Primacall verklagt Spreeblick

Der Nächste bitte! Nun hat es Spreeblick erwischt: Netzpolitik meldet, dass der  Telekommunikationsanbieter Primacall Spreeblick  wegen eines Interviews aus dem Jahr 2007 verklagt hat.

In dem Interview beschreibt ein ehemaliger Primacall Mitarbeiter seine Arbeitsbedingungen sowie die eher rüden Methoden des Unternehmens, Kunden zu gewinnen. Spreeblick hat das Interview bereits 2008 überarbeitet und einige Passagen gelöscht und dem Unternehmen angeboten, eine eigene Stellungnahmen auf Spreeblick zu veröffentlichen, was abgelehnt wurde. Nun klagt Primacall. Unangenehmer Nebeneffekt für das Unternehmen: Die ganze, mittlerweile schon fast vergessene Geschichte, kommt wieder hoch. Das durfte in den vergangenen Tagen ja auch der Sportartikelhersteller Jako erleben, der den Blogger Trainer Baade verklagt hat.  Einmal Barbara Streisand bitte nun für Primacall. Gerichtsort des Verfahrens ist Hamburg, es geht um 250.000 Euro. Spreeblick hat mittlerweile reagiert. Wir wünschen den Kollegen alles Gute.

Dir gefällt vielleicht auch:

17 Kommentare

  1. #1 | Rhetormusic sagt am 3. September 2009 um 13:42 Uhr

    Ehrlich gesagt verstehe ich das Ganze nicht. Bei Jako, waren m.M. nach bestimmte Formulierungen nicht so gut gewählt. In dem Spreeblick Beitrag von 2007 kann ich nichts anrüchiges entdecken. Wo bleibt da das Recht auf freie Meinungsäußerung? Wenn es danach ginge müßte ja so ziemlich jeder Beitrag in den Politmagzinen der ARD klagewürdig sein….?

  2. #2 | Fritten sagt am 3. September 2009 um 13:45 Uhr

    Nach meinem Wissen ist die Firma aus Berlin, genauso wie Spreeblick aus Berlin ist. Warum sie vor dem Landgericht Hamburg klagen ist wohl mehr als klar.

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 3. September 2009 um 13:47 Uhr

    @Rhetomusic: Davon ab dass das Interview OK ist, ist der Klagezeitpunkt eigentlich zu spät, um noch Ansprüche durchzusetzen. Vielleicht will Primacall auch einfach nur bekannt werden und glaubt den Satz dass eine schlechte Presse besser ist als keine Presse – Jako als Vorbild.

  4. #4 | David Schraven sagt am 3. September 2009 um 14:09 Uhr

    Diese Telefonjungs haben nach meiner Einschätzung überhaupt kein Rechtsschutzbedürfnis mehr. Da ist zum Glück über die Fristen geregelt. Wenn die erst nach einem Jahr juristisch reagieren. Ich tippe, die Nummer geht gut für Spreeblick aus. Und die Telefonjungs wollen nur ihren Namen in Blogs lesen.

    Das ist reine PR.

  5. #5 | Dennis sagt am 3. September 2009 um 15:00 Uhr

    würg……

  6. #6 | Jakonomie, die nächste « Carls Weblog. Jetzt noch mehr Katzenbilder! sagt am 3. September 2009 um 18:01 Uhr

    […] Firma Primacall macht es wie Jako. Und wird ebenso […]

  7. #7 | Der Hönower » Aufatmen beim Trainer – nun hat Spreeblick Sorgen sagt am 4. September 2009 um 12:14 Uhr

    […] Stimmen und weiterführende Informationen im Netz: Ruhrbarone Netzpolitik.org oder auch auf Twitter Tags:Baade, Blogger, JAKO, Primacall, Solidarität, […]

  8. #9 | Spreeblick hat Ärger mit Primacall | Ruhrbarone sagt am 22. März 2010 um 20:29 Uhr

    […] anderen Blogs Artikel zu dem Thema Primcall vs. Spreeblick gelöscht werden – auch auf den Ruhrbaronen. Einer Forderung, der Spreeblick überhaupt nicht nachkommen kann. (Ach so: Wer Primacall Kunde ist […]

  9. #13 | Dentaku » Primacall gegen das Internet sagt am 23. März 2010 um 12:04 Uhr

    […] bei den ruhrbaronen […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung