Gasometer Oberhausen: ‚Planet Ozean‘ fasziniert mit einer Mischung aus Freude und Nachdenklichkeit

Eindrücke aus der neuen Ausstellung ‚Planet Ozean‘ in Oberhausen. Foto(s): Robin Patzwaldt

In diesen auf vielen Ebenen eher tristen Zeiten tut es einem einfach mal gut, in ein Meer von bunten Farben einzutauchen. Dazu gibt es bei uns im Ruhrgebiet in diesem Frühjahr zwei tolle neue Möglichkeiten. Im Februar haben wir euch hier im Blog schon die neue Ausstellung von Phoenix des Lumières in Dortmund (Dalí/Gaudí) vorgestellt.

Seit wenigen Tagen gibt es rund 40 Kilometer entfernt von Dortmund eine weitere Attraktion, die in erster Linie mit ihrer Farbenpracht zu begeistern weiß, zu begutachten. Im Gasometer Oberhausen kann man jetzt ‚Planet Ozean‘ bestaunen, eine Ausstellung, die stark an die erfolgreichen Vorgänger erinnert und doch ganz eigene Akzente zu setzen weiß.

Die faszinierende Schönheit der Weltmeere und ihrer vielfältigen Lebensformen zu zeigen, das ist nach eigener Aussage der Organisatoren das Anliegen von ‚Planet Ozean‘. Dafür führt die frisch eröffnete Schau in die bisher kaum bekannten Tiefen dieses komplexen Ökosystems.

In verschiedenen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer anhand von teilweise spektakulären Fotografien und Filmen die Ozeane unseres Planeten. Doch die Ausstellung ist längst nicht nur heiter und bunt. Die Folgen der menschlichen Nutzung der Weltmeere als Energielieferant, Transportstrecke oder Nahrungsquelle zu zeigen, das wird in einem eigenen, natürlich deutlich weniger ‚freundlichen‘ und ‚leicht‘ zu verarbeitenden Abschnitt, jedoch auch nicht vergessen. Das macht nachdenklich.

Im eigens für die neue Ausstellung entwickelten Raumobjekt ‚Klang der Tiefe‘ tauchen die Besucher in ungewöhnliche Klangwelten ein. Wer immer schon einmal die Geräuschwelt unter Wasser erleben wollte, ohne sich dabei nass zu machen, der erhält hier die Gelegenheit dazu.

Der eindeutige Höhepunkt der neuen Schau im Ruhrgebiet ist jedoch, und da sind wir dann auch schon wieder bei einer Parallele zu Phoenix des Lumières in Dortmund, eindeutig die immersive Inszenierung ‚Die Welle‘. Installiert im Luftraum des Gasometers, dient die 40 Meter hohe und 18 Meter breite Leinwand in L-Form als Projektionsfläche für eine fotorealistisch animierte Meereswelt. Das zu erleben, dazu sollte man sich Zeit nehmen.

Diese Art der Ausstellung mag nicht jedem gefallen, hat sie mit Museen und Ausstellungen wie man sie von Kindesbeinen an kannte, doch nicht mehr viel zu tun. Aus meiner Sicht lautete die erste kurze Einschätzung nach meinem Besuch am Dienstag jedoch schlicht: Einfach faszinierend! Alleine für ‚Die Welle‘ lohnt sich ein Besuch. Sich einfach mal mit dem Blick nach oben einige Minuten gedanklich ‚treiben‘ zu lassen ist atemberaubend.

Schaut euch ‚Planet Ozean‘ in den kommenden Monaten einfach mal an. Bis zum Ende des Kalenderjahres habt ihr dafür noch Zeit. Der Eintritt für Erwachsene beläuft sich auf 14 Euro. Es gibt verschiedene Rabatte. Näheres findet ihr hier.

 

 

 

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