Phillip Boa and the Voodooclub, Samstag, 12. Dezember, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf
Phillip Boa and the Voodooclub, Samstag, 12. Dezember, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf

Oberhausen: Viele Robinien und Platanen müssen weichen… Der Westen
Recklinghausen: Musiker spielen für Flüchtlinge… Recklinghäuser Zeitung
Bochum: Innungsmeister sieht Mängel am neuen Platz… Der Westen
Gelsenkirchen/S04: Schalke mit ’null-vier‘ auf Platz 1… Sportschau.de
Dortmund: Schüsse auf Stadtbahn U43… Ruhr Nachrichten
Dortmund/BVB: Mak belohnt Salonikis Mauertaktik…Kicker
Essen: Gericht schränkt Hubschrauber-Rundflüge ein… Der Westen
NRW: Die Pendler-Hochburgen des Landes… Rheinische Post
NRW: Hilfe für angebliche Freundin bringt Hannelore Kraft in Bredouille… Der Westen
Wirtschaft: Schmierstoff der Weltkrisen… Spiegel
SPD-Parteitag: „Wir sind in Vielem zu spät, aber es ist nicht zu spät“… FAZ
SPD-Parteitag: Schröder streichelt die Seele… Spiegel
Klimagipfel: In 50 Jahren nur noch Tee… Frankfurter Rundschau
Politik: Salafisten nutzen den ‚Pop-Dschihad‘… N-TV.de
Wissenschaft: Kernfusionsanlage ahmt die Sonne nach… Süddeutsche Zeitung
Medien: UCI führt Kino-Flatrate ein… Pottblog
Medien: „Zwei Schnäuzer für ein Halleluja… Spiegel

Für die Ruhrbarone schildert unser Gastautor Francis den Aufstieg und Fall seines Freundes und Besitzers Akif Pirincci.
Wenn Sie die Geschichte von meinem Besitzer Akif tatsächlich hören wollen – und ich empfehle Ihnen eindringlich, sie zu hören -, so müssen Sie sich zunächst mit dem Gedanken vertraut machen, dass Sie keine angenehme Geschichte hören werden- im Gegenteil. Die skurrilen Geschehnisse, durch die er sich in diesem Herbst und Winter hindurch quälen musste, ließen ihm endgültig bewusst werden, dass Harmonie und ein geruhsames Leben für seinesgleichen eine Angelegenheit von kurzer Dauer ist.

Rechtlich sind Buchverlage in Europa, die einen Wechsel von papiernen zu digitalen Produkten wagten, nicht mehr in der Buch- tätig, sondern in der Softwarebranche. Diese einfache Ausgrenzung, die auf das Naheliegenste setzt, auf die physische Verpackung, das Wichtigste außer Acht lässt, die Inhalte, traditionell Texte und Bilder, ließe freilich zu, die Buchbranche ganz abzuschaffen und sie nur noch als konzeptionelle Papierverwerter einzuordnen, vielleicht ähnlich den Tapetengestaltern oder Altpapiersammlern. Auch dort wird das Papier übrigens gebunden, bei Tapeten in Rollen, ein durchaus traditionelles Verfahren, bezöge man Schriftrollen ein, und wer schon einmal auf einem Sammelhof für Altpapier war, erinnert sich vielleicht an die groben Stricke, mit denen nach einigen Pressvorgängen Ballen geknüpft wurden.
Die Frage nach Inhalten, den Eindruck hinterlassen die europäischen Juristen, ist unerheblich geworden. Dennoch ist weiterhin von einem sogenannten ‚Kulturgut Buch’ die Rede, zumindest in Deutschland. Was bliebe an Kultur jedoch übrig, wenn lediglich die Verpackung, gleichsam das Geschenkpapier, als Buch relevant sein könnte, auch wenn es vom Handel beigesteuert wird? Vielleicht reichte es für Juristen bereits aus, einen Bogen zu erhalten, statt eines aufwendig erstellten Buches? Versuchsweise ließe sich auch ein Brikett oder Holzscheit verpacken, falls es Ihnen an Gewicht fehlte.
[Gregorian / 17.12.2014 – Christuskirche Bochum]
Michael Cretu und sein Projekt Enigma sind Anfang der neunziger Jahre maßgeblich an der Enstehung von Gregorian beteiligt. Der deutsch-rumänische Musikproduzent konnte 1990 mit seiner Single Sadeness Part 1, die er in Zusammenarbeit mit Frank Peterson auf den Markt bringt, und auf der sie als erste gregorianische Mönchsgesänge mit moderner Popmusik verbinden, einen enormen Erfolg verbuchen.
Kurz darauf gründet der Hamburger Musikproduzent Peterson die Band Gregorian, greift erneut auf diese Idee zurück und veröffentlicht das Debütalbum Sadisfaction.
Viele Jahre vergehen, bis er 1999, zusammen mit den Produzenten Jan-Eric Kohr, Carsten Heusmann und Michael Soltau, aktuelle Stücke der Pop- und Rockmusik von klassisch ausgebildeten englischen Sängern nachsingen und neu einspielen läßt – im Gesangsstil des gregorianischen Chorals der mittelalterlichen Mönche. Das erste Masters of Chant Album entsteht und wird ein internationaler Erfolg.
Nahezu im Jahresrhythmus erscheinen neue Alben der Formation. Bis zum Album Masters of Chant IV bleibt der Stil der Gruppe gleich, erst mit dem Album The Dark Side, welches im November 2004 veröffentlicht wird, entwickeln sie sich mehr zur Rockmusik hin.
Obwohl selten in den Top Ten vertreten, ist Gregorian dennoch einem Millionenpublikum bekannt. Die Alben werden konstant über längere Zeiträume hinweg verkauft, einige von ihnen wurden mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet.
Der Gesangsstil entspricht dem des gregorianischen Chorals, von dem der Gruppenname abgeleitet ist. Die aus zwölf Sängern bestehende Gruppe leitete damit einen neuen Klassik/Pop Crossover Musikstil ein, der als Gregorianik-Pop bezeichnet wird.
Es ist ein ganz besonderer Mix aus Pop, Klassik und Mittelalterlichkeit – Frank Petersons Konzept entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem festen und kommerziell höchst erfolgreichen Bestandteil der Musikszene.
Leider verabschiedet sich diese aussergewöhnliche Formation aber im nächsten Jahr von ihren Fans. Ihr finales Album Masters Of Chant X: The Final Chapter erschien am 06.11.2015 und mit diesem Werk schlagen Gregorian das vorerst letzte Kapitel einer außerordentlichen Erfolgsgeschichte auf und verabschieden sich auf unbestimmte Zeit.
Von Mitte März bis Mitte Mai wird es noch einmal die Gelegenheit geben, die Band auf ihrer Masters Of Chant The Final Chapter Tour 2016 live zu erleben. Dabei werden sie unter anderem in Oberhausen und Köln auf der Bühne stehen:
22.03.2016, Dienstag, 20:00, König-Pilsener-ARENA Oberhausen
20.04.2016, Mittwoch, 20:00, LANXESS Arena Köln
Karten gibt es bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Am Freitag – und Samstagabend (11. + 12.12.2015) treten Die Kassierer aus Wattenscheid im Turock in Essen auf. Beide Abende sind restlos ausverkauft!
Allerdings ist damit nicht alles verloren.
Wer unsere jüngsten Anwärter für den ESC 2016 in Stockholm vorher noch einmal live erleben möchte, hat am 27.12.2015 im Hyde Park in Osnabrück, am 15.01.2016 im JH Hallschlag in Stuttgart, am 16.01.2016 im Batschkapp in Frankfurt und am 15.04.2016 im Hirsch in Nürnberg noch einmal die Gelegenheit dazu!
[Die Kassierer / 23.10.2014 – FZW Dortmund]

Oberhausen: Verlässt der Haushaltswaren-Discounter Kodi die Stadt?… Der Westen
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INTERVIEW mit Kubasik-Anwalt CARSTEN ILIUS zu Beate Zschäpes Aussage im NSU-Prozess. Nach 48 Monaten Haft und 249 Prozesstagen brach die Angeklagte heute ihr Schweigen. Ihre neuen Anwälte Mathias Grasel und Hermann Borchert hatten zu einer Aussage geraten und damit die Strategie des Schweigens beendet. Mit Spannung erwarteten viele Menschen, dass die wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung (NSU) Angeklagte endlich reinen Tisch macht und zur Aufklärung der zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge des Nationalsozialistischen Untergrunds beiträgt. Vor allem die Angehörigen der Mordopfer forderten immer wieder Aufklärung. Doch Zschäpe bestritt heute ihre Mittäterschaft an den Morden – sie sei weder an den Vorbereitungen noch an der Ausführung beteiligt gewesen. Es ging ihr heute vor allem darum, mildernde Umstände zu erreichen – so die Einschätzung des Rechtsanwalts Carsten Ilius (Berlin), der die Witwe des Dortmunder NSU-Opfers Mehmet Kubasik, Elif Kubaşık, im Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht vertritt. Beate Zschäpe vermittelte die Rolle eines Unschuldslamms statt einer Mittäterin. Die Ruhrbarone sprachen mit ihm direkt nach Zschäpes Aussage.
Ruhrbarone: Herr Rechtsanwalt Ilius, der Verteidiger von Beate Zschäpe, Mathias Grasel, hat heute die 53-seitige Aussage der Angeklagten verlesen. Zunächst ging es vor allem um Persönliches, wie das Kennenlernen der „beiden Uwes“ und Zschäpes Weg in den Untergrund. Gab es Neues oder war die Erklärung eine Zusammenfassung der bereits vorhandenen Kenntnisse?
Carsten Ilius: Ja, das muss man sagen. Die Erklärung war nichts anderes als die Aufzählung von in der Anklageschrift aufgezählten, bereits bekannten Tatsachen. Wir haben heute weitgehend nur das erfahren, was wir ohnehin schon aus der Beweisaufnahme wussten.
Zschäpe erklärte heute vor allem auch ihre persönlichen Beweggründe. Wurden diese glaubwürdig vorgetragen oder sollte ihre Aussage nach Ihrem Eindruck vor allem dazu dienen, sich selbst zu entlasten und sich als Opfer darzustellen?
Frau Zschäpe hat heute gezeigt, dass sie sich vor allem selbst bemitleidet. Sie stellte sich als Opfer dar – sie habe von den Morden und Sprengstoffanschlägen zuvor nichts gewusst. All das ist vollkommen unglaubwürdig – auch aufgrund vieler Einzelumstände, die wir aus der Beweisaufnahme kennen. Die Erklärung ist zudem teilweise in sich widersprüchlich.