schwächer ist als zuletzt, oder ob es Aki Watzke & Co. am Ende erfolgreich gelungen ist die Qualität des Kaders zumindest zu halten, vielleicht durch die erhoffte Ruhe im Umfeld sogar am Ende zu stärken?

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Borussia Dortmund verständigt sich mit FC Arsenal auf Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang

Foto: Robin Patzwaldt

Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund und der Londoner Premier-League-Klub FC Arsenal haben sich auf einen sofortigen Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang geeinigt. Der Vertrag des Gabuners wurde aufgelöst.

Pierre-Emerick Aubameyang stand seit 2013 beim BVB unter Vertrag, in 213 Einsätzen erzielte er 141 Tore.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärt: „Von den unschönen Ereignissen der vergangenen Wochen abgesehen, erinnern wir uns gern daran zurück, dass die Geschichte von Pierre-Emerick Aubameyang beim BVB über mehr als vier Jahre eine einzige Erfolgsstory war. Er hat in dieser Zeit Großartiges für Borussia Dortmund geleistet, viele wichtige Tore geschossen und ist Teil jener Mannschaft, die 2017 den DFB-Pokal nach Dortmund geholt hat. Wir wünschen Pierre-Emerick für seine Zukunft beim FC Arsenal alles erdenklich Gute.“

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„ALLES, WAS IN DIESEM LAND GUT GEWORDEN IST, STEHT UND FÄLLT MIT DEM KONSENS DER ABLEHNUNG DES DRITTEN REICHES!“

Gastautor Thomas Weigle zu Gast in ’seinem‘ Waldstadion in Frankfurt. Foto: privat

Obige Aussage des SGE-Mitgliedes Daniel Minder fiel heute auf der  mit Spannung erwartete MV der Frankfurter Eintracht und gibt wohl gut die Stimmung im Saale wieder. Präsi Fischer hatte seit seinem Interview in der FAZ viel Zustimmung aus der Führungsspitze des Vereins, vom Fans, dem Fanbeauftragten, vom Trainer und Spielern bekommen. Die AfD dagegen lief heiß, rief ihre Mitglieder auf, bei der SGE Mitglied zu werden, um gegen Fischer bei der heutigen Wahl zu stimmen. Das war ein dümmlicher Schnellschuss, denn laut Satzung der SGE tritt Wahl-und Rederecht erst nach einem halben Mitgliedschaft in Kraft.

Über die Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt berichtet unser Gastautor Thomas Weigle.

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BVB zerlegt sich nach berechtigter Kritik von Torhüter Roman Bürki an Fans nun offenbar selbst

Roman Bürki wurde am Samstag von ungerechtfertigter Kritik überrollt. Foto: Robin Patzwaldt

Als wären die aktuellen sportlichen Probleme nicht grundsätzlich schon bedrohlich genug für den BVB, beschäftigt jetzt zudem seit diesem Wochenende noch eine völlig unnötige Debatte das Umfeld der Dortmunder Borussen.

Was ist geschehen?

Unmittelbar nach dem bitter enttäuschenden 2:2-Unentschieden der Schwarzgelben gegen den SC Freiburg am Samstag äußerte Torhüter Roman Bürki seine Verärgerung über das Verhalten einiger Fans beim Abo-Sender ‚Sky‘. Und das in ungewohnt klaren Worten.

Äußerungen, welche im Anschluss jedoch rasch völlig aus dem Zusammenhang gerissen und häufig nur noch stark verkürzt wiedergegeben wurden, so dass sie so gegen den Torhüter eingesetzt werden konnten.

Sogar Sportdirektor Michael Zorc riefen sie so auf den Plan, der sich gar höchstpersönlich genötigt sah die Partei der vermeintlich attackierten Fans zu ergreifen, den Torhüter so sehr rasch in die Defensive drängte, ihn kurz darauf offenbar durch seine Aussagen eine Art von Relativierung seiner durchaus wahren Worte über Instagram in die Welt setzen ließ. Eine Aktion, die am Ende vermutlich alle Beteiligten auf die eine oder andere Art beschädigen wird. Und das, wie eingangs bereits erwähnt, völlig unnötig.

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Und wieder ein echter Typ weniger beim BVB – Bye, bye, Neven Subotic!

Neven Subotic. Foto: Robin Patzwaldt

BVB-Verteidiger Neven Subotic steht unmittelbar vor einem Wechsel nach Frankreich. Der Serbe wird sich vermutlich noch heute im Laufe des Tages AS Saint-Étienne anschließen, seine Zelte in Dortmund beim BVB damit nach rund neun Jahren abbrechen.

Subotic kam einst im Sommer 2008 zusammen mit Trainer Jürgen Klopp aus Mainz zu den Westfalen, bildete hier mit Mats Hummels kurz darauf bereits als Jungspund den sogenannten ‚Kinderriegel‘, war ein entscheidender Faktor in den Meisterjahren 2011 und 2012.

In den letzten Jahren wurde es sportlich jedoch nach und nach ruhiger um den Abwehrspieler. Diverse Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Richtig glücklich wirkte zuletzt er nur noch selten. Wer einmal ein Training des BVB verfolgte, der sah Subotic häufig introvertiert am Rande des Geschehens stehen. Sprachrohre des Teams in der Öffentlichkeit waren zuletzt andere. Nicht immer war das zum Vorteil der Mannschaft.

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2. Fußball-Bundesliga: Warum will kaum noch jemand Bochum gegen Duisburg sehen?

Stadion in Bochum Foto: Stefan Laurin

Heute Abend ist es soweit. Auch die 2. Fußball-Bundesliga startet nach der Winterpause endlich wieder in den Spielbetrieb. Und an der Castroper Straße in Bochum kommt es bereits zum Auftakt zu einem echten Revier-Schlager, wenn ab 18.30 Uhr der VfL Bochum von 1848 den ebenfalls traditionsreichen MSV Duisburg zum offiziellen Kräftemessen im Herzen des Ruhrgebiets empfängt.

Doch trotz terminlich so exklusivem Jahresstart, zeitlich klar getrennt vom immer übermächtiger werdenden Fußball-Oberhaus, lief der Vorverkauf für das kleine Revierderby mehr als enttäuschend. Erst rund 15.000 Karten konnten für das erste Pflicht-Spiel des Jahres 2018 im Vorverkauf abgesetzt werden.

Selbst wenn wir mal davon ausgehen, dass an der Tageskasse noch ein paar tausend Besucher hinzukommen werden, eine mehr als enttäuschende Resonanz.

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