Horst Heldt nun doch vor der Ablösung? – Der FC Schalke 04 mit einer Debatte zur Unzeit

Der FC Schalke 04 ist wahrlich ein bemerkenswerter Club. In diesem Punkt sind sich Fans und Kritiker völlig einig. Da läuft es sportlich ungewöhnlich gut, legt die Mannschaft nach dem Trainerwechsel vom Sommer den besten Bundesligastart seit Jahren hin, liegt aktuell auf Rand Drei der Bundesliga, spielt erfolgreich im Europapokal, gewinnt auch an diesem Wochenende mit viel Leidenschaft (und am Ende dann auch der nötigen Portion Glück) letztendlich knapp mit 2:1 (1:0) gegen die Hertha aus Berlin, was das Stadion kurzzeitig stimmungstechnisch, im positiven Sinne, mal wieder richtig ‚explodieren‘ ließ, doch gesprochen wurde und wird in den letzten Tagen eigentlich fast nur über die mögliche Ablösung von Sportdirektor Horst Heldt, dessen Vertrag im kommenden Sommer angeblich nicht verlängert werden wird, und der angeblich dann von Mainz-Macher Christian Heidel ersetzt werden soll.
So besagen es zumindest die noch immer nicht eindeutig dementierten Gerüchte in diesen Tagen. Schalke-Boss Clemens Tönnies schweigt zum Thema Heldt, Mainz bestätigt grundsätzlich eine Anfrage an den eigenen Mann, auch Heidel selber bleibt total unkonkret, will zumindest offenbar nichts ausschließen, nur Horst Heldt spricht relativ freimütig über seine Lage, betont seine grundsätzliche Gelassenheit und seinen gradlinigen Umgang mit seiner persönlichen Situation. Das ehrt ihn, zeigt aber gleichzeitig auch seine Machtlosigkeit in der Sache. Offenbar weiß auch er nicht, was da gerade hinter seinem Rücken so wirklich geschieht, ob man nun noch mit ihm plant, oder eben nicht.
Zugezogen Maskulin
Zugezogen Maskulin, Montag, 19. Oktober, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf
Der Ruhrpilot

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Reker-Attentäter: Ein Nazi-Schläfer?

Am Samstagmorgen wurde die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker bei einem Attentat schwer verletzt. Der 44-jährige Frank S. griff die Politikerin mit Messern an und verletzte sie im Halsbereich. Schnell wurde bekannt, dass der Täter aus „fremdenfeindlichen Motiven“ handelte. Er machte Reker für die Flüchtlingspolitik der Stadt Köln verantwortlich. Frank S. ist kein „verwirrter Einzeltäter“, er bewegte sich in den 1990er Jahren in der neonazistischen Szene.
Bevor Frank S. nach Köln zog lebte er in St. Augustin bei Bonn. Mitte der 1990er Jahre gab es in Bonn eine sehr aktive Neonaziszene rund um die Protagonisten Norbert Weidner und Ralf Tegethoff. Beide führten die 1995 verbotene „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) im Rheinland an. Nazi-Gegner und Migranten wurden von Mitgliedern der FAP in Bonn und dem Umland immer wieder attackiert. Auch Frank S. soll an Körperverletzungen beteiligt gewesen sein. Darüber hinaus beteiligte er sich an neonazistischen Demonstrationen, zum Beispiel 1994 als 180 Neonazis versuchten, in Erinnerung an Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess in Luxemburg aufzumarschieren. Nach dem gescheiterten Aufmarsch wurden die Rechten in Gewahrsam genommen und aus Luxemburg abgeschoben.
Im Verlauf der 1990er Jahre soll Frank S. mehrere Bewährungsstrafen unter anderem wegen Raub und Körperverletzung gesammelt haben. Im Winter 1997 soll er sogar inhaftiert worden sein.
Frank S. war Anhänger einer verbotenen Nazi-Partei, er nahm an konspirativ organisierten Veranstaltungen teil und soll extrem gewalttätig gewesen sein. Dass er das Attentat auf Henriette Reker aus rassistischen Motiven begangen hat, steht außer Frage. Fraglich ist nun, ob Frank S. noch immer über Verbindungen in die Nazi-Szene verfügte.
„The Internetz“
U2
U2 kommen an diesem Wochenende, am 17. und 18. Oktober 2015, in die Lanxess Arena nach Köln. (Leider sind beide Termine schon ausverkauft!)
Allen Glücklichen, die noch Karten ergattert haben, natürlich ‚Viel Spaß!‘
Der Ruhrpilot

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Tocotronic singen im Fzw über die Liebe
Tocotronic, Mitte der 90-er von den drei Hamburger Studenten Dirk von Lowtzow, Jan Müller und Arne Zank gegründet, sind in den letzten 22 Jahren zu einer wahren Institution geworden. Mit ihrem aktuellen Meisterwerk “Das rote Album”(2015) haben sie abermals ihre unangefochtene Spitzenposition am deutschen Indie-Rock-Pop-Himmel untermauert und standen gestern ( seit 2004 sind sie zu viert unterwegs ) im Dortmunder FZW auf der Bühne in der großen gut besuchten Halle.
Zwanzig Jahre nach ihrem Debüt “Digital ist besser”, folgte in diesem Jahr das elfte Album, das sich wie seine sechs Vorgänger direkt unter die Top10 der deutschen AlbumCharts mischen konnte, und damals wie heute werden Tocotronic für ihre genialen Songtexte verehrt.
Doch diesmal geht es um die Liebe und die Sehnsucht, eine Thematik, die die Hamburger bislang immer eher umschifft hatten.
Sänger Dirk von Lowtzow singt von der schönsten Sache Welt und schafft es dabei nicht in Kitsch zu versinken. Wie man ihn kennt, bleibt er auch hier immer noch ein wenig theoretisch und abstrakt…nur die Bühne versinkt ab und an mal in einem satten Rot, passend zur Farbe des aktuellen Albums.
Am 11.11.2015 werden Tocotronic übrigens noch einmal hier in der Nähe live zu erleben sein.
Karten für das Konzert im Kölner E-Werk gibt es im Ticketshop unter www.prime-entertainment.de!
Jakub Blaszczykowski: ‚Kuba‘ – Eine wahrlich ungewöhnliche Sportler-Biographie
Zugegeben, das Buch über das bisherige Leben von ‚Kuba‘ Jakub Błaszczykowski habe ich als BVB-Anhänger ja schon seit Monaten für mich persönlich auf dem ‚Schirm‘ gehabt. Es erschien zunächst in Polen, seinem Heimatland, bevor nun vor wenigen Tagen auch die deutsche Version auf den Buchmarkt gelangte. Und inzwischen ist der Pole bekanntlich eben auch kein Spieler von Borussia Dortmund mehr, was die Vermarktungschancen des Buches hierzulande sicher nicht verbessert haben dürfte, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Trotzdem möchte ich hier und heute bei uns im Blog kurz auf diese Biographie des 29-jährigen hinweisen. Und zwar eben auch nicht nur deshalb, weil ‚Kuba‘ offensichtlich ein sympathischer Sportler ist, der trotz seiner großen Erfolge auf dem Fußballplatz, immer ein bescheidener, zurückhaltender und freundlicher Charakter geblieben zu sein scheint, wovon ich mich zusammen mit Ruhrbarone-Lesern im Mai 2014 auchg üersönlich bei einem Treffen im Dortmunder Stadion überzeugen konnte, sondern eben vor allem auch deshalb, weil sich die Lebensgeschichte des ehemaligen Kapitäns der polnischen Nationalmannschaft tatsächlich zu lesen und damit mal ausführlich nachzuvollziehen lohnt.
Völlig egal für welchen Verein der Pole gerade kickt, seine positive und kämpferische Grundhaltung hat ihm nämlich im Leben schon über vieles hinweggeholfen, kann somit für viele Menschen sicher auch eine Art Inspiration sein.




















