AEG-Kundenservice: ‚Für eine Privatperson trinken sie eindeutig viel zu viel Kaffee!‘

Kaffeebohnen. Foto: MarkSweep Lizenz: gemeinfrei
Kaffeebohnen. Foto: MarkSweep Lizenz: gemeinfrei

Dass Garantie nicht immer gleich Garantie ist, das durfte meine Familie heute einmal am eigenen Leibe erfahren. Obwohl eindeutig noch innerhalb der Gewährleistungszeit zur Reparatur geschickt, versuchte der AEG-Kundenservice alles um unseren Kaffeevollautomaten nun doch nicht kostenlos reparieren zu müssen. Und das Argument war: Wir kochen mit unserer Kaffeemaschine eindeutig zu viel Kaffee!

Als Dreipersonenhaushalt haben wir jahrelang eine Pad-Kaffee-Maschine betrieben. Da wir alle drei recht gerne und viel Kaffee trinken, entschieden wir uns im Sommer 2011 zur Anschaffung eines Kaffeevollautomaten. Unsere Wahl fiel damals auf die ‚AEG CS 5000‘, ein Gerät, welches zu der Zeit häufiger mal im Sonderangebot war und damals auch ganz gute Kritiken bekam.

Soweit alles normal. Der Apparat erfüllte seinen Zweck. Täglich war er seither in Betrieb, versorgte unsere drei Haushaltsmitglieder regelmäßig mit dem heißen Bohnenaufguss.

In den letzten Wochen fing die Maschine dann jedoch an zu ‚mucken‘. Erst wurde der Kaffee nicht mehr so recht heiß, dann stellte der Apparat seinen Dienst sogar ganz ein. Ein Blick in die Kaufunterlagen offenbarte uns jedoch: Kein Problem! Auf die Maschine gibt es noch ein paar Wochen Garantie.

Kurzerhand wurde in der Vorwoche die AEG-Kundenhotline angerufen, von wo es dann weitere Instruktionen gab. Zuerst schien alles seinen gewünschten Gang zu nehmen.

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Der 8. Mai – kein Tag der Befreiung?

Ein Stadtverband der CDU in Sachsen übt sich in peinlichem Geschichtsrevisionismus. Die Landespartei schweigt dazu.

Die bunte Homepage kann über den braungefärbten Inhalt nicht hinwegtäuschen (Screenshot v. 23.5.13)
Die bunte Homepage kann über den braungefärbten Inhalt nicht hinwegtäuschen (Screenshot v. 23.5.13)

Es war ein Schlussstrich unter 12 Jahre Terror und Schrecken. Das Ende des 2. Weltkrieges in Europa. Und des schrecklichsten Verbrechens, das Menschen anderen Menschen angetan haben: des Holocausts. Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland bedingungslos. Alle demokratischen Parteien stimmen darin überein, was der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) 40 Jahre später wie folgt formulierte:
„Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

Alle demokratischen Parteien? Nein, leider nicht ganz. Ein sächsischer Stadtverband der CDU stellt auf seiner Homepage unmissverständlich klar: „Kein Tag der Befreiung.“ Wer glaubt, dies sei nur eine unglücklich gewählte Überschrift von Pressesprecher Mirko Krawczyk, der wird im Folgenden eines besseren belehrt. Es wird gemeint, was getitelt wird. Denn der 8. Mai sei „für die meisten Menschen in Ost- und Mitteldeutschland kein Tag der Befreiung, kein Tag der Freude oder der Zuversicht“ gewesen.

Im Folgenden findet sich eine Darstellung des Leides der deutschen Flüchtlinge aus den Ostgebieten und die These, dass in „der sowjetischen Besatzungszone (…) die nationalsozialistische Diktatur nahtlos abgelöst (wurde) durch die Tyrannei unter den roten Stern.“ Nach weiteren Ausführungen dazu wird dann noch gedacht. Und zwar der Opfer des Krieges. Zumindest teilweise. Denn gedacht wird da

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Update: Israel: Grüne wollen sichtbare „Kaufberatung“

Grüne LogoDie Grünen wollen, das künftig Produkte aus dem Westjordanland gekennzeichnet werden.

Nach einem Bericht der Jüdischen Allgemeinen will die Bundestagsfration von Bündnis 90 /Die Grünen das künftig Produkte aus dem Westjordanland separat gekennzeichnet werden. Das geht aus einer kleinen Anfrage der Fraktion an die Bundesregierung hervor:

 Israel exportiert im beträchtlichen Umfang Produkte in die Europäische Union (EU) und nach Deutschland. Daneben werden Produkte, die aus von Israel besetzten Gebieten stammen (Westbank) und die sowohl in israelischen Siedlungen auf diesem Gebiet als auch in palästinensischen Produktionsstätten stammen, in die EU und nach Deutschland importiert. Von israelischer Seite wird als Herkunftsland pauschal Israel angegeben und nicht zwischen Produktionsstätten in Israel in den Grenzen von 1967 und in israelischen Siedlungen aus besetzten Gebieten (Westbank) unterschieden. Ferner wird die tatsächliche Herkunft verschleiert, wenn Produkte zwar in Siedlungen hergestellt, die sie produzierenden Firmen jedoch lediglich ihren juristischen Firmensitz im israelischen Kernland haben.

Für die europäischen und deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher ist es wichtig zu wissen, wo genau und von wem Produkte, die sie erwerben wollen, produziert wurden.

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Liebe Erderwärmung,

wir müssen reden – irgendwas stimmt nicht mehr mit unserer Beziehung und sie ist mir viel zu wichtig, um sie einfach so aufzugeben. Weißt Du noch, wie alles angefangen hat, wie es war als wir uns kennenlernten? Ich ging damals noch zur Schule. Zum ersten Mal hab ich von Dir im Spiegel gelesen. Auf dem Titel versank der Kölner Dom im Meer und mir gefiel die Vorstellung, dass vielleicht auch das Ruhrgebiet bald am Meer liegen könnte – und nicht an einem so ekelig kalten wie der Nordsee sondern einem kuscheligen wie dem Mittelmeer. 

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Symposium zum Antisemitismus 2.0

Kleiner Veranstaltungstipp für Mittwoch: Organisiert von der Uni Düsseldorf findet ein Symposium zum Thema „Antisemitismus 2.0“ statt. Das dürfte allein schon wegen den Referenten interessant werden. Zu der Frage „Ist Israelkritik antisemitisch?“ werden der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar, der Sprachgeschichtler Georg Stötzel sowie das enfant terrible des meinungsproduzierenden Gewerbes, Henryk M. Broder sprechen.

In der Beschreibung heißt es:

Der Publizist und Buchautor Henryk M. Broder wird in Anlehnung an die aktuellen journalistischen Debatten zum Thema Antisemitismus die definitorischen Konturen dessen, was Antisemitismus ist und wer seine Träger sind, nachzeichnen.

Wolfgang Kraushaar, deutscher Politikwissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung und Experte auf dem Gebiet der Totalitarismus-, Extremismus- und Terrorismusforschung, erörtert in seinem Vortrag, wann Israelkritik in Judenfeindschaft umschlägt.
Die sprachgeschichtlichen Verwendungsweisen des Antisemitismusbegriffes seit 1945 wird Georg Stötzel, emeritierter Professor für Sprachgeschichte, als Problemgeschichte der Gegenwart, im Kontext des Schulddiskurses der Deutschen erläutern.

Im Anschluss daran wird ein Podiumsgespräch zu der Leitfrage des Symposiums stattfinden. Es moderiert Sven Gösmann von der „Rheinischen Post“.

Mittwoch, 22. Mai, 18 Uhr im Industrie-Club Düsseldorf, Elberfelder Str.6.

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CL-Finale: Auch Schalke-Anhänger mit Karten aus BVB-Kontingent in Wembley vor Ort dabei

'U-Boote' bei der Kartenvergabe wollte Aki Watzke eigentlich verhindern. Foto: Robin Patzwaldt
‚U-Boote‘ bei der Kartenvergabe wollte Aki Watzke eigentlich verhindern. Foto: Robin Patzwaldt

Ich bin normalerweise weit davon entfernt moralisch bewerten zu wollen welche Leute sich ein Fußballspiel vor Ort im Stadion ansehen sollen/dürfen, oder auch nicht. Aber als sich am gestrigen Freitag unter meinen Facebook-Freunden Leute über gerade frisch eingetroffene Karten für das Champions League-Finale in London öffentlich kräftig gefreut haben, welche ich schon seit Jahren als treue Schalke-Fans kenne, da wurde ich dann doch kurz mal stutzig.

Da besucht jetzt also ein mir wohlbekannter, langjähriger Schalke-Fan mit seiner Frau ausgerechnet das Finale, zu welchem u.a. zahlreiche BVB-Treue mangels Eintrittskarten keinen Eintritt gewährt bekommen werden.

Das zur Verfügung stehende Kontingent der Dortmunder war bekanntlich extrem hart umkämpft, mit über 500.000 Anfragen gleich ca. 20fach ‚überzeichnet‘. Denn leider gab es offiziell ‚lediglich‘ ca. 24.000 Karten für die Dortmunder Anhängerschaft. Nur ganz wenige davon gingen nach Abzug aller möglichen Privilegierten am Ende wirklich noch in den freien Verkauf, bzw. in die dafür vorgesehene Verlosung.

Auf einer Pressekonferenz vor wenigen Tagen sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf die Frage wie er denn verhindern wolle, dass eventuell zahlreiche Bayern-Fans sich auch beim BVB-Kontingent mit um die begehrten Eintrittskarten bewerben würden noch selbstbewusst: Dies wisse man seitens des BVB schon zu verhindern. Man könne ja u.a. aufgrund der Postleitzahlen eventuelle ‚U-Boote‘ erkennen und ggf. dann noch rechtzeitig ‚abschießen‘ so Watzke auf die Journalistenfrage wörtlich.

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Linke in Not – DIE PARTEI, übernehmen sie!

„OH MEIN GOTT! War der Grafiker betrunken???“ Ein Plakatentwurf der Linkspartei zur Bundestagswahl stößt bei Kommentatoren auf wenig Gegenliebe. Der Linken-Fundi Diether Dehm hatte den Wahlwerbungs-Entwurf auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Das Ganze wirkt wie der verunglückte Erstversuch einer Titanic-Praktikantin. Die anderen Parteien sind zwar auch nicht gerade daür bekannt, geistreiche Entwürfe abzusondern. Aber wenn schon witzig, dann bitte das Original – DIE PARTEI, übernehmen sie!

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Skeptikertreffen in Köln: „Alternativmedizin ist Quacksalberei“

Vom 9. bis 11. Mai hielt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ihre 22. Konferenz unter dem Motto „Pseudotherapien“ in Köln ab. In einem Dutzend Vorträgen setzte sich die GWUP, als deutscher Ableger der weltweiten Skeptikerbewegung, für Wissenschaft und kritisch-rationales Denken im Gesundheitsbereich ein.

Die GWUP betrachtet para- und pseudowissenschaftliche Gedankenmodelle mit dem Ziel, deren Behauptungen und Versprechungen zu überprüfen, ggf. zu relativeren oder zu entlarven. Neben Themen wie UFO-Sichtungen, Parapsychologie oder Verschwörungstheorien gehört dabei die so genannte „Alternativmedizin“ zum festen Betätigungsfeld der GWUP.

Die Skeptiker werden hier nicht müde zu betonen, dass es ebenso wenig eine „Alternativmedizin“ gibt wie z.B. eine „Alternativmathematik“. Ihr Vorsitzender Armadeo Sarma:„Es gibt gute Medizin und schlechte Medizin. Alternativmedizin ist meist Quacksalberei.“ Diese Erkenntnis ist weder neu noch überraschend, stand sie doch in den letzten Jahren immer wieder im Fokus der GWUP. Die Verantwortlichen waren aber überzeugt, dass Pseudotherapien eine zunehmende Verbreitung in der Gesellschaft erführen, wogegen es anzugehen gelte.

Düstere Legenden, Blut & Spuk

Bevor es im eigentlichen Konferenzprogramm an Freitag und Samstag um medizinische Themen ging, lockte die GWUP am Publikumstag mit exotischeren Themen. Alexa und Alexander Waschkau vom Hoaxilla-Podcast entführten die knapp 300 Besucher in die Welt der

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