Kundenpflege bei der Dresdner Bank in den Zeiten der Krise

Wie hieß es doch so schön früher in der Werbung für die Dresdner Bank: Mit dem grünen Band der Sympathie. Von Sympathie ist in letzter Zeit nicht viel geblieben.Erst die unverschämten Abfindungen, dann die verschämte Rückzahlung durch den Boss und nun ein kleiner Erlebnisbericht aus der Welt der kleinen Leute. Viel besser spräche man von Kunden.

Schauen wir doch mal genauer hin wie die Dresdner Bank mit ihren Kunden umgeht: Da ist die junge alleinerziehende Frau in Hagen, Unterhaltsgeld vom Vater beziehend und aufgrund der Erkrankung des Sohnes nicht in der Lage ihren erlernten Beruf auszuüben.

Folgende Situation kurz vor dem letzten Monatsersten: Konto bereits auf Null und sie benötigt noch 30 EUR. Gleichzeitig ist noch eine Überweisung über 120 EUR offen. Da aufgrund der fehlenden Erwerbstätigkeit kein Dispo eingeräumt wird, was soweit ja auch OK ist, spricht die junge Frau in der Filiale vor und erhält die 30 EUR bar ausbezahlt. Nach einigen Tagen stellt sie fest, dass die Überweisung aufgrund fehlender Deckung geplatzt ist. Nun hält sie Rücksprache mit der Filiale wo sie von der Filialleiterin der Dresdner Bank zu hören bekommt, dass sie froh sein soll, dass ihr die Dresdner Bank als Arbeitslose überhaupt ein Konto einräumt. Die verdutzte Bürgerin aus der beschaulichen Stadt Hagen ist erst mal ob dieser Frechheit der Filialleiterin baff, fängt sich alsbald und entgegnet, dies öffentlich machen zu wollen. Prompt zeigt die Dresdner Bank die hässlichste Fratze, die der Kapitalismus zu bieten hat und die Filialleiterin droht ihr mit einer Klage, falls sie den Sachverhalt öffentlich macht.

Es ist dahingestellt, ob dies ein Einzelfall war oder die Filialleiterin einfach nur einen schlechten Tag hatte. Entscheidend ist jedoch, dass so ein Verhalten nicht tragbar ist und die Bank vielmehr überlegen sollte, ob ihr solche Führungskräfte gut zu Gesicht stehen.

Afghanistan: Wir sollten gehen…

Ich war für den Krieg in Afghanistan – aber jetzt sollten wir raus.

Frauen in Burkas. Foto: Wikipedia

Es gab viele gute Gründe für den Versuch, die Macht der Taliban zu brechen: Die Menschenrechtsverletzungen, die Unterdrückung der Frauen, die Spengung von antiken Kulturdenkmälern, die Unterstützung von Al Qaida. Kurzum und vielleicht etwas naiv: Ich fand es gut, dass die Bundeswehr auch mit daran wirkte, das Mädchen in die Schule gehen konnten. Nicht überall, aber zumindest in ein paar Teilen des Landes.

Mir war zwar klar dass unsere "Partner" dort beinahe alles Schwerstkriminelle waren, aber ich glaubte auch, es gäbe dazu keine Alternative. Nun, nachdem Afghanistans Ministerpräsident Karzai ein Gesetz unterschrieben hat, dass Frauen zum Sex mit ihren Männern zwingt, ihnen das Verlassen des Hauses untersagt und das zahlreiche weitere barbarische Regeln enthält, ist es Zeit für uns zu gehen. Ein solches Regime will ich mit meinen Steuergeldern nicht unterstützen. Es ist nicht das Leben eines einzigen westlichen Soldaten wert.  OK. es gäbe eine Alternative: Wir machen Afghanistan zur Kolonie, aber das wird nicht klappen. Also gehen wir raus. Wir haben in Afghanistan keine Partner um das Land zu zivilisieren. Aber wenn wir gehen, dann mit allem: Keine Soldaten, aber auch keine humanitäre Hilfe. Keine Straßen, keine Krankenhäuser, keine Entwicklungshilfe. Sie wollen Mittelalter? Sie könnne es haben. Dann aber auch mit allem was dazu gehört. Und den Frauen und Mädchen können wir nicht in Afghanistan helfen – also lasst sie uns rausholen: Jede Frau aus Afghanistan bekommt im Westen Asyl. Pauschal.

 

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Wolfgang Welt liest heute Abend aus seinem neuen Roman

foto: suhrkamp

Der Bochumer Schriftsteller Wolfgang Welt ist – jedenfalls im Ruhrgebiet – weltberühmt. Nicht weniger legendär ist der erste Satz aus seinem Roman Peggy Sue

„Etwa zwei Jahre nach unserer ersten Begegnung machte mir Sabine am Telefon Aussicht auf einen Fick, allerdings nicht mit ihr selber, sondern mit ihrer jüngeren Schwester.“ Heute Abend liest er im Bochumer Schauspielhaus (Theater unter Tage, 19:30 Uhr) aus seinem neuen Roman Doris hilft. Für diese Veranstaltung gibt es noch Karten. Ein ausführliches Interview mit dem Bochumer Schriftsteller folgt in Kürze auf diesem Blog.

Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

Foto: Wikipedia

Shopping: Basare für das Ruhrgebiet…Der Westen

Ruhr2010: Scheytt hört in Essen auf…Bild

Shopping II: Ein Einkaufszentrum in Bochum…Ruhr Nachrichten

Fußball: Keiner will nach Schalke…taz

Kommunalwahl: Baranowski-Killer online…Gelsenkirchen Blog

Barcamp: Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp…Ruhr Digital

Ausstellung: Mond im Gasometer…Ruhr Nachrichten

Ruhr2010: Helfer gesucht…Der Westen

Blattkritik: Ein Blick auf die WP…Zoom

Geld: Die Sorgen der Freien…Medienmoral NRW

Musik: Amazon drängt auf MP3-Markt…2.0

 

Geldregen für Großmanns Mitarbeiter

Foto: RWE

Jürgen Großmann kann über sich über einen Rekordgewinn seiner Stahlfirma freuen. Jetzt muss er aber den Gürtel enger schnallen, denn wegen der Rezession könnte Georgsmarienhütte in die Verlustzone rutschen. Jetzt wird sich zeigen, wie sozial der RWE-Chef bei seiner eigenen Mannschaft ist.

Großmann hatte die Hütte vor einigen Jahren für einen symbolischen Preis von zwei Mark gekauft und in harter Arbeit und mit einigem Rückenwind durch den Stahlboom zu einem Vorzeigeunternehmen gemacht. Letztes Jahr sprang der Umsatz auf 3,3 Milliarden Euro, unter dem Strich blieb ein Gewinn von 176 Millionen Euro. Jeden zehnten Euro davon schüttet er an seine Mitarbeiter als Gewinnbeteiligung aus. Durchschnittlich sind das 1636,36 Euro pro Kopf.

Im laufenden Jahr werden die Beschäftigten aber wohl leer ausgehen. Die Krise hat den achtgrößten Stahlkonzern Deutschlands fest im Griff: Die Nachfrage hat sich mehr als halbiert, jeder zweite der 10.800 Mitarbeiter ist in Kurzarbeit. Auch wenn es keine Entlassungen gab, so mussten doch schon einige Leiharbeiter gehen.

Da eine schnelle Erholung der Nachfrage nicht in Sicht ist, müssen sich die Beschäftigten auf die soziale Ader von ihrem obersten Chef Großmann verlassen. Denn die Kurzarbeit ist gesetzlich auf 18 Monate befristet und könnte auch bei einer Verlängerung auf 24 Monate nicht ausreichen, um die Krise abwettern zu können. Helfen wird noch der in der Nacht zu heute geschlossene Tarifvertrag, der eine weiter Verkürzung der Wochenarbeitszeit zulässt.

Stellt sich die Frage, was tun, wenn die Instrumente nicht mehr ausreichen? Könnte Großmann das Messer ansetzen und Beschäftigte entlassen? Die Frage ließen die Oberen des Stahlwerks heute offen. Eine Entscheidung darüber wird wohl erst dann fallen, wenn absehbar, wie tief und lang die Flaute sein wird.

Mit wachen Augen werden wohl die RWE-Mitarbeiter die Vorgehensweise bei dem Stahlkonzern verfolgen. Denn dies könnte ein Gradmesser dafür sein, wie der Vorstandschef bei dem Versorger agieren könnte, sollte dieser von der Krise gepackt werden.

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Mehdorn wird VRR-Chef

Neuer Job für den scheidenden Bahn Chef: Hartmut Mehdorn soll den VRR auf Kurs bringen.

Foto: Wikipedia

Herbert Napp, der Vorsitzende des VRR-Verwaltungsrates ist stolz auf seinen Coup: "Wir haben das Glück der Stunde genutzt mit dem Hartmut Mehdorn endlich einen qualifizierten Chef für den VRR gefunden." Noch ist unkkar, wann Mehdorn sein Amt antreten wird, klar sind aber schon seine Pläne. "Ich will", skizziert Mehdorn die Perspektive des Nahverkehrsverbundes,"den VRR zu einem integrierten regionalen Verkehrsverbund ausbauen. Wer nur an Busse und Bahnen denkt, denkt zu kurz."

Möglichst schnell sollen nun Gespräche aufgenommen werden, um auch den Duisburger Hafen, den Dortmunder Flughafen und den Zeppelinservice WDL zu integrieren: "Meine Vision ist: Sie landen mit dem Zeppelin in Essen-Mülheim, fahren mit dem Bus zum Dusiburger Hafen, dann mit dem Schiff weiter nach Dortmund zum Kanalhafen, mit der Bahn zum Flughafen Dortmund und dann wieder weg – das ist Nahverkehr aus einer Hand."

Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

Opel: Neue Chef schließt Insolvenz nicht aus…Handelsblatt

Marl: Lebenslang für Internet-Mord…Zeit

Re:Publica: Pottblog goes Berlin…Pottblog

Glückwunsch: Preis für die Ruhr Nachrichten…Ostroplog

Sicherheit: Reporter im Schulbus-Test…Zoom

YouTube-Sperrung: Danke GEMA…Kueperpunk

Verkehr: Bahn setzt weiter auf BETUWE-Linie…RP Online

Literatur: Bitterschlag-Lesung – die Teilnehmer…Prospero

Cross Border Leasing: Bochum "steigt aus"…Ruhr Nachrichten

Cross Border Leasing II: Recklinghausen "setigt aus"…Recklinghäuser Zeitung

FKK: Neues Angebot für Nackte aus dem Revier…Siegener Zeitung

Bergbau: Risse in Dortmund…Der Westen

 

Das Aprilgeschickspiel

Morgen ist wieder der Tag des Schabernack, vor allem Medien sind Horte der Aprilscherze. Leider sind die eigentlich nie lustig, meistens sogar langweilig. Kleiner Tipp: Diesmal auf alles mit "Abwrackprämie" achten, wird morgen bestimmt auch auf Tretroller gezahlt.

Bild: Pressestelle Polizei Kreis Mettmann

Auch Verstaatlichungsnachrichten werden gut laufen, Mercedes, Deutsche Bank. Sicher einige Mehdorn-Scherze: Wachsfigur, sein neuer Job (HB-Männchen im Werbespot). Natürlich muss dringend vor den witzigen Polizeimeldungen gewarnt werden, wie dieser vom Kreis Mettmann (klick). Die Beamten haben sich ausgedacht, es wäre lustig, wenn sie getarnte Sportwagen gegen Verkehrssünder einsetzen könnten. Wenn es nicht so fad wäre, ich wäre glatt drauf reingefallen. Und tatsächlich ist das einzige, was halbwegs lustig ist am 1. April, Zeitung zu lesen, und sich zu überlegen, was Scherz ist, was nicht. Gar nicht einfach.

Zum Üben vor dem großen Tag, haben wir einige aktuelle Überschriften zusammen gestellt. Und ihr dürft raten, was ein Aprilscherz ist. Lustig? Lustig. Auflösung morgen.

Schweiz: Müllwerker haben zwei Goldbarren im Abfall gefunden.
Velbert: Jogger läuft gegen Bushaltestelle
Kreis Wesel: Polizei bekommt blaue Funkstreifenwagen
Mönchengladbach: Mädchen spielen Model auf Gleisen – Bahnverkehr gesperrt
Pizza aus dem Hause Oetker nun auch in den USA in der Tiefkühltruhe
Moskau: Simulierte Mars-Mission unter Beteiligung eines Bundeswehr-Hauptmanns
hat begonnen
1.200 Studenten, 300 Euro im Monat – Pinkwart führt Uni-Stipendien ein