Der VfL Bochum steht in Liga 2 vor einer Saison im Schatten des FC Schalke 04

Archiv-Foto: VfL Bochum 1848

Am morgigen Freitag startet die Saison 2025/26 in der 2. Fußball-Bundesliga. Zum ersten Mal seit Jahren sind mit dem VfL Bochum und dem FC Schalke 04 wieder zwei Vereine aus dem Ruhrgebiet im Fußballunterhaus vertreten. Für den neutralen Fußballfan ist das grundsätzlich eine gute Nachricht – macht es die Liga doch noch attraktiver, als sie es in den vergangenen Jahren ohnehin schon war.

Doch insbesondere dem VfL droht in Liga zwei eine undankbare Rolle. Nicht nur, dass sich das Team von der Castroper Straße mit dem Abstieg abfinden muss, den Trainer Dieter Hecking im Mai nicht verhindern konnte – dem sich im Neuaufbau befindlichen Kader droht zudem eine Spielzeit im Schatten des königsblauen Nachbarn aus Gelsenkirchen. Und das trotz sportlich deutlich besserer Aussichten und einer freundlicher wirkenden Perspektive im Vergleich zu den Schalkern.

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Rückkehr mit Perspektive: Warum Jadon Sancho dem BVB guttun könnte

Jadon Sancho. Archiv-Foto: BVB

Borussia Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren als Sprungbrett für einige der vielversprechendsten Talente Europas etabliert. Spieler wie Ousmane Dembélé, Jude Bellingham, Christian Pulisic, Jadon Sancho oder Erling Haaland kamen jung, entwickelten sich rasant – und verließen den Verein häufig, bevor sie zu echten Führungsspielern reifen konnten. Die Bilanz: gute Transfererlöse, aber ein Kader, dem es immer wieder an Persönlichkeit, Konstanz und echter Siegermentalität fehlte.

Das Resultat war eine Mannschaft, die in der Bundesliga häufig hinterherlief und in Europa zwar für Aufsehen sorgte, aber den ganz großen Sprung ebenfalls verpasste. Die individuelle Klasse war oft da – aber eben nicht die Reife und die Mentalität, um konstant auf höchstem Niveau zu bestehen. In Dortmund entstand so ein schleichender Umbruch ohne echte Achse, ohne Köpfe, die ein Team tragen.

Umso interessanter ist nun die Aussicht

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Stillstand statt Aufbruch – Borussia Dortmund droht den Sommer der Chancen zu vertrödeln

Vorstellung von BVB-Trainer Niko Kovac (2.v.r.) in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt

Es sollte ein Sommer des Umbruchs in Dortmund werden. Ein Neuanfang. Nach einer Saison voller Widersprüche, in der der BVB zwar dank eines starken Endspurt erneut die Champions-League-Qualifikation klar machte, aber gleichzeitig in der Bundesliga über weite Strecken enttäuschte, war die Marschroute eigentlich klar: Die Mannschaft muss neu strukturiert, mit frischer Qualität und neuer Mentalität aufgeladen werden.

Doch Stand Ende Juli wirkt die vielbeschworene Erneuerung eher wie eine leere Worthülse. Denn von einem Umbruch ist bislang kaum etwas zu sehen. Im Gegenteil: Der BVB droht, eine einmalige Gelegenheit zu verspielen.

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Auf Schalke ist alles da, außer einer Mannschaft, die diesen tollen Rahmen verdient

Bei der offiziellen Saisoneröffnung 2025/26 auf Schalke. Foto(s): Michael Kamps

80.000 Menschen am Stadion. Erwartungsvolle Fangesänge, Autogramme, Emotionen. Die Saisoneröffnung des FC Schalke 04 hätte – rein atmosphärisch – kaum stimmungsvoller sein können. Der Verein inszenierte sich wie so oft als große Fußballfamilie, als Mythos, als „Herzensverein“.

Doch am Ende des Tages stand nicht Euphorie, sondern Ernüchterung. Die abschließende Testspielniederlage gegen den FC Sevilla – ein 2:4 (0:2), bei dem das Ergebnis des Hausherren sogar noch geschmeichelt hat – entblößte, was viele schon länger vermuten: Schalke ist sportlich inzwischen sehr weit entfernt von alter Klasse. Erschreckend weit.

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Nur noch ein Schatten früherer Jahre – Warum die Tour de France ihre Strahlkraft verloren hat

Die Tour 2005. Quelle: Wikipedia, Lizenz: Gemeinfrei

Die Tour de France 2025 biegt auf die Zielgrade ein. Am Sonntag kürt sie in Paris ihre Besten. Wie jedes Jahr im Juli bahnt sich das Peloton gerade seinen Weg durch Frankreichs Städte, Alpenpässe und Lavendelfelder. Und wie jedes Jahr liefern ARD und Eurosport mit ihren Übertragungen solide Einschaltquoten.

Doch bei all der Bewegung bleibt eines unverkennbar: Die Strahlkraft, die Faszination, das Staunen früherer Tage sind, trotz des überraschend erfolgreichen Auftretens von Florian Lipowitz in der jüngsten Auflage, längst verblasst. Die Tour läuft – aber sie berührt Deutschland nicht mehr.

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Die Endlosschleife Thomas Müller – Warum die Debatte über seine Zukunft einfach nur noch nervt

Thomas Müller: Quelle: Wikipedia, Foto: Sven Mandel, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es gibt Themen, die scheinen einfach kein Ende zu finden. Eines davon: die sportliche Zukunft von Ex-Nationalspieler Thomas Müller.

Seit gefühlten Ewigkeiten wird öffentlich darüber diskutiert, ob er seinen Vertrag beim FC Bayern München noch einmal verlängert, ob er seine Karriere beendet oder vielleicht doch noch ein spätes Abenteuer im Ausland wagt.

Kaum ist eine Entscheidung gefallen oder ein neues Zitat gefallen, beginnt das Karussell der Spekulationen gefühlt von vorn. Und ganz ehrlich: Es nervt inzwischen nur noch.

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Mehr Tränen, weniger Taktik? – Wie emotionalisierende Berichterstattung dem Frauenfußball schadet

Foto: Robin Patzwaldt

Im modernen Fußball sind Emotionen allgegenwärtig – bei Männern wie bei Frauen. Doch ein Blick auf die mediale Berichterstattung offenbart, insbesondere auch wieder heute, am Tag nach dem Aus der DFB-Auswahl im EM-Halbfinale gegen Spanien, ein auffälliges Ungleichgewicht: Während im Männerfußball Taktik, Spielsysteme, Transfersummen und Trainerdiskussionen dominieren, konzentriert sich die Berichterstattung über Frauenfußball überdurchschnittlich häufig auf Emotionen – und insbesondere auf Tränen.

Warum weinen die Spielerinnen? Wer weint mit? Wie emotional war die Niederlage oder der Sieg? Fragen wie diese prägen zu oft die Schlagzeilen, während sportliche Analyse und strategische Tiefe in den Hintergrund rücken.

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Das Werksschwimmbad der Kokerei Zollverein ist eröffnet!

Schwimmbad auf Zollverein Foto: Stiftung Zollverein/J ochen Tack Lizenz_ Copyright

Mit einem Sprung ins kühle Nass und strahlender Laune wurde am Samstag das Werksschwimmbad auf dem Gelände der Kokerei Zollverein eröffnet. Bis zum 26. August heißt es: Badehose einpacken, Sonnencreme nicht vergessen – und abtauchen! Täglich von 12 bis 20 Uhr steht das außergewöhnliche Schwimmbecken bei freiem Eintritt offen.

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Ausverkauft weit vor dem Anpfiff – Schalke-Fans senden ein starkes Zeichen

Die Fans stehen treu zum Team. Jetzt muss die Schalker Mannschaft liefern. Foto: Michael Kamps

Es ist ein Statement, das in dieser Form im deutschen Profifußball seinesgleichen sucht: Der FC Schalke 04 hat sämtliche Tageskarten für alle acht Heimspiele der Hinrunde in der Saison 2025/26 bereits vor dem ersten Spiel verkauft. In der 2. Liga wohlgemerkt.

In einer sportlich schwierigen Phase, in der das einstige Bundesliga-Schwergewicht zuletzt eher durch Unruhe, Trainerwechsel und trostlose Auftritte als durch Aufbruchstimmung aufgefallen ist. Und trotzdem – oder gerade deshalb – stehen die Fans wie eine Wand hinter ihrem kriselnden Verein.

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Mario Götze und das Tor, das zu groß wurde

Mario Götze, hier noch im BVB-Trikot. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Am 16. Juli 2014, also heute vor genau elf Jahren, schrieb Mario Götze Fußballgeschichte. In der 113. Minute des WM-Finales gegen Argentinien nahm er eine Flanke von André Schürrle mit der Brust an und versenkte den Ball mit dem linken Fuß im Netz – ein Moment für die Ewigkeit, der Deutschland zum vierten Weltmeistertitel führte.

Joachim Löw hatte ihn zuvor mit den Worten aufs Feld geschickt, er solle zeigen, dass er besser sei als Lionel Messi. Götze tat genau das – und dennoch war dieses Tor nicht der Beginn eines glanzvollen Aufstiegs, sondern eher der Höhepunkt einer Karriere, die danach mehr Fragen aufwarf als Antworten lieferte.

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