››Der 1. FC Köln ist schon immer ein Verein am Rande des Wahnsinns…‹‹

Das Stadion in Köln. | Quelle: Wikipedia Foto: Raimond Spekking  |  Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ein bisschen weg vom Ruhrgebietsfußball reden unsere Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt diesmal unter anderem über Mainz 05, Hertha BSC Berlin, den 1. FC Köln und den KFC Uerdingen – ein Kessel Buntes also zum 16. Spieltag, der morgen Abend mit der Partie Union Berlin gegen Bayer Leverkusen beginnt.

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Souveräner BVB-Sieg in Leipzig offenbart einmal mehr die große Schwäche der Dortmunder

Der neue BVB-Trainer Edin Terzic. Foto: BVB

Ungefährdet mit 3:1 bezwang Borussia Dortmund im Top-Spiel am Samstag den Kontrahenten RB Leipzig in dessen Brausearena. Damit konnte man im Vorfeld der Begegnung auf dem Papier nicht unbedingt rechnen. Die Darbietungen der Schwarzgelben waren in den vergangenen Wochen, auch unter Neu-Trainer Edin Terzic, dafür einfach zu schwankend.

Sportlich stand in dem Duell gegen den Rivalen einiges auf dem Spiel. Bei einer Niederlage in Ostdeutschland wäre der Traum einer Meisterschaft für die Dortmunder wohl bereits am 15. Spieltag ausgeträumt gewesen, da der Rückstand in der Tabelle auf den Platz an der Sonne dann schon auf neun Zähler angewachsen wäre. Bei einem Sieg wäre man hingegen wieder dran gewesen an den Top-Plätzen der Liga. Dass es am Ende glücklicher Weise dann auch so kam, sorgte an diesem Wochenende für viele zufriedene Mienen im Lager des Vizemeisters.

Bei näherer Betrachtung, offenbarte der Sieg gegen das Team von Julian Nagelsmann jedoch sogar, kurioser Weise, einmal mehr die seit Monaten, ja vielleicht sogar Jahren, vorherrschende große Schwäche des BVB.

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Große Erleichterung auf Schalke, aber es besteht keinerlei Grund für Zufriedenheit!

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Das wöchentliche Starren auf die Schalker Negativserie hat endlich ein Ende gefunden. Durch einen deutlichen 4:0-Erfolg gegen eine extrem ersatzgeschwächte Vertretung der TSG Hoffenheim in der Gelsenkirchener Arena vermieden es die Königsblauen mit einem Sieg nach zuvor 30 sieglosen Bundesligaauftritten seit Januar 2020 gerade noch mit dem historischen Negativrekord von Tasmania Berlin (31 sieglose Ligaspiele in Serie) gleichzuziehen und sich dadurch endgültig zum Gespött der Fußballfreunde im Lande zu machen.

Doch wer nach dem Schusspfiff am Samstag aus den Reihen der Knappen-Anhänger nun gleich schon wieder in lautes Jubelgeschrei ausbrach, von einer großen Trendwende träumt(e), der dürfte sich bald schon wieder eines Besseren belehrt fühlen.

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„Schalke zeigt, wie schnell man vom Vizemeister zum scheinbar hoffnungslosen Fall werden kann“

Bedrohliche Stimmung auf Schalke. Archiv-Foto: Franz-Christian Müller

Auch im Jahr 2021 gehen diesem Land die Fußballthemen nicht aus. Unsere Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich nach dem ersten Bundesligawochenende nach der kurzen Weihnachtspause über die aktuellsten Entwicklungen unterhalten.

Natürlich ging es dabei wieder um die aktuellen Situationen in Gelsenkirchen und Dortmund, aber der Blick der beiden richtete sich in dieser Ausgabe auch nach Bochum, München und Liverpool.

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War der Fan-Aufstand gegen Clemens Tönnies auf Schalke am Ende doch völlig umsonst?

Archiv-Foto: Michael Kamps

Es war ein langes vereinsinternes Ringen beim FC Schalke 04 bis Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies im vergangenen Sommer zurücktrat. Hauptverantwortlich dafür waren seinerzeit auch die organisierten Fans auf Schalke, die sich über Monate hinweg dafür einsetzten, dass Tönnies den Verein nicht in führender Funktion länger repräsentieren sollte.  

Am Ende setzte sich die Meinung durch, dass es in Gelsenkirchen ohne den umstrittenen Fleischfabrikanten eine bessere Zukunft geben würde.

Jetzt, rund sechs Monate später, ist der Verein finanziell und sportlich am Ende. Am Wochenende verloren die Knappen in Berlin bei der Hertha mit 0:3, blieben damit zum 30. (!!!) Mal in Folge in der Bundesliga sieglos.

Zudem schränken finanzielle Nöte den Handlungsspielraum der Verantwortlichen in Sachen möglicher Neuverpflichtungen ein, gefährden am Ende womöglich sogar die Existenz des gesamten Vereins.

Genau in dieser Situation bringt sich jetzt abermals Tönnies als möglicher Retter in Stellung. In immer mehr Medien wird darüber diskutiert, dass nur der einst ‚vom Hof‘ gejagte Unternehmer mit seinem Geld die Schalker vor dem Absturz bewahren könne.

Und die Fans? Die sind in Zeiten von Corona im Stadion nicht länger präsent, durch ihre Distanz zum Geschehen, weitestgehend zum Schweigen verurteilt. Waren am Ende all ihre Mühen in Sachen Neuausrichtung des Klubs völlig umsonst?

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Absteiger des Jahres? Clemens Tönnies scheint noch immer nicht begriffen zu haben

Clemens Tönnies. Quelle: Wikipedia, Foto: Susanne Freitag (su**@***************ag.de), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für Clemens Tönnies verlief das Jahr 2020, nun, nennen wir es einfach mal suboptimal. Sowohl in seiner Eigenschaft als Schalke-Boss als auch im Umfeld seines Schlachthofes in Ostwestfalen hagelte es monatelang massive Kritik an dem 64-Jährigen.

Seinen Job als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 verlor er nach langem Ringen Mitte 2020. Als Eigentümer der Tönnies-Gruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück sah sich der Unternehmer über Monate hinweg ebenfalls mit massiver Kritik an seinem Verhalten als Geschäftsmann konfrontiert, tauchte in der Folge dessen über Wochen regelrecht aus der Öffentlichkeit ab. Das öffentliche Getöse zwang ihn in die Deckung, was für eine sich traditionell gerne und häufig darstellende Persönlichkeit wie Tönnies völlig ungewöhnlich war.

Nach monatelangem Schweigen äußerte sich Tönnies jetzt gegenüber RTL/n-tv-Reporterlegende Ulrich Klose erstmals wieder öffentlich, in einem in der heimischen Firmenzentrale geführten Interview. Wer hier nun einen verunsicherten, selbstkritischen und etwas kleinlauten Mann erwartet hatte, der sah sich getäuscht.

Tönnies scheint noch immer nicht in nennenswertem Umfang begriffen zu haben, dass er zuletzt zahlreiche, gravierende Fehler gemacht hat, die ihn in diese unerfreuliche Lage gebracht haben.

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„Ich befürchte, dass der Turn-Around auf Schalke auch mit Trainer Gross nicht gelingen wird“

Viel Schatten aktuell auf Schalke. Archiv-Foto: Michael Kamps

Weihnachtspause? Mitnichten! Zwar ruht der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga aktuell für ein paar Tage, doch an Themen mangelt es rund um den Profifußball auch in diesen Stunden wahrlich nicht. Ein weiterer Trainerwechsel auf Schalke, Paris trennt sich von Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel, der Pyro-Irrsinn in Essen, etliche Überraschungen im DFB-Pokal.

Die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich über all diese Themen auch über die Feiertage hinweg kurz ausgetauscht. Herausgekommen ist einmal mehr ein launiger, kurzangebundener Ritt durch die aktuellen Fußballthemen

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Eine Rückkehr von Trainer Thomas Tuchel zum BVB wäre derzeit kaum Risiko, aber viel Chance

Thomas Tuchel (Mitte) bei seiner Vorstellung in Dortmund 2015. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es war zweifelsohne die sportlich alles überragende Schlagzeile an Heiligabend: Nach einem 4:0-Sieg (!!!) in der französischen Liga hat sich Paris SG nach übereinstimmenden Medienberichten von seinem Trainer Thomas Tuchel getrennt. Und das auf Platz drei im Meisterschaftskampf liegend, nachdem der Deutsche mit dem Team im Vorjahr insgesamt ungefährdet Meister und Pokalsieger wurde, sogar in das Finale der UEFA Champions League einzog.

Auf den ersten Blick ist das nicht zu verstehen. Es kursieren dazu Gerüchte über in Paris vorherrschende Probleme, die Tuchel im Umgang mit seinen Bossen und auch der Mannschaft gehabt hätte. Das sind vertraute Töne, die den heute 47-Jährigen schon durch seine gesamte Trainer-Karriere begleiten. Einfach scheint er im Umgang also tastsächlich nicht zu sein. Dafür aber erfolgreich.

Jetzt bietet sich also tatsächlich unerwartet kurzfristig die Möglichkeit Tuchel zum BVB zurückzuholen. Eine Gelegenheit, die Borussia Dortmund nutzen sollte.

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Fans von Rot-Weiss Essen treten Bemühungen von Millionen Familien mit Füßen!

Heute ist Heiligabend. Viele von uns müssen sich heute entscheiden, wen sie an diesem Tag, der traditionell der Familie gehört, treffen wollen, mit wem sie ihre Zeit verbringen wollen. In Zeiten der Pandemie rufen die Verantwortlichen aus Politik und Gesundheitswesen alle Bürger dieses Landes seit Wochen nachdrücklich dazu auf alle nicht notwendige Kontakte im Alltag zu vermeiden, das Risiko sich mit dem grassierenden Corona-Virus zu infizieren dadurch trotz der Verlockungen dieses Familienfestes doch bitteschön bestmöglich zu minimieren.

In Anbetracht der noch immer auf breiter Front steigenden Covid-19-Fallzahlen, treffen Deutschland diese harten Einschränkungen millionenfach bis ins Mark. Heute gibt es quer durch die Republik und darüber hinaus zig Omas, die sich erstmals entscheiden müssen mit welchem Enkel sie sich denn jetzt noch treffen können. Es gibt etliche Kinder, die ihre Eltern heute und in den kommenden Tagen nicht wie gewohnt besuchen können, Freunde, die sich in diesem Jahr leider nicht mehr treffen können. Das ist alles nicht schön und erfordert viel Selbstdisziplin und Konsequenz von uns.

Alles harte Opfer, die gestern Abend in Essen von zahlreichen Zeitgenossen massiv mit Füßen getreten wurden.

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Nationalspieler Leon Goretzka offenbart erneut seine Naivität, wenn es um Politik geht

AfD-Politiker Alexander Gauland im März 2019 in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt

‚Mündige‘ Sportler sind in den vergangenen Jahren quer durch alle Sportarten, Länder und Ligen ziemlich rar geworden. Ihre Interviews werden von den Medianabteilungen der Vereine und Verbände ‚reingewaschen‘. Kontroverse Aussagen werden aus Interview immer wieder herausgestrichen, bis zur völligen Belanglosigkeit vieler Texte.

Daher freut sich die Fan- und Medienlandschaft immer, wenn einmal wieder jemand in Erscheinung tritt, der eine klare Meinung zu politischen oder gesellschaftlichen Vorgängen vertritt. Also, so ganz grundsätzlich.

Freiburgs Trainer Christian Streich ist schon seit Jahren einer der rar gewordenen Vertreter seiner Zunft, dem die große Mehrheit im Lande sehr gerne zuhört, der nie um eine fundierte Meinung verlegen ist. Dabei trifft Streich häufig den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf, gibt auf den Pressekonferenzen und Interviews im Breisgau häufig relevante Dinge zum Besten, die zumindest ein paar Minuten des Innehaltens rechtfertigen und die in sie investierte Aufmerksamkeit lohnen.

Dass das aber längst nicht immer so sein muss, das beweisen in diesen Stunden einmal mehr aktuelle Worte von Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka, der aktuell zwar auch von vielen Seiten für sein offenkundiges Engagement gegen rechte Umtriebe in Deutschland gelobt wird, dessen Aussagen aber zum zweiten Mal innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit von einer gewissen Naivität zeugen.

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