Ist Youssoufa Moukoko bei der WM erfolgreich, droht dem BVB ein Desaster

Youssoufa Moukoko. Archiv-Foto: BVB

Youssoufa Moukoko rückt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Derzeit bereitet sich der Stürmer mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Katar auf die umstrittene FIFA Weltmeisterschaft in dem Wüstenstaat vor. Am heutigen 20. November wird er 18 Jahre jung und steht damit noch einmal groß im Blickpunkt einer wachsenden Öffentlichkeit, noch bevor das Turnier in Katar so richtig losgeht. Der Vertrag des Top-Talents beim BVB läuft im kommenden Sommer aus. Das ist ungünstig für alle, die es mit der Borussia halten, aber toll für Moukoko.

Die Problematik des auslaufenden Vertrages könnte die Dortmunder demnächst noch sehr teuer zu stehen kommen. Youssoufa Moukoko zögert bisher sein Arbeitspapier an der Strobelallee vorzeitig zu verlängern. Aus verständlichen Gründen. Er kann seinen Marktwert in Katar noch einmal bedeutend steigern und seine Argumente für eine Verpflichtung eines anderen Top-Klubs wesentlich verbessern. Derzeit wird zum Beispiel über einen Wechsel zum FC Bayern München spekuliert.

In Dortmund haben sie seinen großen sportlichen Wert erst in dieser Saison so richtig zu schätzen gelernt. Ursprünglich traute ihm der BVB die Rolle des Nummer-eins-Stürmers im Verein (noch) nicht zu. Die Schwarzgelben verpflichteten daher nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Haaland-Nachfolger Sebastien Haller im Sommer den ‚Notnagel‘ Anthony Modeste für den Sturm.

Nachdem Modeste den hohen Ansprüchen in Dortmund bisher aber (noch) nicht gerecht werden konnte, setzte Trainer Edin Terzic in der zweiten Hälfte der Hinrunde überwiegend auf  Nachwuchskraft Moukoko im Angriff. Die Kurzzeitlösung Modeste wurde auf die Bank gesetzt, kam danach überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz.

Da war das Vertrauensverhältnis von Moukoko zu seinem aktuellen Arbeitgeber aber offenbar schon so angespannt, dass dieser nicht mehr zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung im Ruhrgebiet zu bewegen war. Zumindest nicht von den ihm bei der Borussia angebotenen Bedingungen und vor der WM.

Damit droht sich die Taktik des BVB, junge Talente zu verpflichten um sie dann zu einem Top-Spieler auszubilden einmal mehr zu rächen. Wie schon in den Fällen Pulisic, Sancho, Dembele, Haaland und jetzt demnächst wohl auch Bellingham, droht dem Team damit ein weiterer Top-Spieler abhanden zu kommen, noch bevor dieser seine Leistungsfähigkeit in Dortmund voll entwickeln konnte.

Doch während die Borussen für Pulisic, Sancho, Dembele und Haaland wenigstens finanziell mit einem immensen finanziellen Profit entschädigt wurden, drohen sie im Falle von Youssoufa Moukoko diesmal sogar vollends leer auszugehen, wenn der Vertrag im Sommer tatsächlich auslaufen sollte. Und selbst eine Weiterverpflichtung dürfte nur unter Bedingungen zustande kommen, wie sie der BVB im Vorjahr wohl noch nicht einmal für möglich gehalten hätte. Erst recht, wenn der Spieler in Katar auch nach seinem 18. Geburtstag für weiteres Aufsehen auf dem Platz sorgen sollte.

Wie Trainer Edin Terzic, oder wie der Coach in der kommenden Bundesligaspielzeit auch immer heißen sollte, unter diesen Bedingungen ein echtes Top-Team aufbauen, geschweige denn eines Tages sogar die derzeit übermächtigen Bayern ernsthaft angreifen soll, das wird wohl das Geheimnis der Dortmunder Klubverantwortlichen bleiben. Erst recht, wenn sie Moukoko auch noch ablösefrei ausgerechnet an die Münchener verlieren sollten.

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3 Kommentare

  1. #1 | Walter Stach sagt am 20. November 2022 um 11:28 Uhr

    Robin,
    zur WM:

    Moukoko…..
    „Lob den Tag nicht vor dem Abend“,
    Für mic wäre es jedenfalls eine große Überraschung,, wenn er aufgrund seiner Leistungen bei der WM zu europaweit begehrter Jungstar würde.

    Götze,
    „irgendwo“ war zu lesen, daß Watzke es bedauert, wie er mit Götze verfahren ist. „Wir“ hätten ihn beim BVB „gut gebrauchten können.
    Ob Götze bei der WM zur spielgesstaltenden/speilelntscheidenden Persönlichkeit in der DFB-Auswahl werden wird?? Ich zweifle daran.

    Infantinoe

    Sein Interview bewegt die Gemüter und freut die Medien.
    Infantino hat mehr denn je und „ungeschminkter “ den je deutlich gemacht, daß die Macht der UEFA und die Macht der einzelnen uropäishchen Fußballverbände in der FIFA nicht mehr dominiert -finanziell l nicht, machtpolitisch nicht-. Folglich singt er jetzt „andere iieder, . solche, die in Katar in der gesamten arabischen Welt, in Asien, in Afkrika, in Südamerika gesungen und gerne gehört werden.

    Reaktionen darauf durch die UEFA , ua. auch seitens des DFB ???

    Im übrigen , so scheint mir, ähnelt der Bedeutungsverlust der UEFA in der FIFA -dokumentiert u.a. in de
    angesprochenen Infantiono-Interview- dem der kath. Kirche Europa, vornehmlich Deutschlands- innerhalb der römischen Weltkirche.
    Auch hier steht die Frage nach dem Ob und dem Wie von Reaktionen im Raum

    Beides -FIFA versus UEFA-, die römische Welkirche versus der deutschen (der euroäischen) kath. Kirche- könnte symtomatisdh sein für das Gesamtbild eines zunehmenden Bedeutungsverlustes Europas, wenn es um das Bestimmen/das Gestalten des gesamten Weltgeschehens geht.

    Wenn das Alles (FIFA/UEFA/kath.Kirche(Weltgeschehen) so sein sollte, wäre Einsicht in diese Realitäten die erste Voraussetzung, um sie demgemäß sachgerecht reagieren zu kobönen

    Robin,
    zurück zu Moukoko und Götze
    Wenn die Beiden entscheidend dazu beitragen sollten, daß die DFB-Auswahl bereits in der sog. Vorrunde erfolgreich ist -und zudem spielerisch zu überzeugen vermag- , würde das dazu beitragen können, meine momentane Gleichgültigkeit gegenüber der WM aufzugeben. Und für Watzke würde das bedeuten???????

  2. #2 | #Katar2022: BVB-Stars Marco Reus und Mats Hummels dürfen sich nach dem DFB-Desaster als heimliche Gewinner fühlen | Ruhrbarone sagt am 5. Dezember 2022 um 09:20 Uhr

    […] haben, wie etwa die Dortmunder Niklas Süle, Nico Schlotterbeck, Julian Brandt, Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko. Von diesen werden die Abwehrspieler Süle und Schlotterbeck nach ihren schwachen Auftritten dort […]

  3. #3 | Ausgerechnet der zuletzt glücklose BVB-Boss Aki Watzke soll jetzt einer der 'Heilsbringer' für den DFB sein? | Ruhrbarone sagt am 5. Dezember 2022 um 11:34 Uhr

    […] mit Manager Michael Zorc, mit dem er den Klub gemeinsam zu einer Art Durchlauferhitzer für junge Talente machte. Der Abstand zu Ligaprimus Bayern München wuchs indessen. Der selbsternannte zweite […]

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