Der Terzic-Effekt beim BVB ist bisher ausgeblieben

Edin Terzic. Archiv-Foto: BVB

Es wirkte wie ein Akt der Verzweiflung. Als die Verantwortlichen beim BVB in dieser Sommerpause Trainer Marco Rose von seinen Aufgaben entbunden und dessen Vorgänger Edin Terzic zurück ins Amt des Cheftrainers hievten, da waren sie bei den Schwarzgelben darum bemüht durch diese Entscheidung eine neue Euphorie rund um den Klub hervorzurufen. Dabei war die Aktion bei näherer Betrachtung eher ein Armutszeugnis für die Personalplanung bei den Dortmundern.

In den ersten Tagen schien die gewählte Taktik jedoch noch aufzugehen. Der BVB wurde wieder viel positiver besprochen. Sowohl medial als auch in den Fankreisen. Die Erinnerung an den erfolgreichen Ausgang der ersten Amtszeit von Terzic als Trainer, in der er mit der Mannschaft u.a. den DFB-Pokal gegen RB Leipzig gewann, und seine authentische Art, die gut ins Ruhrgebiet passt, schienen schon auszureichen um diese bleierne Schwere im Umfeld zu beseitigen, die den BVB zuletzt unter Coach Rose viel zu häufig auszeichnete.

Jetzt, knapp eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel, ist von der erhofften Aufbruchsstimmung rund um die Borussia allerdings nichts mehr geblieben.

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Zoo Dortmund mit freiem Eintritt für Kinder: Eine selbstlose Geste, oder doch auch der Not geschuldet?

Im Dortmunder Zoo ist es häufig ziemlich öde. Foto: Robin Patzwaldt

Der Zoo in Dortmund wirbt in diesen Tagen damit, dass Kinder in den Sommerferien freien Eintritt erhalten. Auf den ersten Blick ist das natürlich eine sehr nette Geste, die in wirtschaftlich für viele Familien schwierigen Zeiten und insbesondere auch nach den starken Einschränkungen nach der Corona-Pandemie natürlich gut ankommt und offenbar auch auf ein riesiges Interesse stößt.

Lange Schlangen vor den Kassenhäuschen sind die Folge. Unter anderem der WDR, die Ruhr Nachrichten und auch die WAZ haben der Aktion des Zoos zudem zuletzt zu einer großer Bekanntheit verholfen, indem er auf unterschiedlichen Ebenen darüber berichtet haben. Eigentlich ist das kein großer Aufreger und für die Ruhrbarone an sich auch nicht von größerem Interesse. Ein Erlebnis in den sozialen Medien am gestrigen Sonntag hat mich jedoch dazu veranlasst, das Thema heute auch hier bei uns einmal in das Blog zu tragen und zusammen mit ein paar kritischen Gedanken zur Diskussion zu stellen.

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Lewandowski nur ein ‚eiskalter Söldner‘? – Auch der FC Bayern München kommt im 21. Jahrhundert an

Robert Lewandowski. Quelle: Wikipedia, Foto: Sven Mandel, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wir haben Anfang Juli und noch immer beschäftigt die Personalie Robert Lewandowski den FC Bayern München und die gesamte Fußball-Bundesliga. Der Pole liebäugelt nach wie vor mit einem Wechsel. Die Fronten scheinen inzwischen verhärtet.

Die Kollegen von ntv schrieben jetzt einen Text unter dem Titel ‚Eiskalter Söldner beim FC Bayern – Das traurige Ende des Robert Lewandowski‘. Als langjähriger Beobachter der Fußballszene in diesem Lande kann man sich über die Empörung nur wundern. Ein solches Verhalten, wie es Lewandowski in diesen Tagen an der Isar an den Tag legt, ist weder neu noch überraschend. Eigentlich hätte jedermann im Umfeld der Bayern wissen können bzw. müssen, wen man da im Kader hat, und welche Risiken damit verbunden sind.

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Ex-BVB-Profi Neven Subotic zeigt, dass manche Fußballer mehr drauf haben, als viele glauben!

Ex-BVB-Profi Neven Subotic hat dem Profi-Fußball den Rücken gekehrt. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Fußballprofis gelten in den Augen vieler im Lande ja als eher schlichte Gemüter, die außer ihrem praktizierten Sport häufig nicht wirklich viel drauf haben. In Anbetracht der endlos erscheinenden Aneinanderreihung von Negativbeispielen, die in den vergangenen Jahren die Schlagzeilen in der Medienlandschaft bestimmt haben, verwundert das auch nicht.

Dabei ist das schlechte Image, das den Kickern anhaftet, in dieser Pauschalität ungerecht. Berufsfußballer bilden, wie jede andere Berufsgruppe auch, eine bunte Sammlung an Charakteren und Persönlichkeiten ab. Neben den zahlreichen eher schlicht gestrickten Gemütern, findet man dort auch durchaus intellektuell begabte und clevere Zeitgenossen.

Ein Vertreter dieser überdurchschnittlich reflektierten und schon seit vielen Jahren durchaus Verantwortung in der Gesellschaft übernehmenden Sportler ist der Ex-BVB-Profi Neven Subotic, dessen soziales Engagement wir hier im Blog in den vergangenen Jahren schon häufiger gewürdigt haben.

Und genau dieser Neven Subotic hat jetzt, zum Ende seiner aktiven Karriere, ein Buch unter dem Namen ‚Alles geben: Warum der Weg zu einer gerechteren Welt bei uns selbst anfängt‘, veröffentlicht, das diesen positiven Ruf einmal mehr bestätigt.

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Nun gerät auch der FC Bayern München in Bedrängnis

Robert Lewandowski. Quelle: Wikipedia, Foto: Sven Mandel, Lizenz: CC BY-SA 4.0

BVB-Fans mussten sich im Laufe der vergangenen Jahre ja schon schmerzhaft daran gewöhnen, dass immer mehr Spieler ihren Lieblingsverein offenbar lediglich als eine Art Sprungbrett benutzten. Die Liste der Profikicker, die sich aus Dortmund gegen den Willen des Vereins und bei laufenden Verträgen vorzeitig wegbewegten ist lang.

Ousmane Dembele, Pierre-Emerick Aubameyang, Christian Pulisic, Jadon Sancho etc. …. Sie alle hatten irgendwann keine große Lust mehr auf den Klub und drängten auf einen Wechsel, obwohl der Verein grundsätzlich noch gerne mit ihnen weiter zusammengearbeitet hätte und eigentlich auch das Recht dazu hatte, da diese Kicker allesamt noch laufende Verträge in Dortmund hatten.

Sie alle schafften es jedoch, sich frühzeitig aus dem Ruhrgebiet zu Vereinen im Ausland zu verabschieden. Das lief mal mehr und mal weniger zufriedenstellend für beide Seiten ab. Am Ende musste stets Geld den Abschiedsschmerz lindern. Im Kern blieb bei den Schwarzgelben aber in allen Fällen das ungute Gefühl zurück, dass die Spieler bei diesem Poker den deutlich längeren Hebel in der Hand hatten.

Selbst der Abgang von Erling Haaland in diesem Jahr, bei dem der Spieler lediglich eine vereinbarte Vertragsklausel für seinen Wechsel nutzte, hinterließ im Ruhrgebiet die bittere Erkenntnis, dass die große Liebe zum Verein Seitens des Spieler wohl nicht da war, die Borussia von Spielerseite aus bei nüchterner Betrachtung nur dazu genutzt wurde um aus dessen Sicht die nächste Karriere/Finanz-Ebene zu erklimmen.

Jetzt aber scheinen sich diese extremen Auswüchse des modernen Profifußballs sogar auf den Rekordmeister, den FC Bayern München, ausgedehnt zu haben, was den Klub von der Isar aktuell in eine dort bisher ungewohnte Defensive in Personalfragen drängt.

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Weltrekord im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund

Am vergangenen Mittwoch haben 484 Menschen am größten Fußballquiz aller Zeiten teilgenommen – so viele wie nie zuvor bei einer vergleichbaren Veranstaltung. Das Museum wird nun einen entsprechenden Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde anmelden.

 

Insgesamt wurden vier Runden á elf Fragen gespielt, die sich alle u.a. um die Nationalmannschaft, die Bundesligen und Fußballsongs drehten. Nach dem Weltrekorderfolg zieht das regelmäßig stattfindende Quiz nun wieder in das Restaurant des Fußballmuseums, das Gastspiel in der großen Arena soll einmalig bleiben.

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Oper Dortmund geht in die Nordstadt

Nordstadt: Bornstraße Blickrichtung Dortmund Innenstadt Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0


Am Samstag, 4. Juni 2022, startet um 19 Uhr am Blücherpark die Nordstadtoper, eine Oper in drei Akten, unter der Konzeption und Regie von Alvaro Schoeck und Houssie Shirin. Die Musik der Nordstadtoper wurde von Sandra Stadler und „909 Schneider“ komponiert und beinhaltet eine Soundinstallation von TD Finck von Finckenstein. Das Libretto stammt von Houssie Shirin.

Der Weg des Lebens spiegelt sich in den Straßen der Nordstadt – ein große Suche, Umwege, die Selbsterkenntnis und schließlich die Befreiung. In einer performativen Soundkarawane erleben Zuschauer und  Zuhörer gemeinsam mit den

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