Dortmund: Stadt macht bei Kreativworkshop mit Neonazi-Schlägern nicht mit

Nazi-Demo in Dortmund

Die Stadt Dortmund distanziert sich mit einer Erklärung von dem Projekt „Dortmund den Dortmundern“, bei dem die kreative Ader von Nazis geweckt werden soll.

In einer Pressemitteilung stellt die Stadt Dortmund fest, dass sie bei dem Projekt „Dortmund den Dortmundern“ nicht Partner der  multilateral acedamy gGmbH ist, die ein gemeinsames Projekt mit Nazis und Nazigegnern durchführen will, bei dem beide Gruppen durch kreatives Arbeiten zu einem Dialog bewegt werden sollen:

Zwar hat die Stadt Dortmund vor Beginn des Projektes, beginnend im Jahr 2010, Kooperationsgespräche mit dem Träger geführt, mit der späteren inhaltlichen Ausformung, wie sie sich bis heute auf der Seite „Lokale Aktionspläne“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend darstellt, war sie allerdings nicht mehr einverstanden. Dies ist dem Träger am 22.11.2011 bei einem Abstimmungsgespräch bei Exit Deutschland in Berlin auch eindeutig mitgeteilt worden.

Umso befremdlicher ist es, dass der Internetauftritt mehr als zwei Monate später nicht aktualisiert oder mindestens kommentiert ist. Dem Träger hat die Stadt Dortmund deshalb heute schriftlich untersagt, die städtischen Dienststellen weiterhin als Kooperationspartner des Projektes zu bezeichnen. Sie erwartet außerdem eine öffentliche Richtigstellung.

Die Stadt Dortmund war und ist prinzipiell mit der Grundidee des Projektes, auch in die Auseinandersetzung mit dem harten Kern der rechtsextremen Szene zu kommen, einverstanden. Die Zielsetzung muss dabei sein, die menschenverachtende, rassistische und diskriminierende Ideologie der rechtsextremen Szene zu entlarven, um so auf lange Sicht die Ausstiegsmotivation bei ihren Mitgliedern zu erhöhen.

Dieses Ziel kann nach Auffassung der Stadt Dortmund mit dem bisherigen, im Internet nachlesbaren Konzept nicht erreicht werden. Deshalb ist mit dem Träger in Berlin vereinbart worden, zunächst ein tragfähiges neues Fundament und ein Kommunikationsmodell zu erarbeiten. Bei der Neuentwicklung des Projektes sollten vor allem die Ziele, die Zielgruppen, die Themen, die Ansprache und die Rahmenbedingungen überarbeitet werden. Dem hat der Träger zugestimmt.

Wir versuchen den ganzen Vormittag in Kontakt mit der multilateral acedamy gGmbH zu kommen, was uns bislang nicht gelungen ist.

 

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3 Kommentare

  1. #1 | Links anne Ruhr (27.01.2012) » Pottblog sagt am 27. Januar 2012 um 06:05 Uhr

    […] Stadt macht bei Kreativworkshop mit Neonazi-Schlägern nicht mit (Ruhrbarone) […]

  2. #2 | Dortmund: 300.000 Euro vom Bundesfamilienministerium für Kreativworkshop mit Neonazis | Ruhrbarone sagt am 13. Februar 2012 um 17:03 Uhr

    […] Dortmund: Stadt macht bei Kreativworkshop mit Neonazi-Schlägern nicht mit […]

  3. #3 | Publikative.org » Blog Archive » Kristina Schröders Kuschelworkshop für militante Neonazis sagt am 22. Februar 2012 um 16:44 Uhr

    […] auch: Dortmund: Stadt macht bei Kreativworkshop mit Neonazi-Schlägern nicht mit (Ruhrbarone) […]

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