Berlinale ehrt Meister-Regisseur Martin Scorsese

Martin Scorsese ist einer der wichtigsten und stilprägensten Filmemacher der letzten 60 Jahre | Foto: wikipedia / Montclair Film / CC BY 2.0

Der US-Regisseur, Autor und Produzent Martin Scorsese erhält den Goldenen Ehrenbären der Berlinale 2024. Das hat das Festival bekanntgegeben. Der Preis wird dem Oscar-Preisträger, der vor wenigen Tagen 81 Jahre alt geworden ist, am 20. Februar für sein Lebenswerk verliehen. Der Meisterregisseur hatte erst vor kurzem die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth für ihre Personalpolitik bei der Berlinale kritisiert.

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Schauspielhaus Bochum: Überfällige Diskussion über Atomwaffen mit Joschka Fischer

Joschka Fischer Foto: Heinrich-Böll-Stiftung Lizenz: CC BY-SA 2.0

Am 21. Januar wird der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) Gast in der Talkshow des früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) „Ein Gast. Eine Stunde“ sein. Fischer ist ein brillanter Redner, daher sind 60 Minuten gute Unterhaltung garantiert. Allerdings regt sich Protest gegen Fischers Auftritt: Die

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Habecks nächste Niederlage: Bundesnetzagentur untersagt vorgezogenen Kohleausstieg 2030

RWE-Braunkohlekraftwerk Weisweiler (Foto: Roland W. Waniek)

Nach Informationen der Welt beerdigte die Bundesnetzagentur (BNetzA) am späten Donnerstag die Pläne der Bundesregierung zum vorgezogenen Kohleausstieg/Stilllegung von Kraftwerken.

Überraschend kommt das ehrlicherweise nicht. Entsprechende Hinweise und Aussagen gab es bei Fachtagungen schon seit mehr als einem Jahr. Die Diskussionen entbrannten regelmäßig am Thema: „Woher kommt dann die Leistung?“

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Necati Öziri liest aus „Vatermal“

Necati Öziri Foto: David Ụzọchukwu Lizenz: Copyright

Das Schauspiel Dortmund feiert im Januar nicht nur die Premiere „Der Ring des Nibelungen“ von Necati Öziri, der in Datteln geborene Autor ist zuvor auch mit einer Lesung aus seinem gefeierten Roman „Vatermal“ am Sonntag, 14. Januar, zu Gast. Necati Öziri hat damit eine Familiengeschichte über einen Sohn, eine Mutter und eine Schwester,

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Nach dem Pogrom. Das Rabbinerhaus in Essen und ein Gedicht

Israel Defense Forces 2012 cc 3.0

„Der Mob wurde von Priestern angeführt und der allgemeine Ruf ‚Tötet die Juden‘ wurde in der ganzen Stadt vernommen.” Vor 100 Jahren berichtete die New York Times aus Kischinjow, dem heutigen Chișinău, Hauptstadt der moldauischen Republik: “Das Grauen, das sich bei diesem Massaker abspielte, ist unbeschreiblich. Säuglinge wurden von dem rasenden und blutrünstigen Mob buchstäblich in Stücke gerissen. Bei Sonnenuntergang waren die Straßen mit Leichen und Verwundeten übersät.“

Drei Tage dauerte das Morden an, niemand hatte die Juden verteidigt. Wenig später hat Chaim Bialik, jüdischer Dichter, Kischinjow aufgesucht und eine “Stadt des Schlachtens / Be Ir HaHaregah” beschrieben. Sein Epos  –  Bialik geht darin mit dem jüdischen Pazifismus, diesem aberwitzigen Vertrauen darauf, dass man dem Blutrausch mit Vernunft begegnen könne, hart ins Gericht  –  hat großen Einfluss gewonnen auf die Idee, dass Juden nichts anderes bleibt, als sich selber zu verteidigen, die zionistische Idee. An Bialiks Poem hat jetzt, nach dem Pogrom der Hamas, das Salomon Ludwig Steinheim-Institut in Essen erinnert. Das Institut, angesiedelt an der Uni Duisburg-Essen, hat seine Räume im ehemaligen Rabbinerhaus der Alten Synagoge Essen, auf das Gebäude wurde im November des vergangenen Jahres ein Terror-Anschlag verübt   –  offenbar im Auftrag staatlich-iranischer Stellen, (…)

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Der Ruhrpilot

Die Polizei im Einsatz  Foto (Archiv): Sebastian Weiermann


NRW:
So soll diesmal Silvester-Randale verhindert werden(€)…WAZ
NRW: turmtief „Zoltan“ fegt über NRW hinweg…WAZ
NRW: Gericht stoppt Abschuss von Problemwölfin „Gloria“…NW

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Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Bochum reicht es nicht aus, die Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen

Synagoge Bochum. Foto (Detail) Frank Vincentz CC BY-SA 3.0

Im November 2022 wurde ein Anschlag auf die Synagoge in Bochum verübt. Am Dienstag verurteilte der 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf einen 36-jährigen Deutsch-Iraner wegen Verabredens schwerer Brandstiftung und versuchter Brandstiftung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Das Gericht stellte fest, dass die Anschlagsplanung auf eine staatliche iranische Stelle zurückgeht. Gemeint waren die Revolutionsgarden (IRGC). Diese stellen nicht nur eine Armee und Wirtschaftsmacht dar, sondern auch eine international tätige Terrororganisation.

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„Mein Vater wohnt jetzt im Himmel“

Synagoge in Köln Foto: Laurin


40 israelische Jugendliche, die am 7. Oktober den Terrorangriff auf den Kibbuz Kfar Aza erlebten, besuchten auf Einladung der Zentralen Wohlfahrtsstelle Deutschland. An einem Sonntag besuchten sie Köln.

Es war stürmisch auf dem Vorplatz des Kölner Doms als Abraham Lehrer, der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gegen Mittag das Wort an die 40 Jugendlichen aus dem Kibbuz Kfar Aza richtete. Kfar Aza liegt nahe der Grenze Israels zu Gaza und war am 7. Oktober von palästinensischen Terroristen überfallen worden.  Mehr als 100 Bewohner, darunter viele Säuglinge und Kinder, wurden von der Mörderbande abgeschlachtet, 18 Bewohner als Geiseln verschleppt.

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