
Elif Eralp will ins Rote Rathaus. Die Neuköllner Linksjugend will eine Absage ans Mitregieren. Ein Bundestagsabgeordneter liefert den Zusammenhaltsspruch. Und die passende Gegenlektüre zum Jugendaufruf stammt aus der eigenen Fraktionsführung. Die Berliner Linke bietet ihren Wählern dieselbe Partei für entgegengesetzte Vorhaben.
Im Wahlkampf müssen Parteien erklären, was sie mit den Stimmen ihrer Wähler anfangen wollen. Die Linke Berlin führt vor, wie man diese Frage gleichzeitig in zwei Richtungen beantwortet. Eralp bewirbt sich um das Amt der Regierenden Bürgermeisterin. Die Linksjugend [’solid] Neukölln fordert Kandidierende in ihrem Aufruf vom 6. September 2026 dagegen auf, Regierungsbeteiligungen abzulehnen und Parlament sowie Wahlen für den Klassenkampf zu nutzen.
Das ist ein Aufruf der Jugendgruppe, kein Beschluss des Landesverbands. Politisch macht es die Sache trotzdem reizvoll: Die einen sammeln Stimmen für den Einzug ins Rathaus, die anderen Argumente gegen den Einzug.
