Morgen gibt es im Landtag NRW eine Anhörung zu einem FDP-Antrag zur Einführung des gemeinnützigen Journalismus in Deutschland. Ich darf da als Sachverständiger reden. Hier schreibe ich, was ich zum Thema denke: Wenn die Journalisten nur aufhören zu jammern, kann sich vieles wieder zum Guten entwickeln. Wir müssen nur alle raus aus dem Elfenbeinturm und endlich den gemeinnützigen Journalismus ermöglichen.
Kurz nachdem ich bei der Funke-Mediengruppe im vergangenen Jahr aufgehört hatte, bekam ich eine Email von meinem alten Kollegen Karlheinz Stannies. Wir kennen uns seit Jahren aus der Ruhrgebietsberichterstattung und ich mag Karlheinz gerne. Er bat mich, etwas über die Zukunft des investigativen Journalismus für seinen Blog zu schreiben. Schließlich war ich ja bis dahin Leiter der Recherche-Redaktion der Funke-Gruppe. Ich hab Karlheinz gesagt, dass ich ihm gerne etwas schreibe, dass ich aber noch Zeit brauche.
Ich beschäftige mich in der Tat schon lange mit dem Thema. Weil es mich interessiert. Jeden Tag. Auch in meiner neuen Funktion als Leiter des Recherchebüros CORRECT!V. Ich habe Monate für eine Antwort gebraucht, viel länger als gedacht – eigentlich wollte ich Karlheinz den Beitrag für seinen Blog schon im Oktober senden. Ich habe so lange gebraucht, weil es keine einfache Antwort gibt. Auf diese Frage: Was ist die Zukunft des investigativen Journalismus?
Jetzt habe ich ein paar Antworten, die ich endlich aufschreiben und damit mein Versprechen einlösen kann. Die Antworten sind allerdings unbequem.








