Fußballberichterstattung: FDP-Mann Wolfgang Kubicki von ‚Sky‘ in Fußballdebatte platziert

Talkshows werden bekanntlich mehr als häufig von Politikern besucht. Gestern allerdings gab es, zumindest meines Wissens nach, eine Premiere: Der TV-Sender ‚Sky‘ lud mit Wolfgang Kubicki (FDP) erstmals auch einen Politiker in seine Fußballdiskussion ‚Sky 90‘ ein und beschritt damit, aus meiner Sicht, einen gefährlichen Weg.

Mit Beginn der Bundesliga-Saison 2009/2010 startete der Pay-TV-Anbieter die Fußballdebatte ‚Sky90‘. Moderator Patrick Wasserziehr spricht darin jeden Sonntag ab 19:30 Uhr, sozusagen zum Abschluss des jeweiligen Spieltages mit Sportlern, Funktionären und Medienschaffenden über aktuelle Geschehnisse der Bundesliga und des abgelaufenen Spieltages.

Die Sendung empfinde ich seit Jahren als angenehm sachlich und informativ, so dass ich mir bisher fast alle Ausgaben angesehen habe. Interessant dabei ist, zumindest aus meiner Sicht, auch gerade die stetig wechselnde personelle Besetzung der Diskussionsrunde. Hierdurch bekommt das an sich immer gleiche Format stets einen wechselnden Charakter, abhängig halt von den jeweiligen Gästen aus der Szene und ihrem Temperament.

Gestern brachte der Pay-TV-Sender nun erstmals

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Nach Peer Pierre: TEAM M3DU5A schaltet Website von Salafist Pierre Vogel aus

Pierre Vogel. Foto: Schängel Lizenz: CC
Pierre Vogel. Foto: Schängel Lizenz: CC

Der salafistische Hassprediger Pierre Vogel muss sich heute nicht um die Aktualisierung seiner Internetseite kümmern. TEAM M3DU5A, das in der vergangenen Woche schon das peerblog mit DDoS-Attacken lahm legte, hat die Seite heute stillgelegt. Vogel ist ein Evolutionsgegner, Schwulenhasser  und der Meinung, Frauen müssten Kopftücher tragen. Ein öffentliches Gebet in Frankfurt für den von den USA liquidierten Terroristen Osama Bin Laden wurde 2011 von den Behörden untersagt. Der Deutsche hat in der Schweiz Einreiseverbot,

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Annette Schavan: Der Rücktritt, die Promotion und die Buntstifte

Annette Schavan Foto: AndreasSchepers Lizenz: CC
Annette Schavan Foto: AndreasSchepers Lizenz: CC

Annette Schavans Rücktritt folgt leider der politischen Logik. letzte Nacht habe ich mir mal die Geschichte der Uni Düsseldorf angeguckt und verstehe jetzt einiges anders. Das war ursprünglich ein Prutschladen, der erst kurz vor Schavans Promotion richtige Uni geworden war. Sie wurde mit der Eingliederung der alten PH Neuss quasi mit übernommen.

Nun kenne ich ihre Arbeit nicht. Ich kenne aus dieser Zeit aber Abschlussarbeiten anderer Pädagogik-FHs. Da konntest du mit Buntstiften schreiben, selbst gemalte Bilder einkleben, Wollfäden zu Bildern formen, auf Literatur vollkommen verzichten und über Dein eigenes Bastelprojekt in der Vorstadt schreiben. Der Dipl. Soz. päd. mit Auszeichnung war Dir sicher.

Was ich sagen will: Ihr Lehrstuhl war damals hochgradig interessiert, Abschlüsse rauszuhauen. Die aufnehmende Uni war ebenso hochgradig daran interessiert, durch Abschlüsse als ernsthafter Wissenschaftsbetrieb zu gelten. Institutionelle Erfahrung mit Doktorarbeiten hatten beide nicht. Schavan hat wohl das geliefert, was man von ihr erwartete. Eine anständige Betreuung seitens des „Doktorvaters“, Motto: „Mädchen, da musst du noch mal drangehen“, hätte die späte Katastrophe früh verhindert.

Wenn der Fakultätsrat heute, seine Unabhängigkeit wahrnehmend, den Titel entzieht, entzieht er sich vor allem auch der Geschichte seiner Universität. Er will die armen Verhältnisse, aus denen sie stammt, verschleiern, indem er sich dem heutigen Rankinggeschäft hingibt.

Alltagssplitter (11): Don’t go to rehab, no, no, no

Der Kanzlerkandidaten- und Stimmenimitator Peer Steinbrück inszeniert sich gern eitel-forsch als fidelen Denker, der noch sagt, was er denkt. Und zeigt dabei keinerlei Scham darüber, dass er tatsächlich denken könnte, was er sagen zu müssen vorgibt.
So schrieb ich’s mir vor vier Wochen in mein Notizbuch und fand dann genau diesen Gedanken in einer eingekastelten Leserzuschrift im SPIEGEL. So viel zur eigenen Originalität.

Tabubruch-Simulant
Heute bin ich sicher, dass Steinbrück wirklich nur so tut, als ob er sage, was er denke. Was er wirklich denkt, behält er aus taktisch-strategischen Gründen sowieso für sich. Was  will man auch erwarten von einem, dessen Bewerbungsversuche als Sparkassenpräsident einst so kläglich scheiterten.
Aber Vorsicht: Es ist ein Unterschied zwischen einem Steinbrück, der an die Macht will und einem Steinbrück, der an der Macht ist. Siehe Schröder vor und nach der Agenda 2010.

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Integrationsminister Hahn wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe

Foto: E-W/Wikipedia, CC-BY-SA-3.0 (de)
Foto: E-W/Wikipedia, CC-BY-SA-3.0 (de)

Hessens Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn geht in die Offensive. Nachdem er mit einer umstrittenen Äußerung über FDP-Chef Phillip Rösler massive Kritik erntete, wehrt er sich gegen Rassismus-Vorwürfe – und zieht Parallelen zur Sexismus-Debatte um seinen Parteikollegen Rainer Brüderle.

In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse vom heutigen Donnerstag sagte Hessens Integrationsminister Hahn: „Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.“ Viele sehen darin eine rassistische Äußerung. Im hessischen Landtag sagte etwa der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, Hahns Äußerung zeige, „dass der Integrationsminister selbst offenbar rassistische Tendenzen hat.“ Er sprach von einer „stillosen Entgleisung.“ Einige fordern bereits seinen Rücktritt.

Der Gescholtene geht nun in die Offensive. Er habe den Satz

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Grund: Cyberattacken – Peerblog gibt auf

peerblog_endeEine verheerende Resonanz, Hackerangriffe, Spott und Häme –  das Peerblog ist Geschichte. Die Macher erklärten eben das Ende des Projekts via Twitter.  Damit ist Peer Steinbrück um einen Wahlkampfflop reicher.

Die für das Peerblog zuständige Agentur gibt die DDoS-Attacken der letzten 24 Stunden als Grund für das Ende des Projekts an.

Fortwährende Cyber-Attacken auf den Server der Website peerblog.de haben seit dem 6. Februar 2013, 20 Uhr, zu dauerhaften Unterbrechungen geführt. Die technische Analyse hat ergeben, dass die Cyber-Angriffe durch Massenfragen von sogenannten Zombies (infizierte Rechner unbeteiligter Personen) ausgelöst worden sind. Hinter den Virus- und Trojaner-Attacken steckt die Hacker-Gruppe „T3AM M3DUSA“, die auf Twitter ankündigte, den PeerBlog auf Dauer anzugreifen. Damit bleibt peerblog.de faktisch offline. Wir sehen uns deshalb gezwungen, die Website vom Netz zu nehmen.

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TEAM M3DU5A hält Wort: Peerblog schon wieder offline

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TEAM M3DU5A hält Wort: Nachdem das gestern bereits durch eine DDoS-Attacke lahmgelegte peerblog heute kurz online war ist es nun wieder nicht zu erreichen. TEAM M3DU5A stört sich an der undurchsichtigen Finanzierung des Peerblogs, dass sich heute in einem Artikel als Speerspitze einer neuen Medienkultur feiern ließ, die keine Presse mehr braucht – und wahrscheinlich auch keine kritischen Fragen.  TEAM M3DU5A hat angekündigt, das peerblog dauerhaft lahmzulegen. Vielleicht wäre Transparenz eine Lösung für die Probleme des Peerblogs, aber wahrscheinlich würde das dort als Kulturbruch empfunden werden.