Verbotswelle: Dann zieht doch ins Sauerland

Foto Bochum Total 2016 / Michalak

In Herne und Duisburg hat die Politik Alkoholverbote in den Innenstädten erlassen. Die Hotelbetreiber der Stadt fordern, dass Essen nachzieht. In Dortmund ist die ganze Stadt ein großer Sperrbezirk für Straßenprostitution. Die Verbotswelle rollt: Straßenmusiker müssen in Bochum Gebühren zahlen, es gibt Ärger, wenn Menschen vor der Kneipe auf der Straße stehen, weil sie drinnen ja nicht mehr rauchen dürfen und Konzerte oder Festivals in der Innenstadt sorgen immer wieder für Ärger. Und Fußballfans sollen sich bitteschön auf dem Weg ins Stadion ruhig und gesittet verhalten. Immer mehr Menschen, die in Städten leben, erwarten, dass es dort so ruhig und langweilig zugeht wie in Olpe oder Lüdenscheid. Wenn sie das wollen, sollen sie dahin ziehen.

Städte sind bunte, laute Orte des Exzesses. Stadtluft macht frei, nicht grün. In ihnen treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander. Und dabei kracht es. Wer das nicht erträgt, den Provinzler aus seinem Kopf nicht rausbekommt und Achtsamkeit für wichtiger hält als Lust am Leben und am Krach, sollte gehen und aufhören, den anderen den Nerv zu rauben. Mir ist eine Horde grölender Punks vor meinem Fenster allemal lieber als irgendwelche Berufsbetroffenen mit protestantischen Lebensentwürfen, die mit irgendwelchen Lärmgutachten wedeln. Wir müssen nicht alle auf einem Haufen leben. Die mit den guten Nerven und den Ideen bleiben in der Stadt, die Heulsusen können gehen.

Der Ruhrpilot

Christian Lindner


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Uraufführung in Gelsenkirchen: „Der Rest ist Tanz“ – Dreiteiliger Ballettabend am Musiktheater im Revier

To The Moon And Back (Foto: Pedro Malinowski)

Am 20.5. hatte im Musiktheater im Revier der dreiteilige Ballettabend „Der Rest ist Tanz“ mit neuen Choreographien von Pontus Lidberg, Renato Paroni de Castro und Marguerite Donlon Premiere. Damit reiht sich die Compagnie von Bridget Breiner neben dem Dortmunder und dem Essener Ballett ein, wo unter dem Titel „Kontraste“ bzw. „3 by Ekman“ ebenfalls in den vergangenen Monaten dreiteilige Abende von Gastchoreografen gezeigt wurden. Es mag sein, dass Dortmund mit Richard Siegal, Johan Inger und Edward Clug und Essen mit Alexander Ekman die größeren Namen der Szene verpflichten konnte, doch das nur 14köpfige Ensemble des Balletts im Revier zeigt im Gegenzug von nur etwas weniger

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Wie der Postmodernismus die Aufklärung abwickelt

Jean-François Lyotard Foto: Bracha L. Ettinger Lizenz: CC BY-SA 2.5


Viele „linke“ Akademiker und Aktivisten sind vom Postmodernismus geprägt. Dessen Ablehnung von Wissenschaft, Vernunft und Freiheit ist jedoch alles andere als progressiv. Von unserer Gastautorin Helen Pluckrose

Der Postmodernismus stellt eine Bedrohung dar. Nicht nur für die liberale Demokratie, sondern für die Moderne selbst. Es mag eine gewagte Behauptung sein, aber im Postmodernismus stecken eine Vielzahl von Ideen und Werten, die über akademische Sphären hinaus in der westlichen Welt eine große kulturelle Wirkung entfaltet haben. Die irrationalen und identitären „Symptome“ des Postmodernismus sind leicht zu erkennen und werden vielfach kritisiert, das

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Der Ruhrpilot

Gymnasium am Ostring in Bochum Lizenz: CC BY-SA 3.0


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Landeselternschaft ermahnt Schwarz-Gelb…RP Online
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Debatte: Gegner des Kreuzes sind intellektuell überfordert…Welt
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Bochum: Leerstehendes Haus in der Herner Straße besetzt…Bo Alternativ
Dortmund: „Talk im DKH“ widmet sich dem Türkei-Referendum…Nordstadtblogger
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Premiere in Oberhausen: Der Theatermacher von Thomas Bernhard

Martin Müller-Reisinger und Hartmut Stanke in „Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard am Theater Oberhausen (Foto: Birgit Hupfeld)

Der scheidende Intendant Peter Carp zeigt am Theater Oberhausen als seine letzte Inszenierung „Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard. Das kann man durchaus falsch verstehen. Buscon, Staatsschauspieler und nun mit seiner Familie und der von ihm verfassten Komödie „Das Rad der Geschichte“ auf Tournee durch die österreichische Provinz, gestandet im heruntergekommenen Saal der Gaststätte „Der schwarze Hirsch“ in Utzbach. Da braucht es nicht viel Fantasie, das Stück als Allegorie auf Peter Carp und Oberhausen zu lesen, Hasstiraden des größenwahnsinnigen Theatermachers Buscon auf Provinz, Publikum, Schauspieler und das Theater selbst inklusive.

In Kaspar Zwimpfers detailverliebten Bühnenbild samt Mausefalle und vergessener Luftschlange im Hirschgeweih finden sich dann aber keinerlei Hinweise auf das Oberhausener

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„Wir und Heute“ – So sieht Sieger aus

Endlich kann David seine wohl verdienten zwei Euro von der Wahlwette abziehen. Hannelore Kraft geht stempeln. So sieht Sieger aus! Martin ist abgeschlagen. Wie die SPD, mir der der Steiger abrechnet – und mit Christian Lindner sowieso. Es wird schwarz, sehr schwarz für den Steiger. Leider kann David am Schluss als hoffnungsvollen Lichtblick nur einen bieten: Donald Trump. Schaut rein!

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