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Pep Guardiola als Trainer zum BVB? Warum sollte man in Dortmund nicht einmal ganz groß denken?

Pep Guardiola. Quelle Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bei Borussia Dortmund sind viele Fans in diesen Tagen unglücklich mit ihren Trainer Lucien Favre. Daran hat auch der jüngste 4:0-Sieg am vergangenen Freitag gegen Eintracht Frankfurt nichts geändert. Viele Schwarzgelbe würden den Schweizer lieber heute als morgen durch einen Übungsleiter mit mehr Strahlkraft und mehr Entwicklungsleistung in Bezug auf den vorhandenen Kader ersetzt sehen.

Jetzt deutet sich eine überraschende Entwicklung an, die dem BVB sehr zu pass kommen könnte.

Am Freitag kündigte die UEFA an, den englischen Erstligisten Manchester City für die nächsten zwei Spielzeiten aus der lukrativen UEFA Champions League ausschließen zu wollen. Eine Nachricht, die nicht nur auf der Insel einschlug wie eine Bombe.

Zwei Jahre ohne Königsklasse? City würde, sollte das Vorhaben tatsächlich auch nach der nun erwarteten juristischen Schlammschlacht noch Bestand haben, natürlich dramatische Konsequenzen für den Klub haben.

Nicht nur, dass kolportierte rund 200 Millionen Euro an Einnahmen verloren gehen könnten, für Spieler und Verantwortliche wäre das mit Sicherheit ein Schlag, der sie ins Grübeln bringen dürfte, ob sie ihre persönliche Zukunft noch in Manchester sehen.

Coach der Citizens ist seit Jahren bekanntlich der international erfahrene und geschätzte Pep Guardiola. Der inzwischen 49-jährige Spanier ist aus der Bundesliga ja noch bestens aus seiner Zeit beim FC Bayern München bekannt.

Sollte Guardiola seine Aufbauarbeit bei City durch ein Champions League-Verbot bedroht sehen, ein Abgang erschiene für viele Beobachter recht wahrscheinlich. Ein Trainer von seinem Format will auf der ganz großen Bühne mitmischen, will die Chance haben international zu glänzen. Bliebe ihm dies verwehrt, seine Motivation dürfte leiden.

In einer aktuellen Umfrage von Sky rechnen derzeit fast 80 Prozent der Teilnehmer mit einem vorzeitigen Ende der Amtszeit des ehrgeizigen Trainers, sollte City demnächst tatsächlich von der UEFA für internationale Spiele gesperrt werden.

Hätte der BVB dann womöglich die Chance auf eine Verpflichtung? Zugegeben, das Ganze klingt im ersten Augenblick etwas unrealistisch. Doch wenn man den Gedanken einmal etwas sacken lässt, entwickelt er durchaus Logik und Substanz.

Dortmund hat aktuell viele junge Talente im Kader. Spieler, die in den Augen vieler Fachleute eine große sportliche Zukunft vor sich haben. Sie zu entwickeln, das ist eine wunderbare Aufgabe, die für einen Fußballehrer in dieser Form besonders viel Reiz haben dürfte.

Hinzu kommt der seit Jahren verfolgte Plan, die Dominanz des Serienmeisters FC Bayern in der Bundesliga endlich einmal wieder zu brechen. Es seinem Ex-Verein einmal so richtig zeigen? Auch das könnte Guardiola besonders reizen, wenn es den BVB-Verantwortlichen gelingen könnte, ihm diese Aufgabe es mit einem Underdog nach ganz oben zu schaffen schmackhaft zu machen.

International ist der BVB im Konzert der Großen seit Jahren regelmäßig mit dabei. Der Abstand zu den absoluten Top-Klubs ist zwar vorhanden, ihn zu überwinden dürfte einen Trainer von Spitzenklasse aber auch reizen.

Guardiola, der zuletzt absolute Titelanwärter trainierte, könnte mit Dortmund der Fußballwelt zudem beweisen, dass er aus dem BVB in drei oder vier Jahren ein Team entwickeln kann, dass in der UEFA Champions League weiterkommen kann als bis ins Achtel- oder Viertelfinale.

Viele positive Ansätze sind in Dortmund vorhanden. Es braucht jetzt einen Trainer, der sie erfolgreich veredeln kann. Das ist sicherlich eine Herausforderung, die einen Pep Guardiola grundsätzlich reizen wird.

Warum also nicht tatsächlich versuchen den Katalanen zur kommenden Saison ins Revier zu holen?

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5 Kommentare zu “Pep Guardiola als Trainer zum BVB? Warum sollte man in Dortmund nicht einmal ganz groß denken?

  • #1
    Robert Müser

    Nein, nein, nein …

    Dortmund muss da viel größer auf allen Ebenen denken:

    Stefan Effenberg oder Jürgen Klinsmann würden da in Dortmund einen Top-Job machen …

    … endlich mal die miefige Malocher-Herkunft als Verein abstreifen und total global denken.

    😉

    Übrigens:
    Prognosen über die berufliche Perspektiven von Spielleitern bei irgendwelchen Verein sind schwierig, da sie in der Zukunft liefen und weiter keinen rationalen Handlungsabläufen folgen.

  • #2
    AndiN

    „In 3 oder 4 Jahren“

    Wo Guardiola doch dazu neigt sowieso maximal drei Jahre zu bleiben.

    Außerdem kann er hier keine Hunderte Millionen für neue Spieler ausgeben. Und am Ende beweist er, dass er doch gar nicht so gut ist. Nee ich glaube nicht, dass er sich das antut.

  • #3
    Werntreu Golmeran

    Guardiola hat in München einen absolut langweiligen Beamtenfussball spielen lassen und ist zu Recht immer frühzeitig aus der CL geflogen. Wollen Sie sich das lieber ansehen?

  • #4
    Thommy

    @3 In der Tat-der Fussball der Bayern unter Guardipka war langweilig -Ballbesitz, Ballbesitz, Ballbesitz.

    Guardiola verdient bei ManCity ungefähr 23 Mio € im Jahr.* bei Cayern ca 18 Mio).
    Favre bekam in der ersten Saison beim BVB 4 Mio Euro, jetzt dürfte er vielleicht bei 5.5 Mio liegen

    Da liegen also knapp 20 Mio € dazwischen.

    Da sowieso immer der FC Bayern Meister wird (😏), muss man sich fragen, ob dieser Gehaltsunterschied bei dem dann ( wie bisher) zu erwartenden Plarz 2-4 gerechtfertigt wäre.

  • #5
    Uwe

    Einen Trainer wie Pep und unsere Fans in Dortmund ist was für die ganz große Bühne. Allerdings sollte der BVB unbedingt ALLES daran setzen, dass unser Sancho noch zwei drei Jahre bleibt. Und mit der Einstellung von Haarland und jetzt auch mit der Monster Mentalität von Can, ist der BVB auf einen guten Weg.

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