Die Bestrafung von Sebastian Rode zeigt die völlige Inkonsequenz der BVB-Führung

Sebastian Rode. Foto: Robin Patzwaldt

Der in letzter Zeit als Aktiver schon nahezu vergessene BVB-Profi Sebastian Rode hat sich am Sonntag mit einem Schlag zurück in die Schlagzeilen befördert. In einem ausführlichen TV-Interview als Gast der Sendung ‚Wontorra‘ bei ‚Sky Sport News HD‘ äusserte sich der 27-Jährige ungewohnt offen und ehrlich für einen Profifußballer.

Ungewöhnlicher Weise waren dabei auch die Themen Trainer und Mannschaftskollegen kein Tabu für den in dieser Saison dauerverletzten Mittelfeldspieler, der vor zwei Jahren von Bayern München ins Revier wechselte, seither aber kaum mehr als 20 Spiele bestreiten konnte. Zum Erstaunen vieler verkündete Rode bei Jörg Wontorra scheinbare Kabineninterna in Bezug auf die Zukunft von Trainer Peter Stöger und kritisierte ungewöhnlicher Weise den aktuellen Umgang des BVB mit Teamkamerad Marcel Schmelzer.

Das Medienecho war gewaltig. Offene und ehrliche Worte sind in dieser Branche selten geworden. In diesem Zusammenhang wurde jetzt bekannt, dass der Verein Rode für seine freimütigen Äusserungen mit einer Geldbusse belegen wird.

Und das verwundert dann schon. Gar nicht so sehr wegen der Geldstrafe ansich, denn damit war tatsächlich wohl zu rechnen, wenn ein Angestellter mit solchen Themen auf diese Art und Weise in die Öffentlichkeit geht.

Auch wenn Rodes Äusserungen über das zu erwartende Ende der Amtszeit von Stöger alles andere als neu waren und die Kritik am Umgang mit Schmelzer ja eigentlich keine Hammerneuigkeiten waren, sind solche Aussagen für die Vorgesetzten natürlich ein Schlag ins Gesicht. Rode darf sich über die interne Bestrafung folglich nicht beklagen. Wird er wohl auch nicht.

Viel bedenklicher als das Verhalten Rodes erscheint an diesen Abläufen das völlig widersprüchliche Auftreten der BVB-Klubführung. Denn diese lässt inzwischen offenbar jegliche Konsequenz und Logik vermissen.

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Hallo Atom, wollen wir es noch einmal miteinander versuchen?

Trockenkühlturm des THTR-300 in Hamm Foto: Foto Fitti Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Atomkraft macht vielen Angst, dabei geht nüchtern betrachtet von ihr wenig Gefahr aus. Und Thorium-Flüssigsalzreaktoren haben großes Potential. Von unserem Gastautor Matthias Kraus

Als Lilli drei Jahre alt war, bat sie mich jeden Abend, nachzusehen, ob unter ihrem Bett auch wirklich kein Krokodil sitzt. Was wir nicht sehen können, ist halt immer am unheimlichsten, besonders, wenn wir uns sicher sind, dass „es“ da ist. Alle Kinder durchlaufen eine Phase magischen Denkens. Sie meinen dann zum Beispiel, dass ihr Denken oder Tun Einfluss auf unzusammenhängende Ereignisse hat. Erwachsene sind auch nicht frei davon. Manche stecken Nadeln in Puppen, um den in Wolle nachempfundenen Unglückswurm nach Voodoo-Art zu verwünschen, andere konzentrieren sich auf Löffel und Gabeln, um sie zur Unbrauchbarkeit zu verbiegen und aufgeschlossene Innenarchitekten stimmen die Geister der Luft und des Wassers mit Hilfe von Feng Shui gewogen.

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Großes Bundesligafinale: Früher war irgendwie mehr Lametta!

Die Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt

Da kann man versuchen die Situation schönzureden wie man will, früher war in der Fußball-Bundesliga einfach mehr Spannung angesagt, wenn es in die letzten beiden Saisonspieltage ging, die ja traditionell immer mit allen Spielen des jeweiligen Spieltags zeitgleich ausgetragen werden, um eine denkbare Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

In den letzten Jahren gab es im Vergleich zu früheren Meisterschaften jedoch eh vergleichsweise nur wenig zu verzerren, da die wichtigste Entscheidung schon längst gefallen ist.  Das ist auch diesmal wieder der Fall. Leider!

Denn dass die übermächtigen Bayern schon seit Wochen wieder einmal neuer und alter Deutscher Meister sind, das nimmt in diesen Tagen ja kaum jemand wirklich wahr im Lande. Eine emotionale Meisterschaftsfeier hat der Fußballfan schon seit Jahren nicht mehr miterleben können. Zumindest nicht hierzulande.

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Bochum: Pro-Israel Demonstrant durch Steinwurf verletzt


Gestern Abend standen sich auf dem Brunnenplatz in der Bochumer Hustadt antisemitische Kundgebungsteilnehmer und pro-israelische Gegendemonstranten gegenüber. Bei Veranstaltungen verliefen friedlich. Zu Gewalt kam es später.

60 Männer und Frauen nahmen gestern an einer von der MLPD, der der maoistischen Schlägerbande Jugendwiderstand nahestehenden Revolutionären Aktion Bochum und dem Jugendarbeiter Bund organisierten Demonstration gegen Israel teil, die auch vom Solid, dem Jugendverband der Linkspartei NRW unterstützt wurde. In Reden wurde Israel beschuldigt, Völkermord an den Palästinensern zu begehen. Die vielen Tausend toten Palästinenser, die das Assad-Regime auf dem Gewissen hat, wurden mit keinem Wort erwähnt. Anmelderin der Demonstration soll Hannah Bruhns gewesen sein, die auf Anfrage dieses Blogs jedoch nicht reagierte. Ein Redner der Linksparteijugend forderte mit dem Spruch „From the Rive to the Sea“ die Vernichtung Israels. Bruhns war bis vor kurzem Funktionärin der Linken und NRW und kandidierte für den Bundestag. Sie verließ die Partei im Februar und wechselte zum Jugendwiderstand. Am 1. Mai nahm sie an einer Demonstration des Jugendwiderstandes teil, aus der heraus Teilnehmer einer anderen 1. Mai Demonstration, die sich gegen den Boykott israelischer Waren aussprachen angegriffen wurde.

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