Die Linke Berlin: Mit den Grünen regieren, gegen die Grünen agitieren

Tom Könings Instagram-Beitrag mit Vorwürfen gegen die Grünen; fremde Kommentare und Profilbilder verpixelt.
Gemeinsamer Beitrag von Tom Köning, BAG Palästinasolidarität und Berliner LAG vom 30. September 2026. Screenshot: Instagram, 1. Oktober 2026. Fremde Kommentare und Profilbilder verpixelt.

Die Berliner Linke will mit SPD und Grünen eine Regierung auf den Weg bringen. Ihre Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität veröffentlicht derweil einen Beitrag, der den Grünen die Eignung als Verbündete abspricht und ihnen Verantwortung für Krieg und Genozid zuschreibt. Wer mit solchen Partnern regieren soll, braucht offenbar ein dickes Fell. Und ein erstaunlich dehnbares Gedächtnis.

Der neue Beitrag vom 30. September 2026 verschärft einen Konflikt, der längst über schlechte Umgangsformen hinausgeht. Es geht darum, ob die Parteispitze für Zusagen einstehen kann, die ein organisierter Teil der eigenen Partei schon im Ansatz bekämpft. Eine Analyse.

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Die Linke Berlin: Die Parteispitze sondiert, der Palästina-Flügel mobilisiert

Rede bei einer Demonstration in Hamburg: Standbild aus dem gemeinsamen Reel von Bridges of Resistance, BAG und Berliner LAG.
Palästinasolidarität und Kampf gegen die NATO: Standbild aus dem gemeinsamen Reel vom 26. September 2026. (Screenshot: Instagram / Bridges of Resistance)

Die Berliner Linke will regieren. In ihrem Palästina-Flügel wird derweil Verstärkung gesucht – ausdrücklich, um mehr Druck auf die eigene Partei zu machen. Die Aktivistin Nala bewirbt sich um ein Sprecheramt in der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität. Die Berliner LAG veröffentlicht ihre Bewerbung mit. Eine Rückzugserklärung sieht anders aus.

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Die Linke Berlin: Keine Angst vor Antisemitismus. Ist nur ein Gespenst.

Die Berliner Palästina-LAG greift die Antragsteller gegen Hannah Bruns an.
Die eigenen Genossen als Auftragnehmer der Grünen: Ausschnitt aus dem gemeinsamen Beitrag vom 24. September 2026. (Screenshot: Instagram)

Die Berliner Linke will ins Rote Rathaus. Ihre Palästina-LAG hat vorher noch eine Rechnung mit den eigenen Genossen offen. Wer den Ausschluss von Hannah Bruns beantragt, erledigt nach Darstellung einer neuen Instagram-Kampagne das Geschäft der Grünen. So geht innerparteiliche Debatte:

Die eigene Haltung ist unverhandelbar. Die der anderen ist bestellt.

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Wahlsieg der Linkspartei in Berlin: Die NRW-Genossen gratulieren schon mal zur Opposition

Die NRW-Palästina-LAG gratuliert drei Berliner Politikerinnen und wirbt für Opposition.
Glückwünsche mit Oppositionsauftrag, 23. September 2026. Der sichtbare Kommentar darunter stammt von Revolutionäre Linke Hamburg. (Screenshot: Instagram / LAG Palästinasolidarität NRW)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Ihre Palästina-LAG in Nordrhein-Westfalen weiß bereits, was man mit diesem Erfolg anfangen sollte: Opposition machen. Drei Berliner Politikerinnen bekommen Glückwünsche samt politischer Gebrauchsanweisung. Währenddessen bewerben die Berliner LAG und die Bundesarbeitsgemeinschaft ein neues Interview mit Hannah Bruns. Die Partei könnte regieren. Teile ihres Umfelds haben offenbar Wichtigeres vor.

Es gibt Glückwünsche, die klingen wie eine vorsorgliche Kündigung. Am 23. September 2026 veröffentlichte die LAG Palästinasolidarität NRW einen Beitrag zu Vanessa „Vedi“ Emde, Martha Kleedörfer und Deike Janssen. Die drei werden darin als künftige Stimmen im Berliner Abgeordnetenhaus gefeiert. Nicht einfach für linke Politik, sondern ausdrücklich für eine „konsequente linke Opposition“.

Vanessa „Vedi“ Emde ist politische Bildnerin, Mediatorin und Kulturschaffende aus Neukölln; ihr Parteiprofil beschreibt ihr Engagement als queer-feministisch, antikapitalistisch und internationalistisch. Martha Kleedörfer ist wohnungspolitische Sprecherin der Linken im Bezirksparlament Mitte und setzt sich für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ein. Deike Janssen ist Sozialarbeiterin mit Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe und trat für die Linke im Wedding an; zu ihren Schwerpunkten gehören Kinderarmut, bezahlbares Wohnen und bessere Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit.

Man muss den Genossen zugutehalten: Andere Parteien warten mit der Enttäuschung ihrer Regierungsambitionen bis nach den Verhandlungen. Hier wird die Oppositionsbank schon einmal reserviert. Sicher ist sicher. Am Ende könnte aus dem Wahlsieg sonst noch Arbeit werden.

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Die Linke Berlin: Die Genossen machen Probleme. Schuld ist die Kritik.

Satirische Karikatur: Ferat Koçak mit schwarzer Mütze und rot gefärbter Bartspitze sitzt rechts unter einem Solidaritätsschirm. Fiktive Linke-Genossen rollen eine rote Linie beiseite.
Die roten Linien sind transportabel, die Solidarität steht. (KI-Karikatur: Ruhrbarone / OpenAI; Ferat Koçak rechts als Karikatur; übrige Figuren, Szene und Sprechblase sind fiktiv. Koçak-Fotovorlage: PIC-ONE/Stefan Müller, Wikimedia Commons, CC BY 2.0; KI-bearbeitet.)

Die Berliner Linke will regieren. Ihre Palästina-LAG kümmert sich derweil um die Rückendeckung für Hannah Bruns und Ferat Koçak. Zwei neue Instagram-Beiträge vom 22. September 2026 zeigen, wie Arbeitsteilung in dieser Partei funktioniert:

Die Spitze sucht Vertrauen, die eigenen Gliederungen erklären, warum die Kritik an den Genossen das eigentliche Problem ist.

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Die Linke gewinnt Berlin: Regieren würde jetzt nur die Haltung versauen

Breiter Ausschnitt aus dem Instagram-Ergebnispost der Linken Neukölln: drei gewonnene Wahlkreise und vier Abgeordnete im Abgeordnetenhaus.
Der Neuköllner Bezirksverband der Berliner Linkspartei feiert drei Direktmandate und vier Abgeordnete. (Screenshot, Ausschnitt: Instagram / dielinke.neukoelln, 21. September 2026)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Teile ihres politischen Nachwuchses feiern das Ergebnis mit einer bemerkenswerten Forderung: Opposition.

Andere nehmen den eigenen Fraktionsvorsitzenden ins Visier. Und in Neukölln wird der Wahlerfolg bereits als Sieg über „Hetze“ präsentiert. Vier Beobachtungen vom Wahlabend und dem Tag danach.

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Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Thüringer Landtag spricht über Antisemitismus – und wird damit zur Zielscheibe der eigenen Genossen

Christian Schaft – Die Linke Thüringen (Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0)

Christian Schaft, Vorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag, räumt ein, dass seine Partei ein Antisemitismusproblem hat. „Palästina-Gliederungen“ der Partei Die Linke werfen ihm dafür vor, die eigenen Genossen zu verraten.

Der neue Angriff auf den Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei zeigt, wie wenig die Partei bei ihren angeblichen Selbstverständlichkeiten zusammenfindet.

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VW in Osnabrück: Die IG Metall kämpft um Jobs – Linken-MdB und Aktivisten fallen ihr in den Rücken

Iron-Dome-Abfangrakete beim Start im Mai 2021; Archivfoto mit seitlich KI-erweitertem Hintergrund.
Iron-Dome-Abfangrakete beim Start, Mai 2021 (Foto: IDF Spokesperson’s Unit, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons. Für das Querformat seitlich mit KI erweitert.)

In Osnabrück hoffen Beschäftigte von Volkswagen auf eine Zukunft nach dem Ende der Autoproduktion. Zur Krise bei VW gehört auch die Frage, wer sich einen Neuwagen überhaupt noch leisten kann. Im Auftrag des israelischen Rüstungskonzerns Rafael sollen dort künftig Luftverteidigungssysteme und Komponenten gefertigt werden. Die Standortpläne sollen laut Betriebsrat rund drei Vierteln der Belegschaft eine Anschlussperspektive bieten.

IG Metall und Betriebsrat begrüßen die Pläne für den Standort. „Palästina-Gliederungen“ der Linkspartei verbreiten dazu ein blutendes VW-Logo.

Der Linken-Abgeordnete Mirze Edis, der sich auf Facebook und Instagram bevorzugt in einer IG-Metall-Jacke zeigt und sich dort als Interessenvertreter der Beschäftigten inszeniert, hatte die diskutierte Zusammenarbeit mit dem Rüstungsunternehmen Rafael, durch die der Standort des VW-Werks in Osnabrück gerettet werden soll, bereits im März 2026 abgelehnt.

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Die Linke Berlin: Antisemitismus im Gepäck, das Freizeitprogramm steht

Satirische Zeichnung: Elif Eralp verzweifelt vor brennendem Wahlkampfmaterial auf einer grünen Wiese; links Hannah Bruns und zwei fiktive bewaffnete Figuren, dahinter ein Sommercamp.
Der Wahlkampf als Brennstoff. (KI-generierte Karikatur der Ruhrbarone; Eralp-Fotovorlage: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons. Bearbeitung: CC BY-SA 4.0.)

Vor der Berlin-Wahl streitet die Linke über Antisemitismus. Ihre Palästina-LAG bewirbt derweil ein Podium mit Hannah Bruns und dem EU-sanktionierten Journalisten Hüseyin Doğru, dessen Sanktionierung durch die EU Sevim Dağdelen (BSW) auf dem BSW-„Festival der Meinungsfreiheit“ öffentlich kritisierte.

Die Berliner Linke hat offenbar richtig Spaß am Wahlkampf 2026: Die Selbstdemontage hat jetzt sogar ein Freizeitprogramm.

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Die Linke Berlin: Einige Genossen warnen, Dahabflex schmollt, Linksjugend Neukölln eskaliert

KI-generierte Karikatur: Elif Eralp am Rednerpult der Linken Berlin. Im Vordergrund hält eine schwarz-weiße Katze ein Sturmgewehr; dahinter brennt eine mit „INTIFADA“ beschriftete Zündschnur.
Elif Eralp (Die Linke): Jetzt eskaliert auch noch die Katze. (Karikatur: Ruhrbarone, KI-generiert mit OpenAI; Bearbeitung nach einem Foto von Ferran Cornellà, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Endlich mehr Dialektik: Bei der Linkspartei in Berlin kommt der Ärger über das Neuköllner Konzert inzwischen aus entgegengesetzten Richtungen. Die LAG Shalom macht die Landesführung für die Entwicklung mitverantwortlich. Rapper Dahabflex beklagt dagegen, dass sie sich von ihm distanziert.

Der Neuköllner Parteinachwuchs sorgt derweil für den nächsten Eklat: Nach einem Bericht des Tagesspiegels verteilte ein Vertreter der Linksjugend Neukölln am Freitag an der Fritz-Karsen-Gesamtschule Sticker an Schüler.

Die Sticker zeigen die palästinensische Flagge, den Aufruf „Organize classwar“ („Organisiert den Klassenkampf“) und eine Katze mit einem Sturmgewehr.

Auf Instagram erklärt die Jugendorganisation der Linkspartei Neukölln zur aktuellen Lage: Elif Eralp spreche nicht für sie: „Als Genoss*innen müssen wir zusammenstehen und nicht aus Opportunismus unsere Prinzipien und Freund*innen verraten. Yallah Intifada!“

Die einen vermissen Konsequenzen gegen Antisemitismus. Dahabflex vermisst Solidarität mit sich selbst. Und die jungen Genossen gießen Öl ins Feuer.

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